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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hundeschule ?


Sleepingcat
15.09.2004, 12:44
Ich habe ein "kleines" Problem mit Ruby.
Er gehört als Malamute zu den Nordischen Hunderasse.
Mowgly übrigens auch.
Leider kann ich Ruby kaum von der Leine lassen, weil er alles jagdt, was er sieht. Das hat Mowgly zwar auch früher gemacht, aber es legte sich schnell.
Bei Ruby ist das anders. Wenn wir spazieren gehen, achted er gar nicht auf mich , sondern spinst nur, ob er was sieht, was sich bewegt.
Lasse ich ihn frei, hört er , solange er nichts anderes sieht, ausgesprochen gut.
Nun dachten wir, vielleicht kann eine Hundeschule ja ein wenig helfen.
Dort bekamen wir die Antwort : "Die Nordischen jagen eben. Da kann man nichts dran machen"
Na toll. Ich möchte auch die normalen Stunden nicht mitmachen, weil ich keinen Sinn darin sehe, das der Hund immer bei Fuß zu gehen hat und sich automatisch hinsetzt, wenn ich stehen bleibe.
Außerdem ist Ruby nicht dumm und hätte sofort geschnallt, was da abgeht und das die Wiese eingezäunt ist.
Ein anderer Hundetrainer wollte mit direkt ein Teletak für 170,-- Euro verkaufen, aber die Lösung finde ich auch nicht so prickelnd.
Hat vielleicht jemand ne Idee, oder hat es vielleicht einen Sinn, mit Ruby zu reden? (Wobei ich auf Eure Hilfe angewiesen bin, da es bei mir noch nicht so wirklich klappt)
Mit Leckerchen, Clicker, lange Leine, Spielzeug, hab ich alles schon durch....leider

Fragend.....Danny

Silith
15.09.2004, 14:16
Also ich hab selber keine Hunde oder so...
aber ab und zu kommen im Fernsehn ja Berichte über Hundeschulen, und was die so an Erfolgen erzielen ist schon sehr erstaunlich.
Vllt warst du einfach bei der "falschen" Hundeschule? Vllt gibt's ja bei euch mehrere oder so.
Ich denke nicht, dass man das einfach so hinnehmen muss, dass er eben jagt - ich denke, da kann man mit Erziehung einiges machen, bes. an der Beziehung zwischen euch kann man arbeiten (an der es ja meistens liegt wenn ein Hund nicht tut was er soll).
Vllt kannst du auch mal in einem Hundeforum nachfragen, die haben sicher Ideen?

Mit ihm reden kann ich leider nicht, ich krieg nur so ein paar Bilder "rein" bisher ;)

Silith

Tollebella
15.09.2004, 14:48
Hallo liebe Danny,

ich kann Dir empfehlen, mal auf folgende Webseite zu schauen und Dich mit diesen Leuten dort in Verbindung zu setzen:

http://www.canis-kynos.de/home.html

Wenn die Dir nicht helfen können, dann weiß ich auch nicht:(

Du kannst auch hier gucken, welche guten Hundeschulen es in Deiner Nähe gibt:

www.ig-hundeschulen.de

Lieben Gruß, Illi

P.S: Bleib dabei, auch wenn es schwer fällt und lass Dich nicht zu Teletakt und/oder Stachler verleiten. Es geht auch ohne, ganz bestimmt!

Sharana
15.09.2004, 16:12
Gino ist ein Jagdterriermischling und auch ihm konnte ich das Jagen abgewöhnen, soviel dazu. Ich habe ihm ein Jahr Leinenarrest verpasst, sehr konsequent, damit er in dieser Zeit keine "Jagderfolgserlebnisse" haben konnte und nebenbei haben wir auf einem Hundeplatz Erziehung geübt. Er hatte auch schnell raus, dass der Platz eingezäunt ist und er da keine Chance hat abzuhauen, aber wir haben halt auch viel draußen und im "täglichen Leben" geübt und irgendwann hat es geklappt. Heute jagt er vielleicht noch einmal im Jahr, aber meist kann ich ihn sofort abrufen. Bei uns gibt es viele Hasen und wenn das nicht geklappt hätte, hätte er nie von der Leine gedurft. Ich kann Dir also nur raten konsequent zu üben und nicht aufzugeben. Es war nicht immer leicht, aber es war es wert! Aber eine Hundeschule will sorgfältig ausgesucht sein, es gibt Fälle, da ist es sicher besser selber zu üben, als sich an einen "Pfuscher" zu wenden.

Ich wünsche Euch viel Glück,
Sabine

lucky
15.09.2004, 19:53
Hallo Danny
erstmal kannst du versuchen ihm Bilder zu schicken, dass er, wenn er jagt, an die Leine muß und dort auch bleibt für den Rest des Spazierganges. Dann könntes du auf Handfütterung umstellen. Das heißt, er bekommt sein Futter nicht mehr aus dem Napf, sondern von dir aus der Hand, auch unterwegs. Askan ist zwar kein Husky geht aber im Wald auch gern mal stiften. Vor jedem Spaziergang sage ich: Es wird nichts gefressen, nicht gejagt und nicht gestritten. Ausserdem: Du gehst 1x und den Rest vom Spaziergang bleibst du an der Leine. Inzwischen glaubt er mir das. Gestern konnte ich ihn stoppen obwohl er ein Tier hat verschwinden sehen. Hatte auch mal versucht ihm die Angst und Panik des Tieres zu vermitteln, das hat aber nicht geklappt.
Viele Grüße
Sylvia

Merle
15.09.2004, 23:33
Hallo Danny!

Merle und ich haben in ca. 2 Wochen ein seminar in Essen.
Die Leute sollen super sein und das Seminar war binnen ein paar Tagen ausgebucht.
Du könntest vielleicht mal schauen kommen und wenn es was für die ist, die sind im Oktober wieder da und planen einen fewsten standort da in der Ecke.
Gearbeitet wird mit Körpersprache (Monty Roberts z.B.)

Du findest sonst hier ein tolles Hundeforum

www.hundewelten.de

Das sind die leute. Ich bin schon ganz gespannt.

Und dann kannst du noch hier reinschauen:

www.dhfev.de

Da sind die Leute mit Merles Übungsrüden.

Auch da wirst Du Rat und Hilfe finden

LG Bettina

Sleepingcat
16.09.2004, 05:43
Danke für die lieben Hilfen. Ich arbeite mich jetzt mal durch die Links.
Hier in der Nähe ist eine "TOP" Hundeschule, aber die arbeiten nach er "alten" Art. Ich will meine Hunde nicht brechen.

@Merle
Teile mir mal mit, wie es war. Ende Oktober ist ja der nächste Kurs.
hört sich auf jeden Fall sehr interessant an.

Danny

Sleepingcat
16.09.2004, 11:50
Danke an alle !!!
Ich knnte mir aus den Links wichtige Infos holen und habe auch Kontakt aufgenommen.
Mein Erster Fehler ist, das ich mit beideb Hunden gleichzeitig gehe.
Ich werde mir nun einmal Täglich die Hunde einzeln nehmen und arbeiten.
Dadurch ist der Hunde mehr auf mich fixiert und ich kann mich dem Hund besser widmen. Mal sehen, aber ich bin guter Dinge, das es was bringt.

Liebe Grüße, voller Hoffnung, Danny

Knuddel
16.09.2004, 13:17
Hallo Danny

Da du ja gar nicht so weit weg von mir wohnst, kann ich dir einen erstklassigen Hundtrainer aus Duisburg nur wärmstens empfehlen. (Manfred Froitzheim)
Ich kenne niemanden, der sich besser auf Hunde versteht. er mag zwar nicht gerade Menschen und geht auch nicht ziemperlich mit ihnen um, aber dafür lernst du etwas mit deinem Hund. Er ist gegen Teletac und Kettenhalsband und arbeitet nur nach dem Prinzip der Belohnung.
Bauchtasche voller Leckerlis und fünf Meter Strick sind unbedingt nötig.
Ich war bei ihm fast ein Jahr zum Hundtraining mit meiner Schäfermischlingshündin Lena. Damals war sie sieben und sie war so angrieffslustig und überhaupt nicht leinenführig. Jetzt ist sie mittlerweile 14 und das liebste Schoßhündchen :D
Er ist nicht ganz preiswert, aber es lohnt sich auch wenn du danach einige Tränen vergießt :?
Das Training vor Ort, wie Verhaltenlehre mit dem Hund, also Theorie gehören selbstverständlich dazu.
http://www.verhaltensbiologische-hundeschule.de/
Schau dir mal seine Seite an.
Ich wünsche dir viel Erfolg und lass dich nicht unterkriegen.

LG Ellen

Knuddel
16.09.2004, 13:50
er mag zwar nicht gerade Menschen und geht auch nicht ziemperlich mit ihnen um

Das gilt natürlich nur, wenn es darum geht dir klar zumachen, wie wichtig es ist mit deinem Tier zu arbeiten.

Möchte das lieber noch einmal genauer erklären, bevor ich Gerüchte in die Welt setze, die so nicht stimmen.
Manni ist nämlich wirklich nett.

LG Ellen

Sleepingcat
16.09.2004, 14:21
Hallo Ellen, hört sich gut an.
Erzähle mal ein wenig mehr über Eure Ausbildung.
Ich bin mir sicher, das wir das irgendwie schaffen werden. hat bei Mowgly auch geklappt, aber da war er einzelhund.
Mal sehen ob es besser klappt, wenn ich täglich einmal mit den Hunden einzeln gehe.
Ich hatte darüber noch gar nicht richtig nachgedacht, aber es stimmt ja, wenn Mowgly mitläuft, hat Ruby nicht mehr meine ganze Aufmerksamkeit .
Und die brauchen wir, damit er lernt.
Also, werde ich mich nun mal auf den Weg machen und erst mit Mowgly und dann mit Ruby gehen. Puh......

Wenn Du auch nicht weit entfern wohnst, können wir uns ja mal treffen zum Erfahrungsaustausch..... *freu*

Liebe Grüße, Danny

daniela
18.09.2004, 17:04
Liebe Sleepingcat,
auch ich habe mit dem Thema Jagen und Hundeschulen leidvolle Erfahrungen gemacht. Mein Beagle stammt aus einer jadlichen Leistungszucht (auf die ich aber keinen Wert lege) und hat seit seinem 10. Lebensmonat einen sehr starken Jagdtrieb. Ich war auch in verschiedenen Hundeschulen, in denen auch sehr konventionell gearbeitet wurde. Andere Hundeschulen standen leider nicht zur Verfügung. Ich wohne in einer wild- und waldreichen Gegend und habe lange versucht, meinem Hund (er ist jetzt 5 1/2) das Jagen abzugewöhnen. Letztendlich ohne Erfolg. Seine Rasse wurde aber auch über Jahrhunderte daraufhin gezüchtet, auf der Spur zu jagen und man kann eben nicht so einfach genetische Anlagen verändern, obwohl ich zu Beginn dachte, mit Engagement und Konsequenz müsste es zu schaffen sein. Ich habe es zwar immer wieder versucht, ihn frei laufen zu lassen, aber nachdem ich ihn letztes Jahr wieder 4 Stunden im Wald suchen musste (er war einem Fuchs hinterhergelaufen), bleibt er jetzt im Wald an der (Roll)leine. Ich lasse ihn nur in möglichst wildfreiem Gelände laufen. Wenn er eine Spur aufnimmt, reagiert er auf keinerlei Zurufe oder Signale mehr, selbst wenn ich nur einen Meter von ihm entfernt bin. Ich habe mich sehr viel mit diesem Thema auseinandergesetzt und musste einsehen, dass es eben gewisse Hunde gibt, die man einfach im Wald nicht frei laufen lassen kann (wobei das in Österreich eigentlich sowieso verboten ist). Seit Eliot an der Leine bleibt, sind unsere Spaziergänge wieder entspannter und ich kann sie auch mehr genießen, als wenn ich immer fürchten müsste, ihn im nächsten Augenblick auf einer Spur in den Wald davonjagen zu sehen, zumal ein Beagle ohne große Vorwarnung auf der Spur zu laufen beginnt.
Vielleicht klappt es bei deinem Hund ja mit entsprechendem Training in einer guten hunde- und menschenfreundlichen Hundeschule. Wenn nicht, ist das zwar ein bisschen lästig, wenn man den Hund angeleint lassen muss, aber die Vorteile wiegen meines Erachtens die Nachteile auf, zumal er ja in sicherem, wenn auch begrenztem, Gelände frei laufen darf. LG Daniela

Sleepingcat
19.09.2004, 04:25
Hallo Daniela,
Schade, das es bei Eliot nicht funktioniert hat.
Ich habe da noch Hoffnung und werde nichts unversucht lassen.
Auf den Hundewelt-Seiten habe ich ein paar interessante anregungen gefunden und mich auch nit einem trainer unterhalten. Ich gehe nun getrennt und auch mit beiden zusammen. lasse Ruby zwischendurch immer aufmerksamkeitstraining machen und auch inzwischen beliebte Platz, bleib, komm spielchen.
Der Trainer meinte, ich soll den Hund dazu bringen, das er meinem Zuruf schon entgegenfiebert. *g*
Bisher (hmm 3 Tage) klappt es immer besser. Er geht frei bei Fuß und hat sich bisher zurückrufen lassen, wenn er sich weiter entfernt hat. Hoffentlich dauert es noch eine Zeit, bis sich in mittelbarer Nähe ein Häschen zeigt. Vielleicht schaffe ich es ja.......
Weiter als 5m lasse ich ihn ohne Leine noch nicht von mir weg. Und auch noch nicht so lange ohne Leine, damit er in der Konzentration bleibt.

Liebe Grüße, Danny

daniela
19.09.2004, 14:38
Liebe Danny,
wünsche dir viel Erfolg bei deinen weiteren Bemühungen und halte die Daumen, dass es bei euch klappt! :) LG Daniela

Sleepingcat
19.09.2004, 17:44
Danke Daniela, da ist lieb von Dir. Kann jeden daumen gebrauchen :) :) :)

Liebe Grüße, Danny

Sharana
19.09.2004, 19:08
Ich wäre am Anfang seeehr vorsichtig und würde ihn lieber nicht ohne Leine laufen lassen. Wenn er jetzt nämlich ein Tier sieht und jagt, dann hat er ein Erfolgserlebnis und das macht Dir Deine Bemühungen vielleicht gleich wieder zunichte.

@ Daniela, mein Hund ist ein Jagdterriermischling und ich konnte ihm das Jagen abgewöhnen, es gibt also immer Hoffnung ;)