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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Homöopathie - Arzneimittelprüfung


lucky_Nicole
17.06.2005, 11:42
Um das mal aus dem Zeckenthread wegzubekommen. ;-)

Hier ist eine sehr schöne Seite, auf der so einiges dazu erklärt wird: *klick* (http://www.leo-willin.de/simile/Prinzipien.htm)

Und *hier* (http://www.katharinabollhalder.ch/expl02.htm) noch eine.

Palti
17.06.2005, 11:55
ah, sehr gut, mal bookmarken und lesen.....

Ilva
17.06.2005, 13:14
Aus dem Zeckenthread:
Homöopathie setzt man nicht "gegen" eine Krankheit ein, "gegen" Zahnfleischentzündung oder Zahnstein oder Borreliose oder, oder, oder . . . Das Mittel wird "für" den Patienten gewählt in der Gesamtheit seiner Symptome.

Aber es hat geholfen: Silicea GEGEN tränende Augen, Rumex GEGEN meinen komischen Husten, für den kein Arzt eine Ursache finden konnte, und eben die beiden erwähnten Mittel GEGEN Zahnfleischprobleme. Zumindest hat sich das Krankheitsbild in allen Fällen deutlich verbessert.
Das kann doch nicht falsch sein? :bahnhof:

Und in dem Anleitungsbuch, das ich habe, steht bei vielen Mitteln "bewährt bei ..." und dass man sie auch ohne so eine Gesamtanalyse bei bestimmten Beschwerden geben kann.

marmay
17.06.2005, 13:32
Aus dem Zeckenthread:
Homöopathie setzt man nicht "gegen" eine Krankheit ein, "gegen" Zahnfleischentzündung oder Zahnstein oder Borreliose oder, oder, oder . . . Das Mittel wird "für" den Patienten gewählt in der Gesamtheit seiner Symptome.

Aber es hat geholfen: Silicea GEGEN tränende Augen, Rumex GEGEN meinen komischen Husten, für den kein Arzt eine Ursache finden konnte, und eben die beiden erwähnten Mittel GEGEN Zahnfleischprobleme. Zumindest hat sich das Krankheitsbild in allen Fällen deutlich verbessert.
Das kann doch nicht falsch sein? :bahnhof:

Und in dem Anleitungsbuch, das ich habe, steht bei vielen Mitteln "bewährt bei ..." und dass man sie auch ohne so eine Gesamtanalyse bei bestimmten Beschwerden geben kann.

Also, wie ich schon andernorts schrieb, kann das Mittel wirklich gewirkt haben, wenn Du genau das getroffen hast, was im Moment gebraucht wurde. Ist das nicht der Fall, können sich die Symptome verschieben und schlimmstenfalls in den Organismus hineingedrückt werden und andere schlimmere Krankheiten hervorrufen, die man später leider nicht mehr damit in Verbindung bringt und wieder an den neuen Symptomen herumdoktert oder, Du kannst eine Arzneimittelprüfung auslösen, indem Du das Mittel zu oft gibst.
Übrigens, solche Anleitungsbücher "bewährt bei . . . " find ich nicht wirklich gut und ich würd niemals nicht sowas anwenden ohne mit meiner Hom. Rücksprache genommen zu haben, ausser es wär ein echter Notfall, wo ich einfach handeln müsst.

Leider verkommt die Homöopathie immer mehr Richtung "Schulmedizin", wo eben an den Symptomen herumgedoktert wird, das Grundübel aber nicht erfasst wird und es zu denselben Folgen kommen kann wie in der Schulmedizin. Verschiebung und Unterdrückung von Symptomen, . . .

Vielleicht helfen auch die Erklärungen in diesem Thread weiter?
http://www.tierkommunikations.net/forum/viewtopic.php?t=3686&start=20


Hom. Prophylaxe funktioniert nur, wenn man das Simile kennt. Aber weiß man denn schon im voraus, wie die Krankheit ablaufen wird? Eher nicht. Deshalb gibt man da die entsprechenden Nosoden (in diesem beispiel also Rubella, die Röteln-Nosode) und hofft, daß es hilft. Manchmal tut es das auch, manchmal aber auch nicht.
Ich weiß, daß Ravi Roy sagt, es hilft immer und das halte ich für ziemlich marktschreierisch. Er lehnt sich sowieso mit vielen Aussagen ziemlich weit aus dem Fenster. Genauso wie Rubella nur MANCHMAL bei Röteln hilft, wird es auch nur MANCHMAL vorbeugend schützen.
Hahnemann hat einmal bei einer Scharlachepidemie Bell. als Prophylaxe empfohlen, weil er anhand bereits geheilter Fälle wußte, daß 90% aller Fälle Bell. als Simile hatten und deshalb hat es funktioniert. Bei der nächsten Epidemie war es ein anderes Mittel.

"Tropenkrankheiten" ist ein gutes Beispiel für die Vorbeugung. Nehmen wir mal "Malaria". Eines der Hauptmittel für eine normal-klassisch verlaufende Malaria ist Nat-mur. Wie gesagt, eine normal verlaufende! Und wenn du vorher schon weißt, daß du sicher eine solche bekommen wirst, dann wird dich Nat-mur auch gut davor schützen. Doch wenn du eine andere Form bekommst, dann nicht.
Und deshalb sind homöopathische Vorbeugungen immer sehr unsicher.

Palti
17.06.2005, 13:36
weißt du worin das problem hier liegt? das du nicht wissen kannst wie lange du es nehmen sollst. deshalb finde ich die kinesiologie so phantastisch, weil dein körper genau sagt wie lange er das mittel braucht und mann ggf. dann nachtesten kann ....

das kann man aber auch mit homöopathie nicht. ich merke bei mir selbst immer wenn ich vergesse das mittel zu nehmen, dann brauche ich es auch nicht mehr....

marmay
17.06.2005, 13:43
das du nicht wissen kannst wie lange du es nehmen sollst.

Ein guter Homöopath, mit dem man üblicherweise bei akutem Krankheitsgeschehen eng zusammenarbeitet, kann das sehr gut sagen. Auch im chronischen Verlauf sollte man immer in Kontakt mit dem Hom. sein und der weiss auch, wann einen neue Mittelgabe angezeigt ist und wann nicht.

Ich find es ein bisschen gefährlich, dass Hom. den Ruf hat, "nützts nichts, so schadets auch nichts", dem ich meiner Meinung nach ganz und gar nicht so! Darum würde ich als Laie nicht mit hom. Mittel rumprobieren.

Ilva
17.06.2005, 14:08
Ich find es ein bisschen gefährlich, dass Hom. den Ruf hat, "nützts nichts, so schadets auch nichts", dem ich meiner Meinung nach ganz und gar nicht so! Darum würde ich als Laie nicht mit hom. Mittel rumprobieren.
Oh, ich habe in letzter Zeit nur selber probiert. Allerdings, wenn es nichts geholfen hat, habe ich es auch schnell wieder weggelassen. Und in den genannten Fällen half es wirklich toll! Aber Du magst schon recht haben, dass man vorsichtiger damit umgehen sollte.

Och menno, ist das alles kompliziert.

marmay
17.06.2005, 14:15
Och menno, ist das alles kompliziert.

Ja, und je mehr man sich in die Materie vertieft, umso mehr merkt man, wie tiefgreifend Hom. eben auch wirken kann. :)

Adlerfrau
17.06.2005, 14:38
Nun, aber auch in der klassischen Homöopathie wird zwischen Konstitutionsmittel und Akutmittel unterschieden.
Denn selbst in einer konstitutionellen Behandlung können immer wieder andere Akutmittel angezeigt sein. Deshalb gibt es ja in den Arzneimittellehren die Hinweise darauf mit welchen Mitteln ein bestimmtes Mittel gut harmoniert.

Aber klar, man kann auch schon viel anrichten. Und wenn man nur auf Akutbasis agiert kann man gar nicht das wirkliche Potential der Homöopathie zur Geltung bringen.

marmay
17.06.2005, 14:41
Nun, aber auch in der klassischen Homöopathie wird zwischen Konstitutionsmittel und Akutmittel unterschieden.
Denn selbst in einer konstitutionellen Behandlung können immer wieder andere Akutmittel angezeigt sein. Deshalb gibt es ja in den Arzneimittellehren die Hinweise darauf mit welchen Mitteln ein bestimmtes Mittel gut harmoniert.

Aber klar, man kann auch schon viel anrichten. Und wenn man nur auf Akutbasis agiert kann man gar nicht das wirkliche Potential der Homöopathie zur Geltung bringen.

Sicher, da geh ich voll mit Dir einig! :kiss:

Ilva
20.06.2005, 12:40
Nun, aber auch in der klassischen Homöopathie wird zwischen Konstitutionsmittel und Akutmittel unterschieden.
Danke für den Hinweis *erleichterbin*. Also habe ich ja nicht ALLES falsch gemacht, und wie gesagt, Erfolge hatte ich ja auch z. T.

Der Kater meines Patenkindes hatte (höchstwahrscheinlich) Rattengift gefressen, und war - nur homöopathisch behandelt - nach drei Tagen wieder fit! Da habe ich echt gestaunt. Auch über das Vertrauen, dass Lauras Mutter in die Homöopathie hat, ich wäre wahrscheinlich in Panik sofort zum Tierarzt gefahren.

marmay
20.06.2005, 12:48
Nun, aber auch in der klassischen Homöopathie wird zwischen Konstitutionsmittel und Akutmittel unterschieden.
Danke für den Hinweis *erleichterbin*.

Aber auch beim Akutmittel wird der Zustand des Patienten miteinbezogen und das Mittel für den Patienten passend, NICHT auf die Krankheit bezogen. Das ist für mich ein grosser Unterschied.