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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : "Die Superfrauchen" gestern 14.4.


mel
15.04.2005, 18:38
Also, gestern hab ich mich wirklich geärgert.

Bei den Superfrauchen war eine der Tierpsychologen bei einer Hündin, die mit ins Büro durfte, aber immer totalen Aufstand machte, wenn es an der Tür klingelte. Das Ende vom Lied war, dass man ihr eine große Transportbox hinstellte, in die sie zwar freiwillig reinging und wenn es an der Tür klingelte, dann machte man einfach das Gitter zu und sie saß dahinter. Toll echt...... Und dann haben die immer solche Sprechblasen eingeblendet, die überhaupt gar nicht zu der Verfassung des Hundes passten. Ich habe der Hündin an den Augen angesehen, dass sie nicht den blassesten Schimmer hatte, warum sie nun hinter verschlossener Gittertür sitzen mußte. Sie sah total traurig und bedrückt aus.

Ich finde in einigen Fällen sind die Tierpsychologen wirklich kompetent, aber das fand ich richtig besch....eiden.

Ärgerliche Grüße
Melanie

Birgit
15.04.2005, 20:50
Mir gings genauso, Melanie - fand das so absolut keine Lösung, auch das Anbinden am Tisch für eine Stunde war ja wohl kaum an den Bedürfnissen des Hundes orientiert...war auch ganz entsetzt...dabei war die Hündin eh so kooperativ und klug, nicht wahr?...

Sonst sind ja ganz gute Tipps und Anregungen dabei, schade dass es so vermischt ist mit solchem Schmarren...hat ja großes Publikum.

Liebe Grüße, Birgit :hund2:

livarr
16.04.2005, 07:21
Auha.
Ich weiß schon, warum ich solche Sendungen nicht gucke.

Freyassegen :wink: Suse

Iruka86
16.04.2005, 11:06
Finde die Sendung ehrlich gesagt ziemlich doof. Naja, der Sender, wo es läuft, sagt ja schon genug.
Halte die Tierpsyologin aber auch nicht für so wahnsinnig kompetent und die Aufmachung der Sendung mehr als bescheuert...
~Caro

lucky_Nicole
16.04.2005, 13:06
Ich finde es besser, die Hündin darf mit ins Büro (dann auch in die Box), als die Stunden alleine zu Hause zu bleiben.

Und ich fand auch, dass das Frauchen viel zu oft bei der Arbeit die Hündin angesehen hat, so dass sie gar nicht zur Ruhe kommen KONNTE.

Wenn man das Anbinden am Anfang macht, die Hündin später von selbst den Abstand sucht, wenn sie Ruhe braucht, finde ich völlig okay.
Mir schien die Hündin in ständiger Anspannung zu sein. :-?

Man mus irgendwo anfangen, die Knoten zu lösen.

Die Sprechblasen fand ich allerdings auch völlig daneben.

lg
Nicole

mel
16.04.2005, 19:21
Ja, mit Sicherheit ist sie glücklicher, wenn Sie mit ins Büro darf und bei ihrem Frauchen sitzt, aber ich denke, man hätte das Problem auch auf eine andere Art und Weise lösen können und nicht, in dem man den Hund in die Transportbox einsperrt, wenn auch nur zeitweise.

Die Hündin war wirklich sehr klug und ich denke, sie hätte bestimmt auch andere Wege verstanden. Aber vielleicht war das für das Fernsehen einfach die schnellste Variante, um einen sichtbaren Erfolg vorzuheucheln....... :(

Natalie
17.04.2005, 01:16
Hallöchen zusammen!

Ich habe jetzt auch zum ersten mal in die Serie reingeschaut!
Allerdings eher neben bei...und dann ist mir schon halb die hutschnur hochgegangen!
Da war doch ein...stafford...oder auf jeden fall ein Kampfhund mit dem der Besitzer nicht gut zurecht kam. Worum genau es ging habe ich nicht ganz mit bekommen, aber etwas hat mich sofort gestört!
Das Herrchen sollte dem "super Frauchen" zeigen was sein Hund zu fressen bekommt. Folgendes bekam er: 500g rohes Fleisch, 1 Ei, etwas Trockenfutter, alles zusammen gemischt.
Ich habe mich gleich darüber gefreut dass der Besitzer scheinbar "etwas" auf die gesunde Ernährung schaut! Doch was sagt diese blöde "Hundeerziehern" Das Futter geht ja gar nicht...kein wunder das der Hund zu dick ist! Er bekommt ja viel zu viel Eiweiß...wir werden ihn sofort auf reines Trockenfutter umstellen.
Das fand ich so besch...das ich wieder weggeschaltet habe! Der Besitzer hat nicht mal protestiert.
Statt des rohen fleisches usw. entschied madam aber den hunden ab sofort rohe möhren als belohnung zu geben. schön und gut...wenigstens etwas frisches...nur...welcher Hund kann schon ganze rohe Möhren Stücke verdauen, mal ganz davon abgesehen das viele Hunde das so gar nicht als Leckerchen annehmen. Meiner zB liebt gekochte Möhren über alles...aber rohe ißt er höchstens mal aus langeweile am stück...und bekommt davon durchfall.
Na gut...ich merke das ich langsam voll zum BARF verfechter werde...aber das in dem Film fand ich echt so nicht ok!

Alles Liebe, Natalie

livarr
17.04.2005, 08:41
Und im Werbeblock liefen wieder die Filmchen von Masterfoot und co, richtig? Vernüftige Ernährung kann ja die Mainstream-Futterindustrie nicht zulassen, siehe auch das Importverbot für California Natural und Innova (die haben ihre Lobbyisten auch bei der EU Kommission sitzen).
Sorry, bin zynisch heute ...

Freyassegen :wink: Suse

Palti
17.04.2005, 09:52
also, ich habe alle folgen bisher gesehen und finde die folgen schon sehr gut. ich habe es bei akido ausprobiert und es geht erstaunlich gut muss ich sagen. hundeerziehung ist schon schwer und wer in der kindheit damit nicht anfängt hat es nachher umso schwerer. die transportbox bei dem hund im büro war als ruhepol gedacht und später haben sie das gitter auch aufgelassen, es hat alles wunderbar funktioniert auch den hund abzulenken. die sind schon extrem kompetent, am besten finde ich die dunkelhaarige aus münchen, die ist mega sympathisch und geht ganz toll mir tieren UND menschen um und hat irre erfolge. zu dem fressen des kampfhundes habe ich mich auch gewundert. naja, was quatsch war, war das öl über das futter aber alles andere war im grunde ok, vielleicht bissl viel nassfutter wenns zweimal gefüttert wird aber gar nicht gingen natürlich die kekse. dieses mal war ein großer hund auf dem bauernhof und dem wurde weglaufen und hühner reißen abgewöhnt, also ich bin schwer beeindruckt davon und auch was die körpersprache angeht bei den kampfhunden so hat die trainierin es sofort geschafft dass der hund nicht den schwanz einzieht. nicht jeder kann alles gut finden und ich finde man soll das erstmal besser machen!

den kommentar dass tierpsychologen nix können finde ich völlig unkompetent denn um ein tier oder auch einen menschen verstehen zu können und seine handlungen zu verstehen muss man seine psyche kennen und das können tierpsychologen ebenso wie psychologen für menschen. und niemand kann mir sagen dass alle psychologen nix taugen. der eine mehr, der andere weniger, vielleicht aber auch wenn die richtigen patienten zu den richtigen psychologen kommen.

also, ich studiere u.a. tierpsychologie und ich muss sagen, ich habe bereits einiges gelernt das ich bei akido anwende und es tatsächlich funktioniert dass sein verhalten verändert wird und das spielerisch!

Palti
17.04.2005, 10:13
@sabine - natürlich geht das alles nicht von heute auf morgen aber das weiß doch auch jeder dass im fernsehen nur die sachen gebracht werden wo es geklappt hat... logo.... aber ich hab es selbst ausprobiert und muss feststellen, es klappt erstaunlich schnell wenn man es versucht wie die zu machen.

Flatterratte
17.04.2005, 11:14
Leute, bedenkt doch bitte auch dass ein riesiger Anteil des Materials sowieso in der Tonne landet... ist doch klar dass nur das gezeigt wird was Einschaltquoten bringt.
Das Problem ist, wenn sich das jemand anschaut der keinen blassen Schimmer von Hundeerziehung hat wird ein völlig falsches Bild vermittelt.
"Boah...die haben das in 4 Tagen hinbekommen... dann muß das bei unserem Wuffi auch gehen" Und wenn nicht dann....
Damit sind weitere Probleme vorprogrammiert.

Ansonsten zu dem letzten Beispiel: Niemals haben sie in 4 Tagen einem 8 Monaten alten Hund mit diesen Problemen (Kinder jagen beißen, Hühner töten, nicht kommen etc) umerzogen. Dies so im Fernsehen darzustellen ist fahrlässig.
Eben, genau das meine ich. Es geht in diesem 4-Tage-Aha-Effekt völlig unter dass einfach kein Weg daran vorbei führt ein Hundeleben lang mit seiner Pelznase zu arbeiten. Schade eigentlich, aber was anderes kann man wohl nicht erwarten.

Palti
17.04.2005, 14:40
aber die sagen doch auch im film dass die leute jetzt alleine weiter üben müssen und dann zum schluss zeigen sie auch nochmal einen besuch was aus dem hund nach einer ganzen weile geworden ist... das ist nur kurz aber es zeigt auch, dass sich die besitzer kümmern müssen, das zeigen sie auch mit ihren regeln wie z.b. nicht auf die couch oder kein fressen bei tisch etc.

Palti
17.04.2005, 21:52
mir ist noch etwas eingefallen. fernsehen ist immer nur ein anreißen von bestimmten dingen oder themen. will man in die tiefe gehen muss man lesen oder studieren. das weiß jeder. jeder weiß auch dass ein film von 1,5 stunden nur eine zusammenfassung ist und nicht das leben wirklich nur 1,5 stunden dauert dass in dem film dargestellt ist.

was am superfrauchen wichtig ist, ist, dass die hundebesitzer wissen dass verhalten auch an ihnen liegt und die sich dafür interessieren werden entweder selbst sich weiterbilden oder aber einen tierpsychologen engagieren und dafür allein ist es wichtig. dass die menschen lernen umzudenken! ....

ich finde die sendung super und für den anfang hilfreich!

Flatterratte
18.04.2005, 08:48
aber die sagen doch auch im film dass die leute jetzt alleine weiter üben müssen und dann zum schluss zeigen sie auch nochmal einen besuch was aus dem hund nach einer ganzen weile geworden ist... das ist nur kurz aber es zeigt auch, dass sich die besitzer kümmern müssen, das zeigen sie auch mit ihren regeln wie z.b. nicht auf die couch oder kein fressen bei tisch etc.

richtig, aber meiner Meinung nach geht das zu sehr unter.
Ich find die Sendung selber auch nicht schlecht, finde aber dass man das ein oder andere mehr in den Vordergrund hätte stellen sollen. Vielleicht seh ich das auch etwas zu piesepampelig, aber wenn ich mir mal vorstelle ich hätte so eine Granate zu Hause und keine Ahnung von nix, verfälscht das eben das Bild.
Schau mal, du studiertst Tierpsychologie, bringst also schon ein Haufen Wissen mit, warum das jetzt so ist und nicht anders. Ich selbst fange ebenfalls in den nächsten (hoffentlich) Tagen an und mein Leben wird jetzt schon von Hunden, ihrem Verhalten, der Körpersprache usw bestimmt. Wenn man also schon etwas Wissen mitbringt ist das alles glasklar, aber sonst wirds schwierig.
Ich mache z.Zt. eine Art... naja ich will mal sagen Praktikum bei einer Verhaltenstherapeutin und da schlackert man echt mit den Ohren was da für Fragen gestellt werden. Aber das sind eben auch die Zuschauer die sich die Sendung ansehen. Es muß alles schnell gehen und für die nötige Konsequenz fehlt die Zeit oder die Leute haben keine Lust.

Palti
18.04.2005, 08:54
maren, ich hab grad mal nur die gene in der psychologie durchgenommen, von verhalten nicht die spur. das was die dort bringen zeigt einem laien dass er das verhalten seines hundes mit erziehung ändern kann und dass das immer am "besitzer" selbst liegt. DAS ist doch die botschaft des ganzen und wen es interessiert, der wird von sich aus ins detail gehen. ich habe 10 jahre beim film gearbeitet, man kann es nicht jedem recht machen, man muss in 1 stunde berichte zusammenfassen denn sonst fallen die zuschauer weg und das bedeutet verlust des geldes und außerdem der botschaft weil niemand mehr zuschaut....

klar gibts hier dies und das was nicht gefällt aber allen kann man nicht gerecht werden. fernsehen ist immer in allem eine zusammenfassung des besten. wie das auch ein lebenslauf o.ä. ist!....

Flatterratte
19.04.2005, 15:30
Nee, das ist schon richtig. Jedem recht machen kann man es nicht.
Meine Sorge ist eben nur dass die Leute mit ihren "Problemhunden" anfangen munter zu experimentieren, aber die eigentliche Ursache ihres Problems nicht erkennen und somit alles evtl. sogar schlimmer machen.
Wir waren gestern bei einem Paar mit einem Dackel der seine Leute richtig gut im Griff hatte. Herrchen hatte die Sendungen auch gesehen, erzählte munter davon und hatte sich einen Mix aus den verschiedenen Tipps zusammengestellt... aber eben völlig an dem eigentlichen Problem (nämlich ihm) vorbei.
Die Leute sehen das, begreifen vielleicht auch noch dass der Fehler bei ihnen liegt, aber Wissen eben nicht welchen Fehler sie machen. Da seh ich halt die Gefahr dass das mit dem ein oder anderen Hund in die Hose gehen kann.
Aber gut, da Donnerstag ja erstmal die letzte Folge läuft schauen wir mal ob es da eine Fortsetzung gibt ;)

Palti
19.04.2005, 20:27
klar reimen die leute sich alles mögliche zusammen aber das tun sie auch wenn sie bücher lesen. nur weil sie ein buch über hundeerziehung gelesen haben können sie nicht erziehen, da braucht es auch länger. solche sendungen dienen immer dem anstoß umzudenken und sich zu verändern und die einen werden einen guten weg finden und die anderen einen weniger guten, je nach begabung. so ist es doch mit allen dingen, mit der entwicklung der spiritualität usw.

Alikki
20.04.2005, 08:09
Hallo Maren,

ob es eine Fortsetzung gibt, weiß ich nicht - aber auf Vox (??) läuft dann jetzt irgendwann "Die Hundenannys" (oder so ähnlich ;) )

Das stand zumindest in den letzten Tagen irgendwann in der WAZ.

Flatterratte
20.04.2005, 09:37
klar reimen die leute sich alles mögliche zusammen aber das tun sie auch wenn sie bücher lesen. nur weil sie ein buch über hundeerziehung gelesen haben können sie nicht erziehen, da braucht es auch länger. solche sendungen dienen immer dem anstoß umzudenken und sich zu verändern und die einen werden einen guten weg finden und die anderen einen weniger guten, je nach begabung. so ist es doch mit allen dingen, mit der entwicklung der spiritualität usw.

ok... du hast mich überzeugt :garf:
Wahrscheinlich seh ich das einfach zu kritisch. Wenn die Leute anfangen über sich selbst nachzudenken ist ja auch schon viel erreicht. :)


Hallo Alikki

Oh.. da hab ich noch gar nix von mitbekommen. Danke für den Tipp.
Mal schauen wie das so abläuft.

Alikki
20.04.2005, 09:50
Nochmal Hallo Maren,

habe gerade mal bei Vox gestöbert:
http://www.vox.de/27480_35310.php (hoffe, das klappert...)

Samstag, 30.04.2005 um 19.10 Uhr kommt die erste von 4 Folgen.
Auf der Seite oben sollte noch mehr zu lesen sein - unter "Tierdokus" habe ich es gefunden :)

Rosenheimcop
22.04.2005, 11:25
Habe gestern "versehentlich" in die Superfrauchen gezappt, es lief gerade Eukanuba-Werbung. War aber schwer als Werbung zu entlarven, wenn man zufällig reinschaltet. Die "Message" dieses Spots war, wer Eukanuba füttert, kriegt intelligentere Hunde !!!!! Das hat mir dann gereicht, mit welchen Werbeaussagen kommen die noch???? Das ist ja fast wie früher bei den Waschmitteln, wo es dann irgendwann gar nicht mehr weißer ging....
Und ich bin sicher, es werden heute einige Eukanuba einkaufen gehen, weil - wenn es im Fernsehen kommt, muss es ja stimmen (unser Opa hat früher immer behauptet "was in der Bild-Zeitung steht, das stimmt!" :bpink: ).

Tja, dann geh ich mal... Hackfleisch (!) kaufen... :cat2:

LG Rosi

mel
22.04.2005, 11:58
In der Werbung wurde noch mit den essentiellen Fettsäuren geworben. Die machen Hunde schlau!!!!!! 8)

Ich fand die Sendung aber gestern ansprechender als die letzte Folge, da deutlich darauf hingewiesen worden ist, dass man in 4 Tagen keine Therapieerfolge erzielen kann. Ich war gestern doch sehr positiv überrascht.

Aber ich bin erschrocken, dass manche Menschen ihre so offensichtlichen Kommunikationsfehler gegenüber Hunden nicht erkennen können. Ich bin keine Hundebesitzerin, aber das habe selbst ich gesehen, was da schief gelaufen ist.

Flatterratte
22.04.2005, 19:53
Nochmal Hallo Maren,

habe gerade mal bei Vox gestöbert:
http://www.vox.de/27480_35310.php (hoffe, das klappert...)

Samstag, 30.04.2005 um 19.10 Uhr kommt die erste von 4 Folgen.
Auf der Seite oben sollte noch mehr zu lesen sein - unter "Tierdokus" habe ich es gefunden :)

Super, danke!
Die erste Folge werd ich wohl verpassen, aber mal schauen wie der Rest so ist

felidaja
03.05.2005, 12:49
Hallo!
Also jetzt möchte ich als TIERPSYCHOLOGIN auch nochmal was dazu sagen: Erstens gibt es verschiedenen Arten als Tierpsychologe zu arbeiten. Das was bei "Superfrauchen" gezeigt wird, ist für mich eigentlich eher nur ein Hundetrainer. Ich selber arbeite hauptsächlich auf naturheilkundlicher Basis. Dazu passt die Kombination mit der Tierkommunikation natürlich sehr gut. Ich beurteile den Zustand eines Tieres sowohl von seinem Verhalten als auch immer mehr nach dem, was sie mir vermitteln. Ich bin ja noch recht neu in der TK, habe aber bei der Arbeit immer mehr gemerkt, daß ich mit der reinen Verhaltenskunde nicht alles erklären kann. Und immer wieder kommt es bei Besuchen dazu, daß das Tier mir gegenüber ein anderes Verhalten an den Tag legt als vorher beschrieben. Sowohl positiv als auch negativ. Ich persönlich helfe auch am Liebsten bei wirklichen Verhaltensproblemen. Ist ein Hund nur falsch erzogen, gibt es genug Hundetrainer, die sich darauf spezialisiert haben. Da gebe ich auch gerne ab. Ich gebe natürlich auch Tips, aber so einen richtigen Umerziehungsplan wie bei "Superfrauchen" habe ich bisher nicht erstellt. Wie gesagt, da gibt es genug kompetente Hundetrainer, die das sicher besser können als ich. Das Blöde ist nur, daß die Leute oft einen Spießrutenlauf hinter sich bringen müssen. Die meisten Hunde sind schonmal in der Hundeschule gewesen. Dann haben aber entweder die Besitzer abgebrochen, weil´s ihnen nicht gefallen hat oder der Trainer hat sie gebeten zu gehen. Zum Glück gibt es hier eine Kollegin, die ich gerne weiterempfehlen kann. Denn es gibt leider auch viele "schwarze Schafe" unter dem Trainern, zu denen ich auch nicht gehen würde.
Zu dem Thema "TV-Sendungen" möchte ich noch was sagen: das Fernsehen macht die Story so, wie sie meinen, daß es den Zuschauern gefällt. Dabei wird viel Quatsch erzählt. Und man sollte auf gar keinen Fall alles glauben. Über TK und Tierheilpraktiker habe ich auch schon einmal einen Bericht gesehen, der echt abgefahren rüberkam. Viel "Hokuspokus" usw. Ich war echt geschockt, denn ich bin auch ausgebildete Tierheilpraktikerin. Und so wie es da gezeigt, arbeite ich bestimmt nicht.
Cu, Brigitte

Danica
27.10.2005, 09:22
Hallo,

hat zufällig Dienstag jemand auf VOX "Superfrauchen" geguckt?
Aaargh, mir sträuben sich da echt die Nackenhaaren, wenn ich da teilweise mit ansehen muß, wie dämliche manche Leute im Umgang mit ihren Tieren sind... Himmel hilf! Da können einem die Tiere bei solchen Haltern doch echt nur leid tun...!

Straciatella
27.10.2005, 09:29
...

Emma
27.10.2005, 22:27
hat zufällig Dienstag jemand auf VOX "Superfrauchen" geguckt?

Meintest Du die Superfrauchen auf RTL II montags o. die Tier-Nanny auf VOX dienstags?

War nur mal so ne Frage. Denn die 'Therapeutin' auf VOX - da standen mir tlw. die Nackenhaare zu Berge!

LG
Selina

Siegfrieda
28.10.2005, 06:46
Meintest Du die Superfrauchen auf RTL II montags o. die Tier-Nanny auf VOX dienstags?

War nur mal so ne Frage. Denn die 'Therapeutin' auf VOX - da standen mir tlw. die Nackenhaare zu Berge!

LG
Selina
Ging mir genauso. Von der Frau krieg' ich Bauchschmerzen. Erstmal macht sie immer total die Hundebesitzer runter, wenn die nicht dabei sind, das finde ich einfach nur frech. Die sind bestimmt schockiert, wenn sie den Beitrag sehen. Vornerum schleimt sie und hintenrum wird gelästert. Pfui. Und die Methoden, naja.... aber vielleicht kann ich das auch nicht so gut beurteilen, bin ja keine Tiertherapeutin.

Liebe Grüße
Anke

Danica
28.10.2005, 07:24
Meintest Du die Superfrauchen auf RTL II montags o. die Tier-Nanny auf VOX dienstags?

War nur mal so ne Frage. Denn die 'Therapeutin' auf VOX - da standen mir tlw. die Nackenhaare zu Berge!

LG
Selina

Dann meine ich die die Tier-Nanny, denn ich hatte es auf VOX gesehen.
Hammer, was da teilweise abgeht, oder?
Ich hab echt gedacht, der eine Hund bricht sich gleich alles, als er aus diesem Wohnwagen raus wollte und die Halter ihn gewaltsam rückgehalten haben.
Und dann am Ende der Sendung kam die Vorschau für die nächste Sendung über eine Frau mit Kind & Hund & total überfordert und da hab ich nur gesehen, dass der Hund an der Leine zog und die Frau ihm voll eins übergezogen hat vor laufender Kamera. Boooohr, das ging mir auch direkt schon wieder durch Mark und Bein.... Echt schlimm!
Ich habe beschlossen, mir solche Sendungen besser doch einfach nicht mehr anzusehen, wenn ich sie mal wieder beim durchzappen erblicken sollte...

Emma
28.10.2005, 09:52
Find ich auch schlimm sowas zu sehen. Teilweise denk ich immer: wenn die sich mal selbst sehen, dann würden sie anders reagieren. Aber bei der schwangeren Frau m. Kleinkind u. kläffendem/ziehendem Hund - ihre Reaktion war sicher nicht 'richtig'. Aber sie ist wirklich total überfordert. Ich kenn das ja auch mit kleinem Kind, nicht richtig geschlafen, u. sie ist noch hochschwanger u. dann noch ein Hund der ständig kläfft u. bellt.

Da ist im Vorfeld, bevor es so schlimm wurde, sicher einiges schief gelaufen u. es läuft weiter schief. Jetzt ist da nur noch Verzweiflung u. Hilflosigkeit in ihr. U. bei ganz vielen Menschen entsteht da eine Aggression, die leider irgendwann auch rausgelassen wird. Da kann der einzelne Mensch in dem Moment einfach nicht anders reagieren. Mit der richtigen Hilfe/Unterstützung sind das aber oft wunderbare Menschen, die 'unter normalen Bedingungen' wirklich so nicht reagieren würden. Ich frag mich nur, ob diese Therapeutin da die richtige ist? Sie macht ja nur recht kurze Termine (geht vielleicht auch nicht anders). In der Zeit kann sie nicht alles erklären u. auch nicht richtig beibringen. U. dann wundert sie sich, daß die Leute in ihrer Abwesenheit was 'falsch' machen. U. ihre Erziehungsmethoden mit Leinenruck, Sprayhalsband u. Rütteldose - naja. Dazu sag ich lieber nicht noch mehr. Das war halt mal so üblich in der Erziehung, aber inzwischen gibt es doch bessere Methoden der Hundeerziehung, ohne z.B. einen Hund (wenn auch nur gering) an der Leine zu ziehen, ständig lautstark zu bestrafen, einen unsicheren Hund weiter zu ängstigen o. einen sicheren Hund zu einem unsicheren zu machen. Mir fehlt da die Liebe, das Verständnis für den Hund u. die Körpersprache kommt dabei reichlich zu kurz.

LG
Selina

Siegfrieda
28.10.2005, 10:57
U. ihre Erziehungsmethoden mit Leinenruck, Sprayhalsband u. Rütteldose - naja. Dazu sag ich lieber nicht noch mehr. Das war halt mal so üblich in der Erziehung, aber inzwischen gibt es doch bessere Methoden der Hundeerziehung, ohne z.B. einen Hund (wenn auch nur gering) an der Leine zu ziehen, ständig lautstark zu bestrafen, einen unsicheren Hund weiter zu ängstigen o. einen sicheren Hund zu einem unsicheren zu machen. Mir fehlt da die Liebe, das Verständnis für den Hund u. die Körpersprache kommt dabei reichlich zu kurz.
Und ich dachte schon, ich bin vielleicht zu verweichlicht. Es beruhigt mich, dass es da noch jemandem so geht.

Liebe Grüße
Anke

Straciatella
28.10.2005, 11:05
...

Siegfrieda
28.10.2005, 11:34
Geht es euch auch so, dass ihr bei manchen Fällen den schreienden Drang verspürt, eine professionelle TK zu empfehlen? Mir geht es oft so, jetzt nicht nur im Fernsehen, sondern auch "im richtigen Leben".

Gerade bei ängstlichen Hunden bin ich oft mit den Erziehungsmethoden nicht einverstanden. Der Hund wird förmlich gezwungen, sich der Situation auszusetzen, dabei muss das nicht sein. Timo war ja anfangs auch so ein Extremfall, man konnte sich ihm nichtmal auf 1m nähern, da hat er Panik gekriegt. Ok, zum Gassi gehen musste ich ihn in die Ecke drängen, sonst hätte er mir in die Wohnung gemacht, aber ansonsten habe ich ihn von alleine Vertrauen fassen lassen und das hat auch gut geklappt. Manchmal denke ich mir, die Leute sind zu ungeduldig.

Ich behandele mein Tier wie einen "erwachsenen Menschen". Viele unterschätzen wohl auch die Intelligenz der Tiere und wundern sich, warum diese dann unerwünschtes Verhalten zeigen. Wie in der "menschlichen" Erziehung kommt es auf Vertrauen und Konsequenz an. Und es darf nicht an Liebe fehlen. Ich hab schon so viele Bücher über Hundeerziehung gelesen und bin letztlich mit meiner Methode "nach Gefühl" am besten gefahren.

Oder was mich auch aufregt, ist, wenn die Leute von ihrem Tier erwarten, dass es wie ein Roboter 100% funktioniert und immer alles richtig macht. Das würde man doch von einem Menschen auch nicht erwarten! Solche Fälle schreien auch nach TK, damit die Menschen mal kapieren, was das Tier sich eigentlich dabei denkt.

Liebe Grüße
Anke

Cute-Cat
28.10.2005, 11:48
Oder was mich auch aufregt, ist, wenn die Leute von ihrem Tier erwarten, dass es wie ein Roboter 100% funktioniert und immer alles richtig macht. Das würde man doch von einem Menschen auch nicht erwarten! Solche Fälle schreien auch nach TK, damit die Menschen mal kapieren, was das Tier sich eigentlich dabei denkt.

Hmm... ich weiß nicht, aber dem stehe ich etwas skeptisch gegenüber, ich glaube die wenigsten Menschen die so mit ihren Hunden umgehen, wären von TK zu überzeugen... Kann auch sein, dass ich das zu pessimistisch sehe, wär ja schön wenn man doch ein paar wenige Leute überzeugen könnte. Aber ich denke mal um an TK zu glauben, setzt man ja voraus, dass ein Tier seine eigenen Wünsche, Träume, Vorstellungen und Bedürfnisse hat die über Fressen, Schlafen etc. hinausgehen. Wäre diese Sichtweise bei diesen Menschen schon vorhanden, dann würden sie die Tiere nicht so behandeln. Aber diese Sichtweise kann man nicht erzwingen indem man dem Menschen die Wünsche und Gedanken seines Tieren, die man über TK erfahren hat, erzählt ... glaub ich zumindest :oops:

Ich hab auch schon zwei dieser "Hunde-Korrektursendungen" gesehen. Ich habe zwar weder selbst einen Hund und auch noch nie einen erzogen aber das Verhalten der Personen das ich in den Sendungen gesehen habe, erschien mir schon mit dem gesunden Menschenverstand absolut verkehrt. Da wunderte es mich nicht, dass sie mit ihren Tieren nicht mehr klarkamen. Oder es wird für die Sendung extra aufreißerischer dargestellt als es in Wirklichkeit ist. Wenn's langweilig wäre schaut ja kein Mensch mehr zu.... :-?

Herzliche Grüße :floatingheart:
Sandra

Emma
28.10.2005, 20:02
magst du ein paar Alternativen erzählen? Ich kenne das nur von früher mit Rucken am Halsband usw und neuerdings von den Supernannies mit Rütteldose und Sprayhalsband.

Wie würdest du das machen?

Mach ich gern, ist aber ziemlich von der Ursache abhängig, daher kann ich das nicht so ganz schnell mal eben eintippen. Für jeden Hund muß man da genau schauen, was am besten ist. Ich werd mal ein paar Beispiele schreiben, aber heute schaff ich es nicht mehr (mein Mann wartet in der Badewanne auf mich) :doppelwub: U. das Wochenende wollen wir endlich mal ein wenig 'nur Familie' sein. Aber ich werd auf jeden Fall mal was schreiben. Ich hoffe Du hast noch etwas Geduld. :)

Sicher passen auch nicht jedem meine Vorstellungen von Hundeerziehung u. wahrscheinlich ist das auch in ein paar Jahren wieder völlig überholt. Aber egal.

@Anke
Also mit der TK, das find ich eigentlich auch. Aber bei vielen dieser Leute müßte man das vielleicht etwas verpacken u. versuchen ihnen zu zeigen, wie sie sich in solchen Situationen fühlen würde. Sandra hat da schon Recht. Die meisten würden es einfach nicht glauben wollen. Also quasi Hundepsychologe o. Hundeerzieher, der zwar TK kann u. durchführt, es aber den Leuten 'anders' rüberbringt.

Euch allein ein schönes WE!!!
Alles Liebe
Selina

moneypenny
29.10.2005, 07:53
Liebe Selina,

ich fände es total Klasse, wenn du ein wenig über deine Methoden der Hundeerziehung berichten könntest. Vielleicht ein eigener Thread, wo sich viele einbringen können? es gibt hier, scheint es, noch mehr erfahrene Hundeerzieher und ich bin im Moment auch so ein Kandidat, der kurz vor dem absoluten Blackout steht, weil unser Money-Hund sich Dinge angewöhnt hat, mit denen ich kaum noch klar komme. Wenn es soweit ist, mit dem Thread, berichte ich gerne genaueres. Erst gestern haben wir uns entschlossen, in die einzige professionelle Hundeschule zu gehen, die es hier weit und breit gibt. Allerdings habe ich große Bauchschmerzen dabei, denn die Methoden dort entsprechen überhaupt nicht meinen Vorstellungen. Aber wir wissen uns fast nicht mehr zu helfen. Und das ist dann die Kehrseite der Medaille: man kann nicht immer nur die Hundebesitzer verurteilen, dennoft gibt es keine Möglichkeiten, sei es aus finanziellen Gründen, Zeitgründen oder einfach weil es keine Möglichkeiten gibt, warum man professionelle Hilfe nicht in Anspruch nehmen kann. Wir sind seit Anfang an in Welpenspielstunden und diversen Hundevereinen....kein einziger Hundetrainer konnte die Problematik, die wir haben, klären. Die Übungsstunden sind uneffektiv und wenig hilfreich. Aber bis auf besagte Hundeschule haben wir jetzt alles ausgeschöpft und es wurde schlechter, statt besser.

Also, wenn du und andere können, würde ich sehr gern mein Problem zur Diskussion stellen und hoffe, ohne gleich verurteilt zu werden, auf Unterstützung. Sehr, sehr gern. LG Maja

lucky_Nicole
29.10.2005, 08:13
Hallo Maja

Mach doch mal einen neuen Thread auf und schreibe, welche Probleme es bei euch gibt.

Wir sind seit Anfang an in Welpenspielstunden und diversen Hundevereinen....kein einziger Hundetrainer konnte die Problematik, die wir haben, klären.

Das Verhalten kann verschiedene Ursachen haben.

Oft muss man auch "hinter die Kulissen" schauen und dann sieht man, was im Alltag "im Argen" liegt.
Oft sind es Sachen, die einem selbst gar nicht auffallen.

Ein Buchtipp:
* Mit Hunden sprechen von Jan Fennell

Liest sich sehr gut, auch wenn sie meint, IHRE Methode wäre die einzig wahre. Da muss man ein bißchen drüber hinweg sehen.
Sie erklärt wie die Wölfe im Rudel leben und wie sich dadurch auch einige Probleme der Haushunde erklären.
Sie beschreibt auch ihre eigenen Fehler, die sie anfangs mit ihren eigenen Hunden machte. Das macht sie sehr sympathisch.

Das Folgebuch Mit Hunden leben ist eine Fortsetzung des ersten Buches, wo sie über Problemlösungen schreibt, die im ersten Buch nicht zur Sprache kamen und das sie aufgrund vieler Briefe und weiterer Anfragen schrieb.

Hier sind einige Rezensionen zu dem Buch: *klick* (http://www.amazon.de/exec/obidos/tg/stores/detail/-/books/3548364543/customer-reviews/302-2694993-7172831)

Es stimmt, dass sie fast ausschliesslich das "Dominanzproblem" in den Vordergrund stellt.
Aber wenn man sich davon etwas loslöst, sieht man, dass es doch bei vielen Hunden erfolgreich ist, ihnen einfach Sicherheit zu geben, in dem man feste Regeln aufstellt.

Ich habe eine Bekannte, deren Hündin im Ort sehr unsicher und ängstlich ist. Die Bekannte verstärkt das noch, indem sie immer schaut, ob nicht irgendwo etwas ist, wovor die Hündin Angst haben könnte.
Würde diese Bekannte locker und nicht-angespannt durch den Ort gehen und der Hündin signalisieren, dass sie selbst alles im Griff hat und nichts bedrohliches im Ort ist, wäre die Hündin auch entspannter.
Nach einiger Zeit sollte die Hündin dann die nötige Sicherheit haben, um angstfrei im Ort zu laufen.
Hier wäre "Dominanz", dass die Bekannte einfach nur Sicherheit und Gelassenheit als "Rudelführerin" ausstrahlt.

lg
Nicole

Siegfrieda
29.10.2005, 09:50
Ich habe eine Bekannte, deren Hündin im Ort sehr unsicher und ängstlich ist. Die Bekannte verstärkt das noch, indem sie immer schaut, ob nicht irgendwo etwas ist, wovor die Hündin Angst haben könnte.
Würde diese Bekannte locker und nicht-angespannt durch den Ort gehen und der Hündin signalisieren, dass sie selbst alles im Griff hat und nichts bedrohliches im Ort ist, wäre die Hündin auch entspannter.
Nach einiger Zeit sollte die Hündin dann die nötige Sicherheit haben, um angstfrei im Ort zu laufen.
Hier wäre "Dominanz", dass die Bekannte einfach nur Sicherheit und Gelassenheit als "Rudelführerin" ausstrahlt.

Das Problem hatte ich mit Timo auch. Da er ja eingesperrt gelebt hatte, kannter er nichts und dementsprechend hatte er Panik vor allem, was ihm draußen begegnete. Mit der Methode "einfach ignorieren und fröhlich weiter gehen" bin ich gut gefahren. Nun hat er nur noch Angst vor Lastwagen, da bleibt er stehen und duckt sich, wenn sie vorbei fahren. Damit kann ich leben, zumal Timo, wenn sie an der Ampel stehen, auch brav mit mir an den Lkws vorbei läuft. Aber ich kann schon verstehen, dass viele im ersten Moment eher dem Hund gut zureden würden, das ist nunmal der erste Impuls, wenn man sein Tier liebt.

Liebe Grüße
Anke

Straciatella
31.10.2005, 08:20
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Emma
02.11.2005, 22:23
Zum Teil fand ich die Methoden bei den Superfrauchen/Hundenanny interessant und gar nicht so schlecht.

Ich finde z.B. auch den Menschen aus "Eine Couch für alle Felle" gut. Mir fällt aber grad der Name nicht ein.

Diese Leute haben der bisherigen Methode, Hunde zu erziehen, eine neue Wendung beschert. Und wenn du jetzt noch mehr/bessere Methoden kennst, würde ich mich freuen, neues zu lernen! :-)

Oh - jetzt muß ich doch mal was richtig stellen. Hab mich da in der Eile vielleicht etwas dumm ausgedrückt. 'Meine' Methoden sind nicht von mir erfunden/erarbeitet, sondern von anderen guten Therapeuten/Trainern/Beobachtern zusammengesucht, überdacht, mehr o. weniger übernommen u. umgesetzt. Ich selbst bin auch kein Profi, aber ein genauer Beobachter u. großer Denker. Ich weiß leider auch nicht auf alles eine Antwort.

Was ich nicht so toll finde, sind die Methoden der 'Tier-Nanny' auf Vox. Am Ende erreicht sie ja das eigentliche Ziel, aber irgendwie teilweise über Umwege, die man dem Hund u. dem Menschen ersparen könnte. Mit der schwangeren Frau, Kleinkind u. Hund hab ich mich vertan - die kam bei den Superfrauchen u. nicht bei der Tier-Nanny. Die Superfrauchen (RTL II) find ich selbst super, vor allem weil sie so ziemlich den ganzen Tagesablauf mal mitbekommen u. so die Hintergründe/eigentlichen Ursachen der Probleme erkennen können. Auch Martin Rütter (E. Couch f. a. Felle) ist ein guter Trainer, aber er ist eben auch nur recht kurz bei den Hunden mit ihren Menschen u. kann manches bei der kurzen Zeit einfach nicht erkennen o. es den Menschen manchmal nicht so rüberbringen, daß sie es verstehen (wenn ich da z.B. an den Dobermann Bill denke). Aber er macht es sehr gut u. erreicht viele Menschen mit 'seinen' Methoden. Das find ich furchtbar wichtig.

Oft muss man auch "hinter die Kulissen" schauen und dann sieht man, was im Alltag "im Argen" liegt.
Oft sind es Sachen, die einem selbst gar nicht auffallen.

Da kann ich nur zustimmen u. auch andere wichtige Punkte hast Du schon genannt. Ganz viele Probleme entstehen dadurch, daß dem Hund die Führung fehlt. U. zur Führung zählen eben vor allem auch Schutz bieten u. für Ruhe sorgen, aber auch für die Aufgabenverteilung. So richtige Anleitungen zur Erziehung o.ä. kann man eigentlich erst geben, wenn man die Probleme u. alles Drumherum gesehen hat. Man kann höchstens so allgemeine Dinge mal auflisten.

@Maja
Hast Du schon einen Thread aufgemacht? Ich muß gleich mal schauen.

Man kann sicher darüber diskutieren - ob man wirklich helfen kann, weiß ich leider nicht. Kann sein, daß das nur geht, wenn sich die Sache mal ein erfahrener Therapeut ansieht. Hier gibt es noch einige im Forum, die auch mit Hunden zu tun haben u. die oft wirklich gute Tipps geben können. Ich persönlich bin (noch) kein richtiger Therapeut, hab bisher nur meine Hündin 'umerzogen' (bzw. bin noch dabei) u. Freunden u. Bekannten schonmal weitergeholfen mit ihren Problemhunden. Meist stellte sich dabei heraus, daß die Hunde eigentlich Problemmenschen hatten. Da gab es eigentlich nur so Mißverständnisse. U. wenn man dann mal versucht hündisch zu denken, dann ergibt sich vieles von selbst.

Mal sehen, ob noch welche vom Forum Lust haben mit zu diskutieren o. Tipps zu geben. Ich bin immer offen für neue Denkansätze.

Alles Liebe
Selina