Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kastrieren?
moneypenny
29.01.2007, 08:21
Hallo, ihr Lieben,
ich brauche jetzt mal eure Erfahrungen zum Thema Hund-kastrieren.
Unser Money-Hund, Labrador-Rüde und fast 4 Jahre alt, ist in den letzten Wochen extrem unmöglich. das er auf gute Gerüche von Hündinnen reagiert, ist ja normal. Aber jetzt ist es total ausufernd. In der Hundegruppe sucht er sich immer eine Hündin, die er dann pausenlos belästigt. Egal, ob sie läufig ist oder nicht. Er wirkt dann wie ferngesteuert, fiepst und quickt die ganze Zeit ununterbrochen, auch 2 Stunden lang. er reagiert auf gar nichts mehr, nicht mal SUperleckerlie und er ist sonst total verfressen. DAs Schlimme ist, er macht neuerdings auch unserem Nachbarhund das Leben schwer. Den kennt er von klein auf. Es ist ein Golden Retriever-Rüde, der seit 2 Jahren KAstriert ist. Wir können nicht mehr zusammen spazieren gehen, weil er nur versucht, ihn zu besteigen. Er schaltet dann total ab, sabbert und quickt, wie bei einer läufigen Hündin. Der NAchbarshund ist sehr gemütlich, aber langsam haut er schon ab, wenn Money kommt.
Nun meine Frage: Ist das denn normal? Könnte eine Kastration daran etwas ändern? Eigentlich wollte ich das nie, aber seit ein paar Wochen ist er kaum noch zu händeln. Ständig dieses Theater. Er schnüffelt auch nur noch jeder Spur hinterher, hört schlecht bis gar nicht mehr....absolut ätzend. Bei Hundebegegnungen gebärdet er sich wie wild. Vor allem, wenn Rüden kommen. Unmöglich...
Kann das denn an den Hormonen liegen und verschaffe ich ihm, und uns, eventuell mehr Ruhe, wenn er kastriert ist? Oder ist das nur eine Phase?
Wär schön, wenn jemand eine Idee hätte. LG MAja
Sternchen
29.01.2007, 10:08
Hallo!
Das kann leider schon an den Hormonen liegen. :? Ich bin ganz bestimmt kein genereller Befürworter von Kastration, aber wenn das so ausufert, dann leidet ja auch das Tier darunter weil ja gar kein normaler Sozialkontakt mehr möglich ist.
Es gibt bei Rüden da eine ganz gute Lösung um "auszuprobieren" wie es nach der Kastration wäre, bzw. ob es überhaupt an den Hormonen liegt: Es gibt eine Hormonspritze, die der TA verabreichen kann und dann ist der Hund vom Verhalten her 3 Monate lang "so wie kastriert".
Man muss ein wenig stur sein, denn viele TAs kennen diese Spritze gar nicht oder wollen lieber gleich losschneiden. Aber ich denke, vor so einem Eingriff wäre eine "Testphase" angebracht.
Irgendwie ist da doch das innere Gleichgewicht gestört - egal ob es hormonell bedingt oder wie auch immer in Erscheinung tritt. Kl. Homöopathie o. BB würd ich persönlich vor Hormonspritzen/Kastration probieren. Aber das entscheidet natürlich jeder für sich. Aber vor Kastration wirklich lieber mit Hormonspritze probieren. So eine Kastration kann auch nach hinten losgehen (das Problem ist evtl. immer noch da u. noch weitere dazu). Die Spritze läßt ja in der Wirkung nach. Aber was geschnippelt ist, kann man nicht mehr rückgängig machen. Aber das weißt Du ja selbst. :garf:
LG u. alles Gute
Selina
Irgendwie ist da doch das innere Gleichgewicht gestört - egal ob es hormonell bedingt oder wie auch immer in Erscheinung tritt. Kl. Homöopathie o. BB würd ich persönlich vor Hormonspritzen/Kastration probieren. Aber das entscheidet natürlich jeder für sich.
Das seh ich auch so.
Aber vor Kastration wirklich lieber mit Hormonspritze probieren.
Diese Hormonspritze lässt nicht zuverlässig auf den Zustand einer tatsächlichen Kastration schliessen, hat sich schon vielfach gezeigt. Du hast damit also keinen Anhaltspunkt, wie es nach einer Kastration tatsächlich aussieht.
eine Kastration kann auch nach hinten losgehen (das Problem ist evtl. immer noch da u. noch weitere dazu). Die Spritze läßt ja in der Wirkung nach. Aber was geschnippelt ist, kann man nicht mehr rückgängig machen. Aber das weißt Du ja selbst.
Ja, genau! Ich finde eine Kastration doch ein grosser Eingriff in den sensiblen Hormonhaushalt eines Tieres und würde es echt nur machen, wenn alles andere nichts gebracht hat. Wie Du nun auch bei dem anderen kastrierten Rüden erleben kannst, kann es sein, dass kastrierte Tiere (auch Hündinnen!) nach einer Kastration ständig so riechen, als wären sie läufig und deshalb oft von anderen intakten Tieren belästigt und bestiegen werden.
Wußte ich doch, dass Du Dich meldest! :garf: :wink:
Diese Hormonspritze lässt nicht zuverlässig auf den Zustand einer tatsächlichen Kastration schliessen, hat sich schon vielfach gezeigt.
-->Hast Du darüber was genaueres zu lesen? Bin wie immer heiß dran interessiert! Blos wenn sich nach so einer Spritze überhaupt nichts ändert am Verhalten kann man zumindest davon ausgehen, dass eine Kastration auch nichts bringt - oder?
Wie Du nun auch bei dem anderen kastrierten Rüden erleben kannst, kann es sein, dass kastrierte Tiere (auch Hündinnen!) nach einer Kastration ständig so riechen, als wären sie läufig und deshalb oft von anderen intakten Tieren belästigt und bestiegen werden.
-->Genau so erging es meiner Hundedame nach der Kastration. Die Rüden waren alle ganz scharf auf sie. :?
Liebe Grüße
Selina
-->Hast Du darüber was genaueres zu lesen?
Nein, das sind Erfahrungswerte aus einem anderen Forum. ;-)
Bin wie immer heiß dran interessiert! Blos wenn sich nach so einer Spritze überhaupt nichts ändert am Verhalten kann man zumindest davon ausgehen, dass eine Kastration auch nichts bringt - oder?
Nein, davon kann man leider auch nicht ausgehen. Es KANN sein, dass die Hormonspritze die gleiche Wirkung zeigt wie die nachfolgende Kastration, bei vielen war das aber nicht der Fall, es gibt da zig Variationen.
Gibts nicht auch irgendwo nen Thread, wo ich bereits alles aufgelistet hab, was mir zu Kastration so eingefallen ist?
Hab grad den Kopf voller Sorgen . . . schreib ev. andernorts noch darüber.
Nein, das sind Erfahrungswerte aus einem anderen Forum. ;-)
-->GH-Forum?
Gibts nicht auch irgendwo nen Thread, wo ich bereits alles aufgelistet hab, was mir zu Kastration so eingefallen ist?
-->Vielleicht hab ich den schon gelesen. Werd aber nochmal stöbern gehen. Danke Dir!
Hab grad den Kopf voller Sorgen . . . schreib ev. andernorts noch darüber.
-->Ja. Kümmer Dich erstmal um Dich selbst.
Alles Liebe
Selina
:bussi: - wohl wieder ein Wink des Schicksals, dass ich da endlich mal etwas intensiver Lesen geh. ;-)
Danke Dir:bussi: :bussi:
moneypenny
29.01.2007, 10:56
Hmm, eine Kastration ist sicher ein schwerwiegender Eingriff. Deshalb würde ich mich auch nicht unbedingt dafür entscheiden wollen.
Die Spritze zu versuchen ist aber doch eine Alternative. Wußte auch nicht, dass es so etwas gibt. Wenn die Wirkung eh wieder nachlässt, hätte man ja wenigstens einen ungefähren Anhaltspunkt, wie es sein könnte. Auch, wenn es nicht ganz einer wirklichen KAstration entspricht.
BB oder Homöopathie wären vielleicht gut, leider gibts hier in der Gegend niemanden, den ich kenne, der zuverlässig das Richtige tun könnte in der Hinsicht. Kann man denn aus der Ferne da eine Mischung oder Therapie empfehlen? Und woher beziehe ich dann das Richtige? Aus dem Internet? Hab mich auch noch nie wirklich damit beschäftigt.
Wir haben auch eine kastrierte Hündin, unsere Penny. Sie kam schon so zu uns. Bei ihr hat es noch nie ein Rüde versucht. Auch Money würde nicht auf die Idee kommen. Aber Penny ist auch eine sehr dominate Hündin. Ruhig, aber sehr bestimmt. Ist wohl sehr unterschiedlich.
Das innere Gleichgewicht....das ist gewiß ein springender Punkt. Die vielen Veränderungen durch unser Baby in den letzten Monaten tragen ihren Teil bei. Money ist schon immer kein wirklich einfacher Hund. Er ist zwar sehr lieb, aber brauch viel Aufmerksamkeit, Bewegung und Beschäftigung. Auch beim allerbesten Willen gibt es da natürlich Einschränkungen. Aber wenn wir den Gedanken zu Ende denken, müßte er in eine andere Familie, wo er allein ist und alle Aufmerksamkeit hätte. Hier muß er jetz mit den Einschränkungen leben. Ich weiß nicht, ob BB daran etwas ändern können.
Aber Dank für die Denkanstöße. Werd mich mal erkundigen und noch etwas überlegen.
Kann es denn auch so eine Art "wilde Phase" sein, die wieder nachläßt? Vielleicht hat er gerade jetzt nur diesen Drang, in seinen besten Jahren? Lg Maja
Kann es denn auch so eine Art "wilde Phase" sein, die wieder nachläßt? Vielleicht hat er gerade jetzt nur diesen Drang, in seinen besten Jahren? Lg Maja
Ja, das kann auch sein. ;-)
moneypenny
29.01.2007, 11:01
Meinst du das ernst? Wegen dem Smilie....
Und mal ganz vorsichtig frag......wie lange kanns dauern? Jahre? Lg Maja
Meinst du das ernst? Wegen dem Smilie....
Ja, mein ich ernst. :wink:
Und mal ganz vorsichtig frag......wie lange kanns dauern? Jahre?
Schwierig zu sagen, hängt halt vom Individuum ab. Wenn's bei unserem soo schlimm wäre, würd ich mal mit klass. Hom. probieren. Wir haben ja 1 Rüden und 2 Hündinnen, alle intakt.
Hatte er denn bisher nie Kontakt zu läufigen Hündinnen? Unser Rüde hat sich quasi dran gewöhnt. Die erste Läufigkeit unserer Hündin hat er sich noch ziemlich aufgeführt, mit jeder Läufigkeit wurde es aber besser und inzwischen verlaufen die Läufigkeiten total easy.
moneypenny
29.01.2007, 12:06
Muss ich direkt mal überlegen....aber nein, ich glaube, direkten Kontakt hatte er noch nie. Mal war eine Hündin kurz davor oder kurz danach. Da war er schon immer ein "Wilder". Aber richtig läufig war noch keine Hündin.
Was ist denn die Vorgehensweise bei klassischer Homöopathie? Wie gesagt, hier gibts weit und breit niemanden, der das praktiziert.
Würde es denn besser sein, wenn er schon mal eine läufige Hündin erlebt hätte? Oder kommt er dann eher so "auf den Geschmack"? ich möcht ja auch nicht, dass er zufällig mal eine Hündin deckt. Welpen von Money sind bestimmt keine gute Idee.
unser Nachbarshund hatte diese Phase übrigens auch mit 4 JAhren. Jetzt ist er 6. Damals haben sie ihn kastrieren lassen, weil er nur noch am Abhauen war und dann eben auch mal eine Hündin gedeckt hat. Er hatte sich zum richtigen Streuner entwickelt. Wir haben ihn tausendmal gesucht. Jetzt kann das Tor offen stehen und er bvleibt drin. er ist eben dadurch sehr ruhig geworden. Springt nur noch über den Zaun, wenn ich vorbei gehe und spazieren will mit den Hunden. Da kommt er immer mit. Lg Maja
Was ist denn die Vorgehensweise bei klassischer Homöopathie?
Klass. Homöopathie bezieht das ganze Tier mit seinem Wesen, seinem Charakter, seinen gesundheitlichen Symptomen etc. in die Behandlung ein. Man setzt dort an, wo etwas eben nicht "normal" ist, z.B. übersteigerter Sexualtrieb ist ein Symptom. Therapeuten findet man z.B. unter elabi de (www davor und punkt dazwischen ;-) ). Eine gute Beschreibung von Homöopathie finde ich, ist unter praxisgarbers de aufgelistet.
Würde es denn besser sein, wenn er schon mal eine läufige Hündin erlebt hätte? Oder kommt er dann eher so "auf den Geschmack"?
Es wurden Erfahrungen und Beobachtungen gemacht, dass z.B. Zuchtrüden oder Rüden, die mit intakten Hündinnen zusammenleben viel weniger "übersteigert" auf läufige Hündinnen reagieren. Vielleicht so eine Art Gewöhnungseffekt gekoppelt mit entsprechender Erziehung.
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