Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fleischessen und Tierkommunikation
Silverlight
27.08.2004, 16:36
Hallo,
das Thema das durch Silith aufkam find ich generell sehr interessant.
Fleisch oder nicht.
Wie haltet ihr das in euren Essensgewohnheiten /Gelüsten?
Wie gesagt, ich wechsel so alle paar Jahre (und manchmal mehrmals im Jahr) zwischen vegetarisch und dann wieder (Bio)Fleischessensphasen....
In Zusammenhang mit der Tierkommunikation finde ich das ein spannendes Thema.....und ich würde mich über eure Sicht der Dinge und ein "Outing" freuen.... :)
Liebe Grüße
Silverlight
Hallo
also ich muss gestehen ich bin keine Vegetarierin. Auch wenn ich nicht viel Fleisch esse, so esse ich es doch. Ich bewundere alle Menschen, die vegetarisch Leben - nachdenken was mit den armen Tieren passiert darf ich allerdings nicht.
Zerknirrschte Beate
StarFire
27.08.2004, 22:03
Hi,
ich esse wenig Fleisch und komme auch sehr lange ohne aus. Wenn mein Körper mir aber sagt, daß er jetzt gerne ein saftiges Steak haben will, dann bekommt er das auch. Das gleiche gilt für Fisch.
Ansonsten bin ich größtenteils Hathors Meinung. Jedem das, was er braucht. Es gibt Leute, die kommen ohne Fleisch aus, andere brauchen gelegentlich Fleisch und wieder andere sind regelrechte Fleischfresser.
In Silith's Thread habe ich noch einen Artikel gepostet, den ich recht interessant finde - auch wenn ich nicht weiß ob die Theorie stimmt:
Die Entstehung der Blutgruppen nach D´Adamos Blutgruppendiät:
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Die Blutgruppe 0
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hat sich vor 40.000 Jahren entwickelt, die Menschen haben sich damals hauptsächlich von erlegten Tieren und wild wachsenden Früchten ernährten. Dementsprechend brauchten sie ein Verdauungssystem, das optimal Fleisch verdauen konnte. Die Blutgruppendiät folgert daraus, dass es Menschen des Typs 0 am besten geht, wenn sie Fleisch essen und auf Milch, Kartoffeln und Weizen verzichten, da es dieses damals noch nicht gab. Da diese Menschen direkt von den Jägern und Sammlern abstammen, eignen sich aggressive und sehr anstrengende Sportarten für sie ganz besonders.
Die Blutgruppe A
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entwickelte sich vor ca. 20.000 Jahren. Zu der Zeit, als sich der Ackerbau etablierte. Entsprechend gut werden Getreideprodukte vertragen. Typ A geht es gut mit vegetarischer Kost und pflanzlichem Eiweiß. Kartoffeln sollte er meiden, verboten sind außerdem Milch, Butter und tierische Fette.
Träger der Blutgruppe B
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haben sich vor ca. 10.000 bis 15.000 Jahren im Himalaja entwickelte. Die Mongolen hüteten Tiere und dürfen, weil besonders anpassungsfähig, nahezu alles essen. Als einziger Typ verträgt er Milchprodukte.
Die Blutgruppe AB
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soll sich erst vor 1000 Jahren entwickelt haben durch die Vermischung von den Ackerbauern und den Mongolen. Träger dieser Blutgruppe sollen eine Art Mischkost aus A und B zu sich nehmen. Da Menschen mit der Blutgruppe AB keine A- und B-Antikörper im Blut besitzen, sind sie besonders geschützt gegen Autoimmunerkrankungen, weil das Immunsystem weniger stark ausgeprägt ist. Da damit auch die Gefahr für die Ausbreitung von Krebszellen einhergehen soll, schlägt D’Adamo (Entwickler der Blutgruppendiät) vor, vermehrt tumorhemmende Nahrungsmittel zu verzehren. Der AB-Typ kann Fleisch schlecht verdauen, braucht es aber und sollte deshalb kleine Mengen zu sich nehmen. Als Proteinspender eignet sich Tofu. Weizen und Milch sollte er meiden.
StarFire
Silverlight
27.08.2004, 22:49
Hallo,
vielen Dank an alle die ausführlich Ihre Sicht und Meinung dazu dargelegt haben. Ich finde nach wie vor dass es ein spannendes Thema ist.
Das schlachten ist einfach etwas grauenvolles und müsste ich selbst Tiere töten, ich könnte kein Fleisch mehr essen.
Kann natürlich aber nicht sagen, was in einer Notsituation wäre....(also ehe ich verhungere).
Und so, finde ich es halt immer etwas arg, also mir selbst nicht vorstellen zu können dass ich ein Tier töten kann - aber das Fleisch halt gerne essen, schön verpackt und Bio-ettiket drauf. Beruhigt das Gewissen etwas und......
Die Zeiten in denen ich kein Fleisch aß, waren immer Zeiten in denen ich sehr glücklich war - also ich fühlte mich sehr gut dabei, das eigene Energiefeld schwingt anders ob ich Fleisch esse oder nicht.
Doch wenn mein Verlangen nach Fleisch da ist (und zur Zeit eine Phase in der es besonders stark da ist, so wie lange nicht mehr), dann glaube ich dass mein Körper es auch irgendwie braucht.
Was ich immer mache, vor jedem Essen, dass ich es mit meinen Händen segne und meinen Danke gebe an alle Lebewesen die daran beteiligt waren, dass ich das jetzt essen kann.....
Ich denke das Wichtigste ist, der Seele des Tieres dessen Fleisch man isst, Achtung und Dank entgegenzubringen.
Es ist ja grundsätzlich so eine Sache auf der Erde - mit dem töten.
Ich frage mich wohin wir uns entwickeln und ob/ bezw. mehr wann - wir das schlachten sein lassen.....und was dann sein wird.....
Es gibt ja diese Bewusstseinsanhebung auf Erden - und dass wieder mehr und mehr Menschen Tierkommunikation lernen, ist ein Teil dessen -
vielleicht ist aber das wichtigste ganz einfach, mehr und mehr Bewusstheit in alles zu bringen was wir tun.
Was immer wir tun oder lassen.
Liebe Grüße
Silverlight
Silverlight
27.08.2004, 22:51
In Silith's Thread habe ich noch einen Artikel gepostet, den ich recht interessant finde - auch wenn ich nicht weiß ob die Theorie stimmt:
Hab mich lang damit beschäftigt und es auch praktiziert. Hat sicher etwas! Aber letztlich auch nur eine Halbwahrheit denke ich inzwischen....
Ich bin A - dürfte also kein Fleisch essen, dürfte eigentlich fast all das was ich liebe nicht essen...:),
schon allein deshalb denke ich - es ist nur eine Halbwahrheit..... :D
Alles Liebe
Silverlight
Sag mal Katja, hast Du schon mal schlechte Erfahrungen mit Vegetariern gemacht? Wirkt irgendwie so.
Na ja, also ich bin jedenfalls überzeugter Vegetarier. Seid ich zwölf Jahre alt bin. Und ich komme aus einer ziemlichen Fleischesserfamilie, zumindest damals. Meine Mama hat mich gleich zum Arzt geschleppt, der meinte aber, dass das ok ist und so musste meine Familie mit ihrer eigensinnigen Tochter leben. Und ich muss sagen, ich bin sehr stolz auf mich!! Keine Angst, ich bin kein "weißt Du eigentlich was Du da isst Vegetarier", ich mag ja auch nicht, wenn mich jemand über Mäuse in Getreidefabriken aufklärt, während ich meine Frühstückssemmel esse ;). Aber ich habe mich in der Zeit vor BSE, als Du in Bayern als Vegetarier im Restaurant gerade mal einen Salat bekommen hast (und wenn Du Pech hattest war da auch noch Speck drin) durchgesetzt und das finde ich eine Leistung.
Ich bin auf dem Bauernhof von meinem Onkel aufgewachsen und ich habe unsere Kühe geliebt. Ich wollte immer ein Pferd, weil ich das nicht bekam, hatte ich eine Reitkuh. Eines Tages war die weg. Meine Eltern erklärten mir, die wäre verkauft worden und ich suchte jahrelang auf jeder Weide nach meiner Karoline. Bis mir jemand erklärte, dass "verkauft" die nette Bezeichnung für geschlachtet war. Da habe ich aufgehört Rindfleisch zu essen. Dann habe ich zwei Küken großgezogen und mir wurde der Zusammenhang zwischen dem Brathendl und meinen Hühnern bewusst, also habe ich aufgehört Huhn zu essen ;). Mit zwölf habe ich dann beschlossen, dass es Diskriminierung ist Schweine zu essen, nur weil ich keines persönlich kenne und fortan war ich Vegetarier. Ich finde Unterteilungen da ohnehin albern. Ob man Hunde, Katzen oder Kühe ist, finde ich einerlei. Ich würde höchstens zwischen Tieren die ich kenne und Tiere die ich nicht kenne unterscheiden, aber das ist wohl noch mal ein anderes Thema.
In den letzten vierzehn Jahren habe ich so manche Debatte über Fleisch geführt. Heute bin ich erwachsener :D und lasse mich darauf kaum mehr ein. Auch die Frage warum ich kein Fleisch esse beantworte ich nur noch selten. Ich bin die ganzen Argumente leid :oops: Mein missionarischer Eifer ist wohl verklungen. Aber ich kann mich immer noch tierisch aufregen, wenn mir Leute Fleisch untermischen wollen, wenn ich wieder "der Rasen müsste noch gemäht werden" Witze höre oder Leute allen Ehrgeiz darin setzen, mich zur "Vernunft" zu bringen. Dann kann ich auch mal einen auf "gemeiner Vegetarier" machen :oops:
Ich muss auch sagen, dass ich immer Eisenmangel hatte, bis ich aufgehört habe Fleisch zu essen. Und das obwohl ich zur seltenen Gattung der Puddingvegetarier gehöre. Ich hab mich also nie mit Ernährung beschäftigt und esse für mein Leben gerne Süßigkeiten (und Nahrungsergänzungsmittel und Co. habe ich auch noch nie genommen). Aber ich habe gelernt auf meinen Körper zu hören und der steuert das ganz gut. Meine Werte sind seid Jahren in Ordnung. Momentan mag ich keine Milch und keine Eier. Auch gut, dann halt nicht. Nur eins weiß ich, Fleisch mag mein Körper nicht mehr. Das letzte Mal als mir ein Scherzkeks pürierte Innereien ins Essen gemischt hatte, hat sich mein Magen drei Tage nach außen gewendet. Vielen Dank auch.
Und ich finde auch das gute alte Tischgebet (natürlich religionsunabhängig) eine toll Einrichtung, aber immer denke ich nicht dran :oops:. Aber ich finde auch, dass man auch den Pflanzen danken sollte!
Ich glaube übrigens, dass die Menschheit irgendwann aufhören wird Fleisch zu essen, wie das dann funktioniert, weiß ich nicht, aber dass es so ist, da bin ich mir ziemlich sicher.
Liebe Grüße, Sharana
Also ich esse Fleisch, wenn mir danach ist und ich lasse es, wenn ich es grad nicht mag!
Bin eher der Salat und Gemüse-Fan.
Da ich AB hab, müßte ich Milch meiden? Da streike ich, denn dann müßte ja mein abendlicher Kakao ausfallen! Das geht nicht!
Geh jetzt gleich mal einen kochen!
LG Bettina
Hallo Katja,
ich bin sicher, dass noch mehr Beiträge kommen, aber am Wochenende (und dazu noch an einem mit schönem Wetter) ist halt immer wenig los.
Das mit dem Labkraut wusste ich übrigens noch gar nicht. Kommt daher auch der Name? Oder hat das Lab der Kälber den Namen vom Labkraut?
Ich hatte tatsächlich ein bisschen den Eindruck, dass Du etwas gegen Vegetarier hast, deswegen habe ich noch mal nachgefragt. Aber vielleicht bin ich da inzwischen auch etwas überempfindlich ;). Oder sagen wir besser, extrem sensibilisiert :). Es sind nur so Sachen wie "die begriffen haben, daß es ganz ohne tierisches Eiweiß in der menschlichen Ernährung nicht geht." an denen ich mich gestoßen habe. Oder dass Vegetarier dafür verantwortlich wären, dass Regenwälder abgeholzt oder Bauern arbeitslos werden würden.
Ich gebe offen zu, dass ich es mir nicht mehr vorstellen könnte, Fleisch zu essen und für mich ist Fleischessen vermutlich so, wie für viele andere gegrillte Heuschrecken oder so, ich finde es einfach total unappetitlich. Aber ich weiß auch, dass das für die meisten Menschen nicht so ist und ich versuche jeden so zu akzeptieren wie er ist. In meinem Weltbild gibt es eigentlich kein Richtig oder Falsch und ich kann Entscheidungen ohnehin immer nur für mich alleine treffen. Ich glaube das ist auch der Grund warum ich eigentlich nicht mehr versuche über solche intimen Dinge wie Religion, Lebenseinstellung oder auch Fleischessen (weil es ein Teil der Lebenseinstellung ist) zu diskutieren. Ich habe dafür früher immens viel Zeit und Kraft aufgewendet und im Endeffekt war ich im Nachhinein nur enttäuscht, manchmal sogar verletzt. Vielleicht habe ich solche Diskussionen auch einfach schon zu lange geführt ;).
Und klar ist Vegetarier sein für mich auch Verzicht, na gut, heute nicht mehr, aber am Anfang schon. Ich habe Schnitzel geliebt und Currywurst und Blutwurst. Ich habe ja nicht aufgehört das zu essen, weil ich es mir nicht mehr geschmeckt hat. Aber meine Aussage bezog sich eigentlich gar nciht auf den Verzicht, sondern auf die Steine die einem in den Weg gelegt werden, wenn man mit 12 in Bayern Vegetarier wird. Mein Papa bietet mir auch heute noch (nach über 14 Jahren!!) mindestens einmal die Woche Fleisch an mit den Worten "werd doch mal vernünftig". Was wir damals Kämpfe gefochten haben, kann man sich kaum vorstellen. ;) Vegetarier gab es damals ja ncoh so gut wie keine. Und zumindest meine Familie hielt die Idee auch für ziemlcih abwegig. Trotzdem habe ich mich durchgesetzt. :D Tja und darauf bin ich stolz!
So, jetzt hoffe ich, dass Du mich nicht falsch verstanden hast. Klar, kann man darüber diskutieren und das ist sogar sehr gut so! Und weder gegen das Austauschen von Fakten noch gegen die Fleischesser hat sich mein Beitrag gerichtet. Mir fehlt nur (momentan) die Kraft für solche Diskussionen. Zumal es bei einem so emotionalen Thema auch schwierig ist, sachlich zu diskutieren. Also meine Gründe kein Fleisch zu essen sind jedenfalls völlig emotional und schon von daher nicht für eine sachliche Diskussion geeignet ;).
Liebe Grüße, Sharana
also bei mir ist es auch so, dass ich Fleisch esse. Zwar nicht viel, aber ich esse es! Irgendwo habe ich auch mal gelesen dass man wenn man Fleisch ißt, TK nicht machen kann bzw. dass es nicht klappt. Aber da ihr ja auch teilweise Fleisch eßt und TK könnt scheint das ja nicht unbedingt zu stimmen! :)
liegrü Aranka
Silverlight
29.08.2004, 15:03
Hi,
also ich merk hier grad wieder, dass das einfach ein "heisses" und emotionales Thema ist, Fleisch essen und kein Fleisch essen....
Ich hab mich grad gefr agt, warum das (überhaupt) ein Thema ist (und nicht einfach alle das essen, was sie gerne essen und warum es so ein emotionales Thema ist.
Als ich ein paar Jahre voll vegetarisch gelebt hab (liegt gut 15-17 Jahre zurück, damals gabs in Gasthäusern auch noch keine kleinen Extragerichte ohne Fleisch, war also echt mühsam) - da wurde ich auch sehr angegriffen von Fleischessern. Also teils angegriffen, teils belächelt, teils als Irre hingestellt und viele, viele FleischesserInnen versuchten mich davon zu überzeugen, dass Fleisch essen einfach zum menschlichen Dasein dazugehört.
Ich hab mich oft gefragt ob das bei FleischesserInnen manchmal so eine emotionale Ladun hat, weil sie tief innen eigentlich ein schlechtes Gewissen haben das für ihre Nahrung geschlachtet /getötet wird?
Ich weiss es nicht, warum sonst hat es so einen emotionalen Gehalt......was denkt ihr?
Das würde mich echt interessieren.
In den Jahren, in denen ich ohne Fleisch gelebt hab, konnte ich mir nicht mehr vorstellen jemals noch Fleisch zu essen. Es ekelte mir je länger ich es nicht aß. Es stank nach Leiche.....kanns nicht anders sagen.
Aber das kam wie gesagt erst nach ca. 1 Jahr Abstinenz.
Als ich später wieder begann Fleisch zu essen, konnte ich das auch nur ganz langsam.....
Jetzt zur Zeit fehlt mir Fleisch wenn ich ein paar Tage keines esse.....
Ich ess jedoch keine Wurst und meist Geflügel (bio), aber ohne Fleisch ging zur Zeit nur unter Qual und das ist sicher nicht Sinn der Sache...:-)
Oder ein wirklich gutes Bauerngeselchtes mit frischem Krenn, mmmmh find ich einfach oberlecker und war das was mir sicher am meisten oder ehesten gefehlt hat, als ich fleischlos gelebt hab.
Worauf ich jetzt schon urlang mal Lust hab ist ein Steak.
Da hab ich allerdings meine Probleme, da in Steakhäusern das Fleisch halt doch aus normaler Massentierhaltung kommt und auch wenn bio nicht gleich optimale Lebensbedingungen für Tiere inkludiert, ist es doch zumindest eine starke Verbesserung aus meiner Sicht.
Nun also nochmal meine Frage, was denkt ihr weshalb das so ein emotionales Thema ist, (oft von beiden Seiten so aufgeladen).....
Mit sonntäglichen Gartengrüßen
Silverlight
Hallo zusammen,
merkt man eigentlich, dass mir das Thema doch sehr am Herzen liegt :lol:
Liebe Katja, was Du über das Labkraut erzählst und über die Entstehung der Käserei an sich, finde ich sehr interessant, das wusste ich so noch gar nicht!
Und ich habe mich auch nicht persönlich angegriffen gefühlt, aber ich wurde halt schon sehr oft angegriffen und insofern versuche ich Konflikten halt inzwischen großflächig aus dem Weg zu gehen. Und dass wir mehr über unsere Landwirtschaft nachdenken sollten, da stimme ich mit Dir überein, aber das betrifft Fleischesser genauso wie Vegetarier. Wenn ich mir überlege, dass es wirklich Kinder gibt, die glauben Kühe wären lila. *schüttel*. Und in der Landwirtschaft müsste auch viel geändert werden. Versuche zumindest meinen Cousin schon mal von den Vorteilen eines Laufstalles zu überzeugen. Aber ich fürchte da beiße ich auf Granit. Dem seine Tiere müssen wirklich ein ganz schlechtes Karma haben, dass sie bei ihm gelandet sind :( Soja wird übrigens fast überwiegend als Rinder- und Schweinefutter importiert. Der Anteil der (von Menschen direkt) verzehrten Sojaprodukte ist (zumindest in Europa - in Asien ist das noch mal was anderes) sehr gering.
Und liebe Silvia,
Das Fleischessen so ein emotionales Thema ist, liegt glaube ich schon an der Einstellung sehr vieler Fleischesser (und ich sage das jetzt ganz allgemein). Generell habe ich bei vielen Leute die mir begegnen das Gefühl, sie versuchen sich zu rechtfertigen, wenn sie hören, dass ich kein Fleisch esse. Die Standardantwort ist dann "ich esse ja eigentlich auch nur seeeehr selten Fleisch", mir kommt es teilweise so vor, als empfinden sie mein Vegetarier sein als Vorwurf an sie. Inzwischen sage ich manchmal schon gar nicht mehr, dass ich Vegetarier bin ;).
Und dann gibt es natürlich noch die "oh, wenn es nicht blutig ist, dann schmeckt es doch nicht. Das könnte ich nie, geh doch zu den Kühen grasen" Typen. Seltsamerweise gehören viele meiner Freunde zu der Kategorie ;). Da ich ja Forstwissenschaft studiert habe, kenne ich auch viele Jäger und mit denen bin ich immer super ausgekommen (na gut, nicht mit allen, aber mit sehr vielen). Es hört sich bizar an, aber die hatten oft eine ähnliche Einstellung wie ich und mit ihnen konnte ich offen reden, ohne dass sie sich angegriffen fühlten. Sie sind sich nämlich ihrer Konsequenzen sehr bewusst. Sie töten selbst und deshalb gibt es auch keine Tabus. In vielerlei Hinsicht ist das sehr ehrlich.
Dann gibt es auch noch Fleischesser, die versuchen sich einzureden, Fleisch würde auf den Bäumen wachsen. Und alles was sie daran erinnert, dass das ein Irrtum ist, empfinden sie als persönlichen Angriff. Und damit wird jegeliches Gespräch sofort zu einem Thema von Schuld und Moral und das ist natürlich sehr persönlich. Und wie gesagt, auch meine Gründe kein Fleisch zu essen sind ja sehr persönlich und emotional. Wenn mich beim Essen jemand fragt, warum ich kein Fleisch mehr esse und ich erzähle von meiner Reitkuh, dann durfte ich mir auch schon anhören, "jetzt hast Du mir den Appetit verdorben". In dem Fall wird ja dann wiederum mir Schuld zugewiesen und so lässt sich das ewig fortsetzen :rool: Und dabei äußere ich meine Gedanken schon extrem vorsichtig. Meinen Ekel vor Fleisch baue ich langsam wieder ab, weil ich mich in letzter Zeit intensiv mit dem Tod auseinander gesetzt habe und ihn als nicht mehr so schlimm empfinde. Deswegen würde ich es trotzdem nicht essen, weil ich damit gegen mein Gewissen handeln würde. Aber ich kann zumindest (mit Messer und Gabel :lol:) das Fleisch für meinen Hund schneiden. Aber stell Dir mal vor ich würde meinen Ekel öffentlich kund tun, sofort hieße es wieder diese intoleranten Vegetarier.
Ich glaube es ist einfach schwierig weil Fleisch mit vielen Tabus zu tun hat. Mit Tod, töten, der Endlichkeit des Seins (kommt ja erschwerend dazu, dass viele nicht an Wiedergeburt glauben), mit Gewissen, Moralvorstellungen, und vielem mehr. Alles Sachen, an die viele Leute nicht erinnert werden wollen, worüber sie nicht nachdenken wollen. Und in unserer Gesellschaft muss man das ja auch nicht. Solange bis ein Vegetarier ankommt. Der es anders macht, der anders ist. Tja und überall wo Gegensätze aufeinanderprallen gibt es dann halt auch Dellen auf beiden Seiten :roll:
Und auf meiner Seite ist es sehr emotional, weil ich in einem Stück Fleisch eben alles das sehe was dahinter steckt und auch wenn ich dieses Tier auf dem Teller nicht persönlich kenne, dann macht mich das doch traurig. Besonders weil die meisten eben kein schönes Leben hatten wie Katjas Böckchen, sondern unter miserablen Bedingungen gelebt haben. Wenn ich mir überlege, dass mein Pünktchen vor zwei Jahren von irgendjemandem gegessen worden wäre und niemals den freien Himmel, Gras und Liebe erlebt hätte :( und dass es allen seinen Geschwistern so ergangen ist. :cry: Tja und deswegen ist es für mich halt ein emotionales Thema.
Liebe Grüße, Sharana
Hallo!
Seit das Thema im Forum ist, habe ich in meinem Kopf mindestens 1x pro Tag einen Beitrag dazu geschrieben und gleichzeitig Silvia angejammert, wie schrecklich es für mich ist, zuwenig Zeit für das Forum zu haben und mich nicht zum Thema einbringen zu können. :cry:
Doch jetzt :wink:
Zum Glück ist das Thema Vegetarismus - Fleichessen mittlerweile für mich nicht mehr so emotional belastet wie es früher bei mir war, zum einen, weil ich zu mir selber in dem Bereich wirklich stehe und mich in meiner Entscheidung nicht mehr angreifen lasse - allerdings immer offen für neue Aspekte bin - zum anderen, weil ich mit fortgeschrittenen Jahren gemerkt habe, dass es keinen Sinn macht, andere von eigenen Ansichten überzeugen zu wollen.
Mag am Besten meine verschiedenen Stationen schildern:
Als Kind kam der Zeitpunkt, an dem ich mich strikt weigerte, das Kaninchen, das als Sonntagsbraten auf dem Tisch stand zu essen. Ich hatte es doch mit vielen anderen aufgezogen, mit ihm gespielt, es hatte einen Namen. Nein! Niemals kann ich es essen!
Sowohl meine Oma, die die Kaninchen züchtete und sie übrigens auch innigst liebte, als auch meine Eltern respektierten meinen Entscheid, nicht aber meinen Wunsch, überhaupt kein Fleisch essen zu wollen.
Ich hatte bei unseren Verwandten die Schlachtung eines Schweines miterlebt und das Schreien und Zucken des Schweins waren purer Horror für mich gewesen. Und wie ein Huhn, das ich immer gefüttert hatte, geköpft wurde, hatte ich bei meiner Firmpatin miterlebt. Ich hatte es dann als Essen auf dem Teller vorgefunden.
Nun, als Kind steckt man so einiges ins Reich der Verdrängung und ich aß weiter Fleisch.
In mir wuchs dennoch ein Zwiespalt.
Als junge Erwachsene lernte ich VegetarierInnen in der Gruppe, in der ich meditierte, kennen. Einige wurden FreudInnen, das Thema "Fleichessen - Ja oder Nein" wurde aktuell für mich. Ohne sonderliche Überlegungen, einfach aus meiner Tierliebe heraus, wurde ich vegetarisch - und bleib es 6 Jahre lang.
Da meine Freundin ausgezeichnet kochte, war für mich das Leben ohne Fleisch sehr kulinarisch, im Gegenteil - vielfältiger, würziger, abwechlungsreicher als vorher. Meine Eltern, meine Oma akzeptierten nach kurzen Überredungsversuchen meinen Entschluss und bei meinen Besuchen gab es fleischloses Essen, was für sie wahrhaft eine Heldentat war!
Mit der Zeit kamen auch spirituelle Überlegungen mit in meinen überzeugten Vegetarismus. Ich wollte keine Tiere töten, die Schwingung der Todesangst der geschlachteten Tier nicht zu mir nehmen.
( - damals war mir noch nicht bewusst genug, dass ja Pflanzen genauso Gefühle empfinden...)
Jedenfalls ging es mir gut als Vegetarierin - ich musste mich kaum erklären, hatte ein gutes Gewissen und als ich wieder mal Schweine sah, war es bewegend, in ihre blauen Augen zu blicken und zu wissen, dass ich sie niemlas essen würde und sie meintwegen nicht sterben müssten. Lust auf Fleisch hatte ich selten, war es der Fall, dann war das Verlangen allerdings sehr heftig....
Doch dann kamen Einbrüche:
Ich kam im Zuge einer Umsiedlung in eine spirituelle Gruppe, in der viele FleischesserInnen waren und manche belächelten mich wegen meiner "verschrobenen, überstrebsamen Einstellung". Das war hart für mich, es tat weh - und ich musste mich verteidigen.
Dann bemerkte ich, dass ein hoher Lama des tibetischen Buddhismus beim gemeinsamen Mittagessen Fleisch aß. "Aha, man/frau kann sehr bewusst, erleuchtet sein und dennoch Fleischessen..."
Ich las in einem Buch, dass das Jägertier und das Opfertier eine Übereinkunft haben, dass das Opfertier das Töten ohne Schmerz erlebt...
Ein von mir sehr bewunderter spiritueller Lehrer und Meister hatte gemeint, dass viele in dem Thema Vegetarismus, biologisch Essen, Fleischesen, oft das Wesentliche aus den Augen verlieren. Das Wichtigste, das anzustreben sei, sei die Liebe. (Nun, ich kannte auch VegetarierInnen die derart starr, dogmatisch, ideologisch waren, dass sie auch in mienen Augen das Wesentliche vergessen hatten...FleischesserInnen allerdings auch...)
Eine Freundin, die seit ihrer Kindheit streng vegetarisch gelebt hatte, erzählte mir, dass sie jetzt als Partnerin eines begeisterten Fleischessers anders zu denken begonnen habe. Wenn sie ihm das geliebte Wiener Schnitzel aus ihrer Überzeugung heraus nicht brate , dann sei das sehr ohne Liebe und im Hinblick eine spirituellen Höherentwicklung auch nicht das "Richtige".
Jener spirituelle Meister, mit dem sie befreundet war, habe auch augenzwinkernd gemeint, dass er mit seinem Kannibalismus aufhören solle und sie eine gesunde Mitte finden solle.
Fleisch erde, hieß es woanders und da ich sehr leicht "abhebe", war mir das argument sehr eindinglich.
Gut, damals kamen plötzlich viele, viele verschiedene Denkansätze in meine Welt, ich sortierte, dachte nach, fühlte.
Ich beschloss, zukünftig nicht mehr streng zu mir zu sein, wenn mich die Lust nach Fleisch packt und auf meinen Körper zu hören.
Eine Weile aß ich tonnenweise Semmel mit Leberkäse (für NichtÖsterreicherInnen - Leberkäse ist ein recht minderwertiges Fleischprodukt) bis mir davor ekelte.
Eine Weile wurde ich wieder vegetarisch. Mir taten wieder die Tiere leid.
Dann hörte ich von de Blutgruppendiät. Ich wurde wieder Fleischesserin, aus gesundheitlichen Gründen, wobei ich nur auf wenig Fleisch Lust hatte.
Tja, und so ist es im Moment auch. Ich bin keine Vegetarierin, gehe nach meinem Körperverlangen und dem Gusto - und ich esse sehr, sehr wenig Fleisch. Mitunter Schinken, manchmal Henderl. Eigentlich ist der Schritt zur Vegetarierin sehr klein. (Ich tus aber nicht, weil ich zur Selbstkasteiung neige und da nicht wieder ein Tor zur Strenge zu mir selbst öffnen will...)
Dennoch ist für mich der Entschluss immer noch offen. Zu vieles gibt es, dass mir als Fragezeichen herumschwebt, zu viele Facetten des Themas tauchen immer neu auf. Was jetzt im Forum bei uns geschrieben steht, hat mich sehr beschäftigt... :!: :?: :idea:
Eine Beobachtung möchte ich euch gerne schreiben - als ich in der Alternativschule (Schule für selbstbestimmtes, aktives Lernen), in der die Eltern die Entscheide der Kinder respektieren, gearbeitet habe, gab es sehr viele Kinder, die aus freien Stücken aus Tierliebe kein Fleisch aßen. Ich denke, dass es möglicherweise mehr VegetarierInnen gäbe, würden Kinder in ihren Wünschen akzeptiert. Vielleicht sind wir im Fleischessen, sehr konditioniert, der Gusto und das Verlangen sehr antrainiert...???
Eines geistert mir zu dem Thema oft im Kopf und im Herzen herum:
Warum basiert das Leben hier auf der Erde auf "Fressen und Gefressenwerden"? Warum regeln sich die Bestände der Arten auf diese Weise, warum ist das Gleichgewicht so hergestellt? warum halten wir uns auf dies Art am Leben? Selbst wenn ich Vegetarierin bin, gibt es das Fressen und Gefressenwerden ja "notwendigerweise" in en biologischen Abläufen weiter.
Dann aber denke ich, dass das Leben hier auf der Erde ja auch eine Entwicklung und Höherentwicklung ist. Es könnte ja eine Erde geben, auf der die Lebewesen einander nicht fressen müssen!
Immerhin gibt es ja schon Menschen, die sich von Lichtnahrung ernähren (ich kenne einen solchen...), und es gibt Menschen, die ihr Essen, und zwar köstlichstes Essen, materialisieren, die Energie direkt umwandeln ohne töten zu müssen.
Und mein Traum seit ich Kind bin ist eine solche Erde.
Als ich noch im christlichen Kontext lebte, hat mich eine Bibelstelle sehr berührt:"Die Schöpfung wartet sehnsüchtig auf das Offenbarwerden der Söhne und Töchter Gottes" und "Der Löwe lagerte neben de Schaf und fraß Stroh,..."
Die Interpratation hieß, wenn die Menschheit ganz zur Liebe erwacht sei, werde auch die Schöpfung sich wandeln und das Fressen und Gefressenwerden aufhören, eine Neue Erde sich zeigen.
Im Innersten prägt mich diese Vision immer noch.
Allerdings scheint mir wesentlich, dass das Zentrum für die Weiterentwicklung die Liebe ist und weniger zuerst mal, ob ich Fleisch esse oder nicht. Dogmatischer Vegetarismaus kann auch starr und ohne Liebe sein und ein/e Fleischesserin voll Liebe...
Ach ich merk wieder, wieviele Gedankenstränge immer zusammenlaufen und wie schwer es für mich ist, sie alle auszudrücken, wie schwer auch, Missverständnissen vorzubeugen.
Aber vieles ist mal gesagt von dem, was ich in den letzten Tagen in Gedanken herumschrieb und all dem Gesagten zufügen wollte :wink:
So, und jetzt hab ich Bärenhunger! :wink:
Ganz liebe Grüße,
Birgit
So, da ich das ja angestossen habe, muss ich doch jetzt auch erklären, wie genau das jetzt mit mir ist ;)
Ich glaube, in der Zeit, in der ich es geschafft habe, vegetarisch zu leben, war ich ein ziemlich "unangenehmer" Vegetrarier (hab es nicht lange geschafft, ein paar Monate vielleicht..). Ich möchte nämlich, dass auch die anderen wissen, dass das was sie essen, ein totes Tier ist. Wenn das den Leuten den Apetit verdirbt, zeigt dass ja nur, wie toll derjenige das verdrängt hat (und dann ist er selber schuld!).
Ich finde, wenn man schon Fleisch isst, muss man sich dessen bewusst sein... Wie man nun generell dazu steht, ist mir im Grunde egal, solange man nur nicht so gleichgültig ist.
Ich esse ja mittlerweile wieder Fleisch und halte es mittlerweile so, wie viele hier - wenn mein Körper Fleisch will, dann kriegt er es eben; aber ich esse es zumindest bewusst, ich weiß, dass ein Tier dafür gestorben ist...
Ich würde aber gerne kein Fleisch mehr essen, weil ich ja auch Kaninchen halte und mir immer vorstelle: "Was wäre, wenn jemand sie schlachten und essen würde? Er wäre sich ja gar nicht bewusst, wen er da tötet" - denn wenn man lange mit Tieren zusammenlebt, erkennt man ja, wie einzigartig jedes Tier eigentlich ist.
Aber andererseits halte ich nichts von Selbstkasteiung und Verzicht - ich könnte auch niemals eine Diät machen... und *dafür* schäme ich mich zumindest vor mir selber, einfach, dass ich nicht kann, obwohl ich will: "Der Geist ist willig, doch das Fleisch ist schwach" - ihr wisst schon.
Silith
PS: Kathja, toller Beitrag - glaube, besser kann man es nicht zusammen fassen... Wie gesagt, habe ich genrell nichts gegen das Fleischessen... nur ist es eben nichts "natürliches" mehr, sondern alles irgendwie furchtbar.
PPS: Ich glaube übrigens nicht, dass der Verzicht auf Fleisch generell ungesund ist. Man kann seinen Eisenbedarf auch über andere Nahrungsmittel decken, man muss nur sehr bewusst essen...
Vegan leben halte ich dagegen für ungesund, ich glaube nicht, dass man einfach generell auf tierisches Eiweiß verzichten kann.
PPS: Wieso fällt mir jetzt der "Frutarier" ein? ;)
Silverlight
29.08.2004, 22:50
Liebe Hathor,
ich denke ich weiss zwar wie du es meinst, aber...
Ich bin zwar der christlichen Religion nicht mehr ganz so zugetan, aber ein Bibelwort fällt mir dazu ein:" machet euch die Erde untertan".- Und es gab in der Bibel jede Menge Opfertiere, auch in der heidnischen Welt gab es diese Tieropfer.- Es scheint so, daß die Götter, egal welcher Richtung, nichts dagegen hatten, Tiere zu töten- als Opfer für sie selbst, und auch zum Verzehr durch die Menschheit. Nur eben alles mit Maß und Sinn!
Grad dieses Bibelzitat ist auf so schreckliche Weise mißbraucht worden und wurde und wird doch von pseudochristlichen Fundi-Politikern auch immer noch als Argument verwendet um all das zu tun, was auch du anprangerst....daher kann ich es nicht so einfach stehenlassen und musste spontan was dazu schreiben. (Feuerfrau bin.... :wink: ).
Abgesehen davon dass Bibel und Christenheit ja auch zwei paar Schuhe sind, nichts ist doch so fehlübersetzt und interpretiert worden wie die Bibel....noch dazu ist das Alttestament und selbst die Bibel-Christenheit hat da durch den Sprung ins Neue Testament eine Entwicklung durchgemacht.
Ich glaub auch nicht dass die Götter und Göttinnen ihren Gefallen daran hatten oder haben, dass Tiere ihnen zu Ehren den Tod finden und gegessen werden, Menschen wollten und taten es, Menschen dachten damit die Götter zu besänftigen....
Ich komm mir fast ein bissl doof vor das alles jetzt zu schreiben, weil ich tief in mir denke - das weisst du doch, so wie ich dich erlebe....
Aber gut finde ich es insofern als es für mich noch klarer macht - dass das was gestern war - nicht mehr für heute gilt....
wir sind auf dem Weg, wohin wird sich zeigen, aber aus meiner inneren Überzeugung heraus doch immer mehr auf dem Weg hin zu mehr Bewusstheit und Liebe.
Ich denke auch dass es ok ist, Tierfleisch zu essen - wenn wir der Seele des Tieres in ehrlicher Form danken und sie achten und ehren. Dazu gehört natürlich ein Leben in Würde und möglichst viel Freiheit genauso mitdazu, wie ein Tod der rasch und leicht ein Lebewesen hin zur Nahrung verwandelt.
Nichts desto trotz - je länger unsere Diskussion dauert (und sie dauert ja noch sehr kurz:-), ist für mich aber in Zusammenhang mit TK ein sehr brisantes Thema nach wie vor ) - nichts desto trotz also wünsch ich mir aus tiefstem Herzen das wir als Menscheit und Erde dahinkommen, was wir einander nicht mehr auffressen, nicht energetisch und nicht zur Nahrung....
Alles andere was du schreibst über die Situation der Bauern, der Nahrungsmittelindustrie - kann ich nur dick unterstreichen. Es ist das was als ERSTER Schritt einfach wieder verändert werden müsste und ich bin überzeugt dass das auch kommen wird, früher oder später. Ich hoffe eher früher als später...
Alles Liebe dir
Silvia
Silverlight
29.08.2004, 23:46
Je mehr und länger wir über das Thema diskutieren, umso mehr spüre ich mein "schlechtes Gewissen" dabei Fleisch zu essen...
Es tut (mir) einfach weh anderen Lebewesen das Leben zu nehmen (direkt über selbst töten oder indirekt über Kauf),
all das in einer Zeit, wo es ja nicht "not-wendig" ist, weil es ausreichend Nahrung gibt.
Ja ein Steak schmeckt mir zur Zeit so gut, aber wenn ich wirklich dahinterschau, mir vorstelle wie ein Tier schreit und Panik hat bevor es getötet wird, in Würde oder ohne Würde, dann kann ich das Steak nicht mehr wirklich essen. Und wenn ich wegschau und es (mit Genuss) esse, kann mir letzlich diese Gespaltenheit auch nicht gut tun.
Eigentlich wünschte ich, ich hätte mit dem Fleischessen gar nicht erst wieder angefangen, aber dieses Posting soll jetzt nicht in Selbstmitleid enden, sondern in Mitgefühl für alle tierischen GefährtInnen, ob ich sie nun kenne oder nicht....
Einfach aufwachen und Fleisch ja oder nein ist kein Thema mehr, weil es sich genauso anfühlen würde wie Menschen zu essen - ja das wärs....(für mich). Aber vielleicht ist das ja eines Tages so....wir werden sehen.
Liebe Grüße
Silvia
Also zuerst mal möchte ich auch noch was zu "macht Euch die Erde untertan" sagen. Soviel ich weiß, ist das ein Übersetzungsfehler, der der Kirche sehr entgegenkam und der - wie Silvia schon gesagt hat - in der Folgezeit sehr, sehr viel Schaden angerichtet hat. Eigentlich heißt es wohl in etwa soviel wie "sei der Hirte der Erde". Was mir auch schon viel besser gefällt, Untertan ist halt einfach ein sehr negativ belegtes Wort und in den Augen der meisten Menschen schließt das leider Pflege und Schutz nicht unbedingt mit ein. Hirte schon!
Und das mit den Opfertieren war in den meisten Fällen sicherlich vom Menschen gewollt, nicht von den Göttern. Immerhin gab es auch Menschenopfer, Menschen die ihre Kinder opferten usw. Ein Opfer zu erbringen ist einfach eine Art seine Dankbarkeit zu zeigen und die Menschen wollten früher ihren Göttern das opfern, was für sie (überlebens-) wichtig war, um sie gnädig zu stimmen. Ich halte Opfer als Zeichen der Dankbarkeit für eine schöne Geste, wie die Tropfen Wein für die Erde. Ich zeige meine Dankbarkeit in dem ich auf meinen Spaziergängen auch mal Dosen, Flaschen oder Plastiktüten mit zur nächsten Mülltonne nehme. Ich glaube jedenfalls nicht, dass die Tier- oder Menschenopfer von den Göttern gewollt waren.
Die Gründe Vegetarier zu werden sind übrigens überaus vielfältig. Es gibt welche, die kein Fleisch essen um den Welthunger zu heilen (das Getreide, dass die Mastbetriebe benötigen würde reichen um alle Menschen auf der Erde zu ernähren), andere die es für den Umweltschutz tun (wegen der negativen Auswirkungen von Gülle, Methan, usw., der Abholzung des Regenwaldes), andere denen Fleisch nicht schmeckt, manche tun es für die Gesundheit (verringert das Krebsrisiko und auch von vielen anderen Krankheit und im "herkömmlichen" Fleisch sind ja auch oft Antibiotika und Co.) oder für die Figur, die die persönliche Erlebnisse hatten, wie z.B. ein Besuch im Schlachthof oder ein Stück Fleisch, dass noch blutig war, wieder andere, die es wegen der Spiritualität machen (angeblich hilft der Verzicht auf Fleisch in höhere Schwingungen aufzusteigen), die für die die Tiere den Menschen ebenbürtig sind und die deswegen weder die einen noch die anderen töten möchten, andere für die Fleisch ein Verkörperung von Gewalt ist (solange der Mensch Tiere tötet, wird es auch Kriege geben). In Indien essen viele Menschen kein Fleisch aus Respekt vor der jeweils anderen Religion (dort gibt es Muslime die kein Schwein essen und Hindus die keine Rinder essen), in manchen Religionen ist auch der Verzehr von Fleisch ganz untersagt. Und natürlich gibt es auch die, die mit den Haltungsbedingungen in der heutigen Landwirtschaft nicht einverstanden sind. Und vermutlich habe ich da noch tausende Gründe vergessen.
Jedenfalls finde ich auch, dass alles was man tut aus Liebe getan werden sollte. Deswegen hatte ich ja eingangs mal gesagt, dass ich es schwierig finde, wenn man für etwas was man tut ein schlechtes Gewissen hat. Ein schlechtes Gewissen beinhaltet nämlich auch negative Gedanken und die tun weder der Umgebung noch (vorallem) einem selber gut. Daher finde ich es auch sehr wichtig, dass man hinter seinen Entscheidungen steht. Wie die dann auch immer ausfallen.
Aber jetzt brennt mir noch eine Frage an Birgit auf dem Herzen. Du hast von der Vision einer Erde ohne Fressen und Gefressenwerden geschrieben, diese Vorstellung finde ich auch wunderschön. Und ich glaube auch, dass das irgendwann kommen wird, konnte es mir bisher nur noch nicht vorstellen, wie das funktioniert. Jettz hattest Du geschrieben, Du kennst Menschen die sich von Lichtnahrung und materialisiertem Essen ernähren. Könntest Du davon noch ein bisschen mehr schreiben? Ich habe mal in einem Buch gelesen, dass sich Naturgeister so ernähren und eigentlich glaube ich ja auch, dass unsere Gedanken Wirklichkeit formen, aber von Menschen die das schon leben hatte ich bisher noch nichts gehört und bin daher sehr neugierig.
Liebe Grüße, Sharana
Hallo zusammen,
ich esse Fleisch, auch eher wenig, mal ein Schnitzel oder mal ein Döner :-)
Oder mal ein Burger oder im Sommer ne Grillwurst. Das war es, warum grade nur dies, weiß ich nicht, Wurst esse ich auch nicht eigentlich...
Viele Tiere kann ich nicht essen : Schnecken, Enten, Lamm, Hase und all Fisch und so weiter... ganz schrecklich finde ich wenn man den Tieren noch ansieht was es für Tiere waren.
Wenn ich mit jemand essen gehe, der mir erzählt wie toll das Tier ist und wie es dann schmeckt, kann ich kein Fleisch mehr essen... und oben genannte kann ich doch ab und zu essen, wenn auch selten. Warum ich diese Unterschiede mache, weiß ich nicht... Es sind auch eigentlich keine Unterschiede sondern es ist einfach so... vieleicht auch komisch aber so ist es... denke auch nicht, dass die Tiere "verlangen" dass wir kein Fleisch essen sollten, sie essen es ja auch- alles in allem ein interessantes Thema :-)
Einen schönen Tag für alle
Alexa
Liebe Silvia,
hab erst später gesehen, dass Du auch noch was geschrieben hast (das liegt daran, dass ich oft das Fenster für eine Antwort aufmache und dann noch tausend andere Sachen mache, bevor ich die Antwort wirklich schreibe :oops:). Mit dem was ich über das schlechte Gewissen gesagt habe, habe ich also nicht auf Deinen Beitrag geantwortet und ich hoffe, Du hast das was ich gesagt habe, nicht falsch verstanden. Ich glaube nur, dass ein schlechtes Gewissen immer einen inneren Gegensatz darstellt und das tut auf Dauer - wie Du ja auch selbst geschrieben hast - nicht gut.
Liebe Grüße, Sharana
Hallo zusammen!
Ich esse Fleisch, aber recht wenig. Wir hatten zu Hause eigene Kaninchen, die mein Vater selber geschlachtet hat. Zu Anfang konnte ich noch mitessen, dann plötzlich nicht mehr. Je älter ich wurde, desto eine engere Beziehung hatte ich zu den Kaninchen.
Seit ich auf die Tierkommunikation gekommen bin, habe ich ein schlechtes Gewissen, wenn ich Fleisch esse. Leider hatte ich schon mal eine sehr schwere Eisenmangelanämie (hatte aber nichts mit der Ernährung zu tun). Die Ärzte haben mir damals dringend geraten, nicht auf Fleisch zu verzichten.
Nun mache ich es so, dass ich jedes Mal wenn ich ein Stück Fleisch zubereite, mich in Gedanken bei dem Tier bedanke, dass ich mich von ihm ernähren darf. Seither kann ich die Fleischesserei mit meinem Gewissen vereinbaren. Aber so ganz ohne Skrupel geht es doch nicht.
LG, Vreny
Merke, dass mich das Thema doch emotional viel mehr bewegt, als ich dachte.
Was du zur Landwirtschaft schreibst, Hathor, ist ganz wichtig und als direkt Betroffene liegt da natürlich ganz viel Herz von dir drinnen. In der Landwirtschaft liegt soviel im Argen und die Kontrolle und Beschränkung der Bauern durch die Politik ist für mich totalitär und hat im Grunde in einer Demokratie nichts verloren.
Du und Sharana habt vieles gesagt, was ich genauso sehe.
Ich glaube doch, dass Landwirte genug, wenn auch andere, Aufgaben, hätten, wenn es ausschließlich VegetarierInnen gäbe.
(Ich habe mich eine Zeit lang sehr viel mit der Pflanze Hanf und Hanfanbau beschäftigt - die Samen enthalten alle essenziellen Aminosäuren und Fettsäuren, sind kohlehydratreich und sind so ein höchst vollwertiges Nahrungsmittel. Hanfschnitzel schmecken einfach köstlich, ebenso Hanfmilch! Statt pestizidverseuchte Baumwolle zu importieren, könnten Hanffasern aus unserem eigenem Land zur Textilherstellung verwendet werden und die ausgebeuteten Dritte und Vierte Welt Länder könnten auf den Böden, die jetzt durch den Baumwollanbau von Pestiziden verseucht sind, Nahrungsmittel für ihre eigene Leute anbauen....nur als Beispiel.
Oder Permakultur...oder...ich glaube,genug Ideen würden entstehen...)
Das Bibielzitat "machet die Erde untertan" ist wirklich falsch übersetzt worden, wie das Sharana und Silvia und Hathor geschrieben haben. Ich habe in meinen Jugendjahren berufsbegleitend Theologie studiert...da wurde drauf hingewiesen, dass das ursprüngliche Wort nichts mit Beherrschen, Ausbeuten zu tun hat, so wie in unserer Gesellschaft Machtverhältnisse verstanden werden, sondern dass es mit Fürsorge, Pflege, liebevoller und behütender Hinwendung zu tun hat und der Bedeutung gemäß am Besten mit "hirte sein" übersetzt werden sollte, so wie Sharana das schon sagte.
Opferungen sind meines Erachtens aus einer Vermenschlichung des Gottesbides entstanden. Menschliche Charaktereigenschaften des Egoswie Eifersucht, Rache, etc. wurden auf die Götter übertragen, Opfer zur Besänftigung, zum Dank an einen nicht immer wohlgesinnten Gott/Göttin dargebracht.
Hab jetzt erst gelesen, dass die Israeliten an einen zürnenden Gott glaubten und daher auch Opfer brachten, die Essener jedoch verehrten einen immer gütigen Gott und lehnten Opferungen ab (deswegen wurden Essener - Jesus gehörte zu ihnen - oft von den Israeliten gesteinigt...)
Im Alten Testament heißt es auch schon: "keine Opfer will ich sondern Barmherzigkeit!", es passierte da schon Wandlung...
Nun gut, ich bin ja keine bibelzitierende Christin, die sich auf Worte aus Heiligen Schriften beruft. Der Eindruck soll nicht entstehen. Ich beschäftige mich halt mit dem Thema Religionen, Spiritualität viel und meine Wurzeln waren das Christentum...
Nun, wie gesagt das Thema "Fleischessen -Vegetarismus" ist auf Grund des Threads wieder sehr aktuell für mich geworden. Als ich im Bad war :wink: , reflektierte ich über die Beiträge - da fiel mir ein, dass ich als Richtschnur für mein Handeln immer Folgendes anwende: "geschieht es in Freiheit - sind alle Beteiligten mit freiem Willen dabei?" und "Wird niemandem Schaden zugefügt?". Wenn das gewährt ist, dann habe ich grünes Licht .
"Naja, das müsste ich konsequenterweise im Falle meiner Ernährung genauso anwenden!", dachte ich.
"Das Tier müsste damit einverstanden sein, dass es geschlachtet wird und es müsste glücklich aufgewachsen und respekt- und liebevoll getötet worden sein.
Aber unter den jetztigen Bedingungen ist das nicht der Fall! Auf dem Paket mit den Hühnerbrüstchen steht ja nicht: 'Ich bin glücklich gewesen und ich wurde getötet, weil ich es so wollte.'
Dass ein Tier seinen Köper freiwillig als Nahrung zur Verfügung stellt - da ist der Bauer, von dem Katja geschrieben hat, sehr naheoder der Jäger, dem sich ein Wild stellt. Und es müsste bei dem Bauern, den Katja erwähnt, auch möglich sein, dass ein Tier leben will..."
Das waren meine Gedanken - und ich muss ehrlich sagen, dass mir bei dem bisschen Fleichessen, das ich pflege, der Appetit vergangen ist.
Unter den momentanen Rahmenbedingungen....ich werde da ja meinen eigenen Grundsätzen nicht gerecht!
Aus Interesse habe ich meine Krokodilsfreundin Linda gefragt, was sie, als Raubtier, vom Fleischessen der Menschen hält. Dazu möchte ich sagen, dass Linda ungewöhnlich weise ist und mir mit ihrem Rat schon öfters geholfen hat! Ich nehm mir immer vor, von ihren Gesprächen zu schreiben, aber bis jetzt war die Zeit immer zu kurz.
Sie meinte: "Bei manchen Menschen, wie den Eskimos/Inuits oder den Tibetern ist das Tier einzige Nahrungsquelle, da ist es klar, oder wenn ein Mensch sich in der Wildnis verirrt und sich nicht auskennt bei Pflanzen und dann Tiere tötet, um zu überleben. Aber wenn Tiere nur gehalten werden, damit sie geschlachtet werden können, finde ich das nicht richtig (Sehe das Bild von Massentierhaltung, angebundene Rinder...) Sie werde nur als Fressen gesehen, das ist nicht richtig."
Ich denke auch, dass im Unterschied zu Raubtieren der Mensch die freie, bewusste Wahl hat....
So, das ist der momentane Stand der Dinge bei mir. Danke euch allen! Ich bin immer froh, wenn Diskussionen in mir Denkanstöße bewirken und ich Neues in mir entwickeln kann! Danke!
Liebe Grüße,
Birgit
Liebe Sharana,
mein Reikilehrer hat seit damals eineinhalb Jahren nur von Wasser gelebt, mitunter trank er eine Tasse Kaffee, des Genusses wegen. Er stapft in den Spuren von Jasmuheen, deren Buch "Lichtnahrung" rund um die Welt geht. Vielleicht kennst du es ja?!
Er ist ein sehr lebensfroher, sinnesfreudiger Mensch, der überhaupt nicht asketisch wirkt. Er lebt von Licht, weil ihm das besser taugt. Punktum. Sein Lebenspartner - Opernsänger - ist witzigerweise kugelrund und liebt gefüllte Teller mit Schweinsbraten und Schnitzel.
Einen Menschen, der sich das Essen materialisiert, habe ich persönlich noch nicht kennengelernt. Ich habe in dem wunderbaren Buch "Leben und Lehren der Meister im Fernen Osten" von Baird Spalding davon gelesen. Das Buch ist ein Klassiker, Spalding, ein Indienforscher, gelang es den MeisterInnen im Himalaja zu begegnen und lernte hautnah ihr Leben und ihre Lehren kennen.
Ich habe einen Menschen kennengelernt, der materialisiert, allerdings wenn er heilte. Das ist "Daskalos" Dr. Stylianos Atteshlis, der auf Zypern lebte. Er wirkte als Heiler und lehrte 70 Jahre lang esoterisches Christentum. Er lehnte es ab, Meister und Guru genannt zu werden, die Selbstständigkeit seiner SchülerInnen war ihm enorm wichtig. Er war ein ganz natürlicher, lustiger und total liebevoller Mensch. Er heilte beispielsweise einen Menschen von einer Lähmung, in dem er neues Wirbelsäulenmaterial materialisierte. Er ermutigte alle, durch Übungen und Meditaitonen eigene Erfahrungen zu machen.
Ich habe ihn bei einem Vortrag persönlich erlebt , ebenso seine Tochter, die seine Aufgabe weiterführt, und war mit engen FreundInnen von ihm befreundet, deshalb kenne ich ihn näher. Und ich mag ihn von ganzem Herzen....
Beide, Daskalos und Spalding, haben mich sehr inspiriert. Ich glaube einfach an diese Vision der Neuen Erde, weil sie meiner Meinung nach auf manchen Orten schon existiert...
Liebe Grüße,
Birgit
StarFire
31.08.2004, 15:24
Er stapft in den Spuren von Jasmuheen, deren Buch "Lichtnahrung" rund um die Welt geht. Vielleicht kennst du es ja?!
Das hab' ich mal probiert. Am fünften Tag kam mir da aber eine Schüssel "Bayrisch Creme" dazwischen und da waren dann weder Körper noch Geist willig genug, den Prozess durchzuziehen. Ich war da geistig wohl noch nicht weit genug ...
Vielleicht klappt's ja beim nächsten Anlauf *g*
StarFire
Die Veleda
31.08.2004, 16:57
Hallo Ihr Lieben,
habe so gespart mit meinen Stunden, dass ich nun doch noch 7 Stunden bis morgen übrig habe. Und schaue gerade zur rechten Zeit hier herein.
Ich esse seit etwa 5 Monaten auch kein Fleisch mehr. Das allerdings aus Überzeugung.
Ich habe, wie ja mittlerweile die meissten hier mittlerweile wissen, 10 Jahre einen Selbstversorgerhof mit Ziegen Schafen Pferd und Geflügel in Fr. geführt. Und so blieb es nicht aus, das ich auch schlachten musste.
Leider musste ich aus chronischem Geldmangel auf dem Hof schlachten lassen. Und musste daher auch immer meine Lämmer selbst aus dem Stall holen, wenn der Metzger kam.
Ich fühlte mich jedes Mal wie ein Judas. Obwohl mein Verstand mir sagte, das ich ja nur töte um essen zu können, und weil ich keine riesengrosse Bockherde halten kann.
Seit ich in Frankreich lebe, habe ich keine Wurst mehr gegessen, ausser meine eigene. Denn die Franzosen können absolut keine Wurst machen. Alle Sorten schmecken gleich und es ist überall Schwein drin.
Und auf Grund einer Krebserkrankung vor vielen Jahren und einer heilenden Symbioselenkung, aß ich fast nur noch Gemüse und Geflügel.
Meine eigenen auch Lamm - Produkte schmeckten mir zwar noch immer, doch ich begann, mit zunehmendem Alter oder nennt es auch Entwicklung, immer mehr nachzudenken.
Schon vor mehr als 2 Jahren fing ich an, immer weniger Fleisch zu essen. Ich hatte absolut keinen Appetit drauf.
Bis ich, bedingt durch meinen heutigen Freund, der auch Vegetarier, und trotzdem ein Superkoch ist, ganz aufhörte Fleisch zu essen.
Heute könnte ich, selbst nach diesen wenigen Monaten Fleischabstinenz, eigentlich sagen, dass ich ein absoluter Nichtfleischesser bin. Würde aber nie Menschen verurteilen oder selbst in Gedanken abwerten , die Fleisch essen.
Katja, ist ganz sicher Nicht eine Unbelehrbare, sondern sie handelt wie ein/e der wenigen verantwortungsvollen Landwirte/innen, der/die im Einklang mit der Natur, und unter persönlichen Opfern, seinen Tieren alles das gibt, was sie benötigen, um ein glückliches und gesundes Leben führen zu können.
Leider gehört dazu auch dass man jedes Jahr die männlichen Tiere zum Metzger bringen muss.
Ich bewundere Katja mittlerweile dafür, dass sie, trotz ihrer Liebe zu ihren Tieren, es noch immer tun kann. Ich kann es nicht mehr. Es gehört eine Riesenportion Liebe, Verantwortung und Selbstdiziplin dazu. Auch bin ich sicher, das sie darüber oft genug in Ihren Nächten nachdenkt,... Schmerz und Schuldgefühle hat.
@ Katja, sag jetzt bitte nicht das wäre nicht so.
Menschen , die in der Stadt leben, können ihr Fleisch nur im Metzgerladen ansehen und kaufen.
Sie begrüssen diese kuscheliegen liebenswerten kleinen Wesen nicht bei ihrer Geburt mit zärtlichen Worten wie : ;"willkommen auf dieser Welt" Und ein schönes Leben wünsch ich dir hier, auch wenn es nur für kurze Zeit ist.
Wenige von Uns dürfen, können nachfühlen welche Freude und welch Schmerz es gleichzeitig ist, ein Wesen auf dieser Welt willkommen zu heissen und gleichzeitig um sein frühes gehen zu wissen.
Doch wer einmal selbst auf einem Hof gelebt hat und selbst selektieren MUSS. Wird immer sehr verantwortungsvoll mit der ZEUGUNG umgehen. Und nie mehr Tiere decken lassen, als zum eigenen Milch/Fleisch Verbrauch notwendig ist.
Es gibt nämlich auch noch andere Möglichkeiten das Kleingeld zu verdienen, welches man braucht um die Lebensmittel zu kaufen die man nicht selbst herstellen kann.
Und um die in unserer Welt so nötigen anderen Unkosten zu bezahlen.
Ausser man ist einfach nur ein >Leben< missachtender Geschäftemacher.
Diese Pseudobauern sind auch mir im höchsten Grade suspekt. Unsere Welt ist voll davon.
Ich muss Katjas Argument und gleichzeitiger Frage zustimmen. Wo kommen die Schuhe her, wo die schönen kuscheligen Pullover, woher die tollen Ledersessel in den Wohnzimmern, woher die teuren Handtaschen ?etc. etc.
Doch gleichzeitig muss ich auch gestehen, dass ich persönlich durch die Erweiterung meines Bewusstseins und mein spirituelles Wachsen, heute nicht mehr in der Lage bin, meine Brüder und Schwestern zu töten und zu essen.
Und doch möchte ich in Zukunft ohne meine geliebte Ziegenmilch und den wundervollen Ziegenkäse nicht leben.
Fragt mich bloss nicht wie ich das hinkriegen soll.
Ich weiss es noch nicht und es macht mich traurig.
Mein persönliches Fazit:
Ich denke es ist in diesem Jahrhundert und auch in einigen noch folgenden, einfach noch nicht machbar.
Wir Menschen brauchen noch einige Jahrhunderte, müssen uns erst noch eine Weile weiterentwickeln um unser wirkliches Sein zu erkennen. Zu erkennen das unsere unsterbliche Seele nichts anderes als Liebe und Frieden will. Sie will weder töten noch Unfrieden. Sie will nichts als Sein in Liebe und Frieden.
Doch für die meissten von Uns Menschen ist es noch ein weiter Weg um das zu erkennen und vor Allem zu leben.
Nun wirds Philosophisch. ....
Hat eine/r von Euch einen Vorschlag wie man diesen Vorgang beschleunigen kann ?
Oder weiss eine Antwort darauf.
Mit Eigenakzeptanz ? Mit Kritik ? Mit Vorleben ? Mit Gesetzen ? Mit Resignation ? Mit Liebe ? Mit dem Erkennen des kollektiven Gewissens ?
Ich frag mich das seit vielen Jahren.
Hoffentlich trete ich jatzt nicht in ein Fettnäpfchen.
Liebe Grüsse
Helga
P.s. Ich hätte da ein paar Fragen an die Erfahrungen der langjährigen Vegetarier.
Denn ich stelle fest das mein Körper sich vom Stoffwechsel her verändert.
Vieleicht wär das einen neuen Beitrag wert.
Liebe Helga -Veleda,
mir sind beinahe die Tränen beim Lesen deiner Worte gekommen. Danke dir sehr.
Ich wünsche mir sehr, dass die Weiterentwicklung rascher vorwärtsgeht und ich habe auch den Eindruck, dass die Erde mit allem Leben darauf es bereits sehr schnell tut, trotz aller Kriege und Verwüstung.
Bei uns wurde ein dokumentarischer Beitrag über WienerInnen aus dem Jahre 1997gesendet und die Presse schrieb, wie anachronistisch der Film wirkte, man fühlte sich wie in einer gänzlich anderen Zeit - und Aussagen zu Fremdenfeindlichkeit wie damals seine heute einfach undenkbar. Nur 7 Jahre! Oder wenn wir erleben, was bei Thema Homosexualität sich grade bewegt...
Ich glaube, dass nicht Regeln und Gesetze wirklich ändern können, sondern authentisches liebevolles, bewusstes Leben, auch Gebete oder Meditationen für eine liebevolle, erwachte Welt.
Es heißt ja, dass das Kollektiv sich ändert, wenn ein gewisser Prozentsatz in der Gemeinschaft sich in einem Thema weiterentwickelt hat. Also wenn 7 Leute unter Hundert was kapiert haben, dann passiert der Quantensprung für alle. (Der genaue Prozentsatz ist mir entfallen...) Drum, glaub ich, ist das eigene, bewusste Leben so bedeutend!!!
@StarFire - Danke auch dir! Musste soooo lachen!
Naja, mit dem selber ausprobieren soll ma ja vorsichtig sein - bewundere dich, dass du die Tage geschafft hast!
Liebe Grüße,
Birgit
Die Veleda
31.08.2004, 18:49
Ja liebe Birgit,
Ich wünsch mir so oft, das die Einsamkeit mit diesem denken und leben nicht so schlimm und leichter zu ertragen wäre.
LG.
helga
Die Veleda
31.08.2004, 21:46
Hallo Ihr Lieben,
habe so gespart mit meinen Stunden, dass ich nun doch noch 7 Stunden bis morgen übrig habe. Und schaue gerade zur rechten Zeit hier herein.
Ich esse seit etwa 5 Monaten auch kein Fleisch mehr. Das allerdings aus Überzeugung.
Ich habe, wie ja mittlerweile die meissten hier mittlerweile wissen, 10 Jahre einen Selbstversorgerhof mit Ziegen Schafen Pferd und Geflügel in Fr. geführt. Und so blieb es nicht aus, das ich auch schlachten musste.
Leider musste ich aus chronischem Geldmangel auf dem Hof schlachten lassen. Und musste daher auch immer meine Lämmer selbst aus dem Stall holen, wenn der Metzger kam.
Ich fühlte mich jedes Mal wie ein Judas. Obwohl mein Verstand mir sagte, das ich ja nur töte um essen zu können, und weil ich keine riesengrosse Bockherde halten kann.
Seit ich in Frankreich lebe, habe ich keine Wurst mehr gegessen, ausser meine eigene. Denn die Franzosen können absolut keine Wurst machen. Alle Sorten schmecken gleich und es ist überall Schwein drin.
Und auf Grund einer Krebserkrankung vor vielen Jahren und einer heilenden Symbioselenkung, aß ich fast nur noch Gemüse und Geflügel.
Meine eigenen auch Lamm - Produkte schmeckten mir zwar noch immer, doch ich begann, mit zunehmendem Alter oder nennt es auch Entwicklung, immer mehr nachzudenken.
Schon vor mehr als 2 Jahren fing ich an, immer weniger Fleisch zu essen. Ich hatte absolut keinen Appetit drauf.
Bis ich, bedingt durch meinen heutigen Freund, der auch Vegetarier, und trotzdem ein Superkoch ist, ganz aufhörte Fleisch zu essen.
Heute könnte ich, selbst nach diesen wenigen Monaten Fleischabstinenz, eigentlich sagen, dass ich ein absoluter Nichtfleischesser bin. Würde aber nie Menschen verurteilen oder selbst in Gedanken abwerten , die Fleisch essen.
Katja, ist ganz sicher Nicht eine Unbelehrbare, sondern sie handelt wie ein/e der wenigen verantwortungsvollen Landwirte/innen, der/die im Einklang mit der Natur, und unter persönlichen Opfern, seinen Tieren alles das gibt, was sie benötigen, um ein glückliches und gesundes Leben führen zu können.
Leider gehört dazu auch dass man jedes Jahr die männlichen Tiere zum Metzger bringen muss.
Ich bewundere Katja mittlerweile dafür, dass sie, trotz ihrer Liebe zu ihren Tieren, es noch immer tun kann. Ich kann es nicht mehr. Es gehört eine Riesenportion Liebe, Verantwortung und Selbstdiziplin dazu. Auch bin ich sicher, das sie darüber oft genug in Ihren Nächten nachdenkt,... Schmerz und Schuldgefühle hat.
@ Katja, sag jetzt bitte nicht das wäre nicht so.
Menschen , die in der Stadt leben, können ihr Fleisch nur im Metzgerladen ansehen und kaufen.
Sie begrüssen diese kuscheliegen liebenswerten kleinen Wesen nicht bei ihrer Geburt mit zärtlichen Worten wie : ;"willkommen auf dieser Welt" Und ein schönes Leben wünsch ich dir hier, auch wenn es nur für kurze Zeit ist.
Wenige von Uns dürfen, können nachfühlen welche Freude und welch Schmerz es gleichzeitig ist, ein Wesen auf dieser Welt willkommen zu heissen und gleichzeitig um sein frühes gehen zu wissen.
Doch wer einmal selbst auf einem Hof gelebt hat und selbst selektieren MUSS. Wird immer sehr verantwortungsvoll mit der ZEUGUNG umgehen. Und nie mehr Tiere decken lassen, als zum eigenen Milch/Fleisch Verbrauch notwendig ist.
Es gibt nämlich auch noch andere Möglichkeiten das Kleingeld zu verdienen, welches man braucht um die Lebensmittel zu kaufen die man nicht selbst herstellen kann.
Und um die in unserer Welt so nötigen anderen Unkosten zu bezahlen.
Ausser man ist einfach nur ein >Leben< missachtender Geschäftemacher.
Diese Pseudobauern sind auch mir im höchsten Grade suspekt. Unsere Welt ist voll davon.
Ich muss Katjas Argument und gleichzeitiger Frage zustimmen. Wo kommen die Schuhe her, wo die schönen kuscheligen Pullover, woher die tollen Ledersessel in den Wohnzimmern, woher die teuren Handtaschen ?etc. etc.
Doch gleichzeitig muss ich auch gestehen, dass ich persönlich durch die Erweiterung meines Bewusstseins und mein spirituelles Wachsen, heute nicht mehr in der Lage bin, meine Brüder und Schwestern zu töten und zu essen.
Und doch möchte ich in Zukunft ohne meine geliebte Ziegenmilch und den wundervollen Ziegenkäse nicht leben.
Fragt mich bloss nicht wie ich das hinkriegen soll.
Ich weiss es noch nicht und es macht mich traurig.
Mein persönliches Fazit:
Ich denke es ist in diesem Jahrhundert und auch in einigen noch folgenden, einfach noch nicht machbar.
Wir Menschen brauchen noch einige Jahrhunderte, müssen uns erst noch eine Weile weiterentwickeln um unser wirkliches Sein zu erkennen. Zu erkennen das unsere unsterbliche Seele nichts anderes als Liebe und Frieden will. Sie will weder töten noch Unfrieden. Sie will nichts als Sein in Liebe und Frieden.
Doch für die meissten von Uns Menschen ist es noch ein weiter Weg um das zu erkennen und vor Allem zu leben.
Nun wirds Philosophisch. ....
Hat eine/r von Euch einen Vorschlag wie man diesen Vorgang beschleunigen kann ?
Oder weiss eine Antwort darauf.
Mit Eigenakzeptanz ? Mit Kritik ? Mit Vorleben ? Mit Gesetzen ? Mit Resignation ? Mit Liebe ? Mit dem Erkennen des kollektiven Gewissens ?
Ich frag mich das seit vielen Jahren.
Hoffentlich trete ich jatzt nicht in ein Fettnäpfchen.
Liebe Grüsse
Helga
P.s. Ich hätte da ein paar Fragen an die Erfahrungen der langjährigen Vegetarier.
Denn ich stelle fest das mein Körper sich vom Stoffwechsel her verändert.
Vieleicht wär das einen neuen Beitrag wert.
Silverlight
31.08.2004, 23:38
So, jetzt habe ich mich total geoutet und hoffe, ich darf trotzdem noch mitschreiben *hoff*
:D :wink: freu mich auf deine nächsten Postings....!
Endlich komme ich auch dazu hier noch zu antworten, irgendwie ging das völlig unter. Wollte noch was zur Lichtnahrung sagen. Vielen lieben Dank, liebe Birgit, dass Du davon erzählt hast. Ich hatte zuvor noch nicht davon gehört, aber das Thema hat mich gepackt und sobald ich wieder etwas mehr Zeit habe, werde ich mich damit mal intensiver beschäftigen. Ich finde das nämlich sehr spannend. Und beim materialisieren schafft man das Essen einfach aus seinen Gedanken, oder wie funktioniert das? Werde mir das Buch mal auf meine Wunschliste setzen. Über das Materialisieren an sich habe ich schon viel gelesen und auch das hat irgendwas in mir etwas zum Klingen gemacht. Ich danke Dir jedenfalls für die neuen Denkanstöße, es ist toll, was für interessante Leute Du kennst. Das hat mich mal wieder daran erinnert, dass wir Menschen oft zu "klein" denken. Ich hatte früher immer das Gefühl unsere Erde wäre nicht mehr zu retten. Das Ozonloch, die Desertifikation, das Artensterben, wie sollte man das alles rückgängig machen. Ich habe dabei nur in zu engen Maßstäben gedacht. Heute glaube ich, dass alles möglich ist und das ist ein wunderschönes Gefühl!
Und liebe Helga, ich denke, dass man die Entwicklung auf der Erde mit Vorleben, Liebe und wunderschönen Gedanken beschleunigen kann. Und mit Geduld und Vertrauen. Das heißt aber nicht, dass ich jedem von TK, Lichtnahrung oder anderen Dingen erzähle. Viele Menschen können mit solchen Gedanken einfach (noch) nichts anfangen. Bei solchen Menschen kann man ja "klein" anfangen, von der Natur und den Tieren reden, so dass sie es auch akzeptieren können. Ich muss da immer daran denken, wie ich in der Fußgängerzone mal beobachtet habe, wie eine ältere Dame zu einem Stand einer Tierschutzorganisation gegangen ist (irgendeine radikalere). Sie erzählte, wie gerne sie Tiere hatte und meinte ganz stolz, dass sie nur noch Fleisch vom Biobauern kaufe, damit es die Tiere gut haben. Darauf hat die Frau von dem Stand sie ziemlich runtergeputzt, von wegen Tod ist Tod und nur vegane Lebensweise wäre zu verantworten usw. Mir tat die alte Dame sehr leid und sie wird künftig vielleicht auch nicht mehr viel von Tierschutzorganisationen halten. Ich fand das sehr schade. In der Öffentlichkeitsarbeit gibt es den Leitsatz "du musst die Leute da abholen wo sie stehen" und das stimmt glaube ich für alles, wo man was bewirken will.
Ich war die Woche übrigens in einem Supermarkt und da gab es noch Aquarien, wo man sich seinen Fisch selbst aussuchen kann. Mitten in der Fleischtheke, umgeben von Fischleichen. Ich stand im Supermarkt und hätte fast zum Weinen angefangen. Woher kommt das eigentlich, dass Menschen Fische nicht wirklich als Tiere empfinden. Ich möchte mal sehen, was los wäre, wenn man sich seine Kaninchen selber aussuchen könnte. Aber so sind es ja "nur" Fische. Hab früher schon mal beim Tierschutz angerufen, aber da kann man nichts machen.
Liebe Grüße,
Sharana
P.S. Liebe Katja, mir ist in Deinem Beitrag aufgefallen, dass es Dir sehr wichtig ist, dass Du bis zu letzt Einfluß auf das Leben Deiner Böckchen hast. Ich kann das sehr gut verstehen, aber mir hat neulich mal jemand gesagt, dass ich lernen müsste zu vertrauen und daran musste ich dabei spontan denken. Ich weiß auch nicht, wie ich es ausdrücken soll. Es geht dabei gar nciht um die Böcke und vielleicht täuscht mich ja auch mein Gefühl, aber irgendwie hatte ich das Bedürfnis Dir zu sagen, dass Du vertrauen kannst. Kam gerade irgendwie aus meinem Bauch. Vielleicht kannst Du ja was damit anfangen, ansonsten vergiß es einfach, ja? ;)
Hallo!!
Habe mir leider erst jetzt alle Beiträge durchgelesen und kann daher auch erst jetzt was schreiben :D
Bin nun auch seit ca. 2 Jahren Vegetarierin und bin damit auch sehr zufrieden. Ich persönlich fühle mich seitdem auch sehr viel besser. Ich war vorher weit öfters krank und nun, seitdem ich kein Fleisch mehr esse, bin ich weitaus vitaler *g*
Mein "Grund" Vegetarierin zu werden bestand eigentlich darin, dass ich einfach diese "Schuld" nicht mehr ertragen konnte, für den Tod von Tieren verantwortlich zu sein. Nur damit ich meine Scheibe Wurst auf dem Teller haben kann oder mein Schnitzel in der Pfanne, müssen Tiere sterben, die vorher vielleicht noch gequält wurden und nicht einmal ihre Kindheit erleben durften. Mir fällt da immer so ein toller Spruch von PETA ein "Animals are my friends - I don't eat my friends"
Jemand schrieb auch, dass das vegetarische Leben teurer wäre, ist es auch. Aber ich denke bei manchen Leuten, z. B. bei Bekannten von uns, mangelt es einfach an Ideen, was sie denn kochen könnten. Fleisch ist das einfachste aller Gerichte, zack in die Pfanne, ein paar Kartoffeln dazu, einmal gut würzen und fertig. Kartoffeln alleine würde ja keiner essen. :D
@ Hathor
Ehrlich gesagt kann ich deine Beiträge nciht wirklich nachvollziehen, nimm es mir nicht übel oder sieh das als eine Art Anfeindung an, aber als ich das alles so gelsen habe, sind die Gedanken in meinem Kopf im Zickzack gesprungen. Und nun muss ich ihnen mal freien Lauf lassen. :shock:
Wegen dem Arzt und dem Magen: Ich habe 3 Ärzte befragt, weil ja doch immer wieder von überallher Bedenken kamen und niemand empfand das Vegetarierdasein als schädigend. Die Mutter meiner besten Freundin ist Heilpraktikerin und kann auch alles nur unterstützen. Wenn man natürlich nur Nudeln mit Ketchup essen würde, ist klar, dass da irgendwelche Mangelerscheinungen auftreten würden :wink:
Da der menschl. Magen einen längeren Verdauungsprozess hat, ist er auch viel eher für pflanzliche Kost ausgelegt. Fleisch erhält einen viel längeren Verdauungsprozess, als es eigentlich benötigt. :idea:
"Ich bin froh, diesen "guten" Platz nicht gefunden zu haben. Verkaufe ich das Böckchen als Schmusetier, habe ich keinen Einfluß mehr auf sein weiteres Leben, das aller Wahrscheinlichkeit nach nicht so toll sein wird.
Man muss halt manchmal länger suchen, um einen passenden Platz zu finden. Wenn ich kleine Flaschenkatzen habe, suche ich solange bis ich etwas Passendes gefunden habe und wenn es ein Jahr dauert, bevor ich eine von ihnen töten lassen würde.
Bringe ich die Bocklämmer zum Schlachten, habe ich bis zuletzt Einfluß auf ihr Leben, denn selbst die Wahl des Metzgers hat bei mir 3 Wochen gedauert
Mag ja sein, dass du dan Einfluss hast, aber der nützt ihnen ja recht wenig, wenn sie später getötet werden. Und das mit den 3 Wochen finde ich ein bisschen - mir fehlen die Worte- sie werden getötet, da macht die Wahl des Metzgers auch keinen Unterschied mehr. Tod bleibt Tod.
Ich weiß nicht, ob mein Verstand vielleicht noch nicht so weit reicht, dass ich irgendwie nicht dahinter blicke, aber meine Frage nun an dich:
Findest du es fair mit ihnen zu kommunizieren, ihnen dadruch praktische eine Brücke zu den Menschen zu bauen, ihr vertrauen zu gewinnen und sie dann töten zu lassen??Vielleicht sehe ich es ja auch komplett falsch, aber: Es sieht für mich leider so aus, als wolltest du sie nicht vor einem schlechten Leben bewahren, sondern es sieht so aus, als suchtest du nur eine (ehrenvolle) Rechfertigung dafür, nicht auf Fleisch verzichten zu müssen.
Wenn Menschen Tk machen, nebenbei Fleisch essen und vielleicht noch nicht "so weit" sind, ok, aber Tk auszuüben und seine eigenen Tiere töten zu lassen, passt in meiner Welt irgendwie nciht zusammen :(
Und warum das Thema so emotional ist:
Meiner Meinung nach ist es so emotional, weil die Tk für mich etwas mit dem "besser verstehen" von Tieren und dem bedingunglosen Vertrauen von Tier zu Mensch und von Mensch zu Tier zu tun hat. Wenn man Fleisch verzehrt und die Schwelle einfach noch nciht übertreten kann, muss man sich halt langsam rantasten - wernn man will.
Ich weiß leider selber nicht, warum ich so emotional darauf reagiere :?
Liebe Grüße
Someday*
PS: In dem "alten" Forum bezeichnete mal jemand Fleischverzehrer als Aasfresser, im Endeffekt passt diese Bezeichnung relativ gut, doch für uns ist dieses Wort irgendwie sehr negativ besetz, doch denkt man drüber nach wird es immer logischer :wink:
Silverlight
04.09.2004, 19:39
Hallo Someday,
las grad dein sehr emotional geladenes Posting.....
Es sieht für mich leider so aus, als wolltest du sie nicht vor einem schlechten Leben bewahren, sondern es sieht so aus, als suchtest du nur eine (ehrenvolle) Rechfertigung dafür, nicht auf Fleisch verzichten zu müssen.
Wenn Menschen Tk machen, nebenbei Fleisch essen und vielleicht noch nicht "so weit" sind, ok, aber Tk auszuüben und seine eigenen Tiere töten zu lassen, passt in meiner Welt irgendwie nciht zusammen
Du hast das zwar an Hathor adressiert, aber da ich Hathor sehr mag und achte und das Thema hier ja auch gestartet habe, bewegt es mich und mag ich antworten.
So wie ich es verstehe betreibt Hathor Landwirtschaft, produziert Ziegenmilch und Käse. Der Verkauf der männlichen Kitze, scheint zudem eine zusätzliche wichtige Geldquelle zu sein (und Landwirtinnen die sich auf Milchwirtschaft spezialisiert haben, leben nun mal zum Teil davon).
Frau und Mann mögen dazu stehen wie immer sie stehen, aber ist es denn aus deiner Sicht besser, wenn Menschen die TierlandwirtInnen sind (nenn das jetzt mal so) erst gar nicht mit ihren Tieren sprechen????
Es gehört doch auch viel Mut dazu, mit Tieren zu sprechen, sie zu lieben und gleichzeitig sie dem Tod zu überantworten.
Ich könnte es nicht - bin ich deshalb ein besserer Mensch oder eine bessere Tierkommunikatorin? NEIN, mit Sicherheit nicht!!!!
Der Tod ist (bislang noch - eines Tages wird das mit Sicherheit anders sein) Teil des Lebens und des Lebenskreislaufs. Es ist aus meiner Sicht ein Übergang und nicht das Ende des Lebens.
Ich wage sogar soweit zu gehen, dass ich sage: ich glaube daran dass die Ziegen die auf Hathors Hof zur Welt kommen ihr "Schicksal" vorweg kennen und es bewusst wählen, wie auch wir Menschen.
Der Tod ist zudem für die meisten Wesen nicht so eine Projektionsfläche für alles mögliche, wie das für uns Menschen der Fall ist.
Als ich mal mit einem Tier sprach und es fragte wie es zum Opfer-sein steht (also von anderen Tieren getötet zu werden) sagte es: "es ist doch wunderbar dass mein Körper der mir in "einem" Leben zum leben diente, dannach anderen Wesen zum leben dient - indem er Nahrung sein kann....der Tod ist nur ein Tor durch das ich gehe, nicht mehr....
Das "rechtfertigt" kein töten und jeder Mensch muss das seiner /ihrer eigenen Seele gegenüber verwantworten (und nur dieser!!!!). Doch da die Welt soviel mehr an Farben hat als nur schwarz und weiss, ist es wichtig auch diesen Aspekt miteinzubeziehen.
Ich finde es auch ein bischen vermessen Menschen die kein Fleisch essen als "spirituell" weiter zu betrachten, (Orginalzitat: wenn jemand noch nicht so weit ist.....) als Menschen die Fleisch essen.
NIEMAND von uns kann aus der Dimension in der wir jetzt leben voll und ganz überblicken was weiter und was weniger weit ist..... :)
Anderum gesagt, ich bin mir sicher dass Spirit nicht in diesen menschlich kleinen Dimensionen "misst".......
Ich kenne indianische SchamanInnen, die so eins sind mit allem Leben - dass, wenn sie jagen - vorher mit dem Geist des Tieres sprechen (TK ist da etwas völlig normales und alltägliches). Das Tier das bereit ist sich "zu geben" damit er/sie essen kann, kommt auf den Jäger zu......
Diese indianischen LehrerInnen haben ein unglaubliches Wissen, ein unglaubliche Weisheit und Liebe zu allem was lebt - und sie essen Fleisch.....
Ich glaube also nicht, dass Fleisch essen ein Maßstab sein kann um die Tiefe und das Herz eines Menschen zu ermessen, das als Maßstab anzusetzen, halte ich im Gegenzug für eine sehr oberflächliche Betrachtungsweise.
Es gibt darüber hinaus vegetarisch lebende Menschen, die so knallhart und "zu" sind, dass sie weit, weit weg von einem Leben in Liebe sind....und es gibt fleischessende Menschen, die eine Liebe und Güte ausstrahlen und leben, dass alles in dir in Licht und Weite sich ausdehnt, wenn du nur in ihrer Nähe bist.....
Summa-Summarium, alle sind eingeladen hier ihre Sicht der Dinge zu sagen und natürlich gibt es da auch kontroversielles, aber ich bitte dich in deinen Postings niemanden abzuurteilen oder anzugreifen, auch Statements wie du sie aus dem anderen Forum beschreibst würde ich hier nicht dulden...
Natürlich kann ich deine Emotionalität auch ein Stück verstehen und dein "nicht verstehen"....auch ich wünsche mir eine Welt in der es kein Töten mehr gibt, doch dass TK eine Elitedisziplin wird, die nur mehr von "reinen" Wesen ausgeübt werden soll - ist aus meiner Sicht mit Sicherheit nicht der Weg der unsere Welt und Menschheit dahin begleitet.....
Alles Liebe dir
Silverlight
Liebe Someday,
ich schätze sehr deinen Entschluss, vegetarisch zu leben, deinen frischen Idealismus, deinen Einsatz für die Würde der Tiere.
Ich achte und schätze Hathor, die ihren Weg ehrlich geht, die es sich nicht leicht macht, sondern sich den Dingen stellt, die ihre Ziegen über alles liebt und ehrt, die ihr ganzes Herz in ihre Arbeit mit den Tieren gibt, die sich dem Tod bewusst stellt, die meines Erachtens einen großen Beitrag für eine bewusstere, liebevollere Welt und für ein bewusstes Miteinander von Tier und Mensch leistet.
Ich wollte nicht einen Maßstab legen, um zu beurteilen, wer nun "weiter" ist. Wenn Menschen Tk machen, nebenbei Fleisch essen und vielleicht noch nicht "so weit" sind, ok, aber Tk auszuüben und seine eigenen Tiere töten zu lassen,
Ich denke nicht, dass Fleischessen oder Vegetarisch Leben das Kriterium für
die Entwicklung eines Menschen sind. Für mich ist das Kriterium die Öffnung des Herzens, Liebe und Mitgefühl. Und Nicht Fleisch zu essen, ist nicht gleichbedeutend, umfassend liebend zu sein. Es gibt genug VegetarierInnen, die andere Menschen hart veruteilen - also hier ganz und gar außerhalb der Liebe sind und Fleischesser, die viel Liebe und Heilung auf die Erde bringen. (natürlich auch Fleischesser, die brutal sind und Vegetarierinnen, die ehrlich den Weg der Liebe gehen...)
Ich habe mit Hathors Merlind und Gundi geredet und beide Ziegen lieben Hathor über alles. Würden sie Hathor so lieben, wenn sie sie als Todbringerin für ihre Kinder sähen?
Weißt du, ich kann deine Emotionalität gut verstehen - ich war bei anderen Themen in meiner Jugend genauso...
Was ich ein bisschen rauslesen kann aus deinem Posting, ist deine Emotionalität zum Tod. Ich habe mich viel mit dem Tod beschäftigt (beschäftigen müssen) bei sehr emotionalen Themen wie Intensivmedizin, Schwangerschaftsabbruch, Selbsttötung, Sterben geliebter Menschen und gelernt, dass nichts einfach in "gut" und "böse" zu katalogsieren ist, sondern differenziert und individuell zu sehen ist. Und von den Tieren habe ich gelernt, dass der Tod natürlich ist, ein selbstverständlicher Übergang - ich danke ihnen sehr für diese Erfahrung, die sie mir schenkten!!!...und ich weiß, dass ich noch viel darüber lernen kann.
Vielleicht magst du nachdenken,-fühlen, was Tod für dich ist, was in dir auftaucht, wenn du das Wort Tod hörst?! Ich habe den Eindruck, dass hier viel von deiner Emotionalität begründet ist....
Ich hatte auch schon die Idee, das Gruppenbewusstsein der Ziegen zu dem Thema zu befragen. Vielleicht magst du oder noch jemand mittun und wir können vergleichen?!
Liebe Grüße,
Birgit
Hallo Zusammen!
Ich beschäftige mich noch nicht so lange mit TK, hab mich aber schon auf einige Bücher gestürzt und in Foren gelesen, und das hat mich nachdenklich gestimmt zum Thema Fleisch. Man kann doch nichts essen das ja eigentlich ist wie wir! (Nicht, dass ihr jetzt denkt ich hätte die Tiere vorher für dumm gehalten, aber ich hatte über das ganze gar nie so genau nach gedacht!)
Was ich allerdings als erstes los werden möchte ist; warum unterscheidet ihr noch zwischen Mensch und Tier? (oder tut ihr das gar nicht und ich hab es "falsch" verstanden) Denn eigentlich sind wir doch alle das Gleiche: Seelen die in Körpern mit unterschiedlichen Fähigkeiten stecken!
Und nun zum fleisch essen oder nicht! Naja ich esse noch Fleisch, ob wohl ich ja nach blutgruppe keines essen sollte! :wink: Allerdings hab ich da so meine bedenken, wegen der mineralstoff deckung und so, denn ich habe eine unverträglichkeit auf Kuhmilch. Natürlich gibt es da noch ausweichvarianten aber soja-naja, ziegenmilch schmeckt mir nicht wirklich und schafmilch bekommt man schwer (wie ziegenmilch auch) und ist ziemlich teuer! Darum habe ich mich entschieden weitgehend darauf zuverzichten. Und für das Fleisch habe ich mich in etwa gleich entschieden, wenn es geht dann lass ich es und nur wenn ich es wirklich "brauche" ess ich welches.
Was das Thema so emozional geschtaltet, so denk ich liegt es weniger am essen oder gar am töten, denn wir sind ja so veranlagt und es ist ja von der evolution so gegeben. Ich denke es liegt viel mehr daran wie die meisten "Tiere" gehalten werden und dann auf schreckliche weise abgeschlachtet werden. Viele suchen sich ja das leben so aus, und wissen was auf sie zukommt, nur eben das es auf so unwürdevolle weise geschiet, das macht mich wirklich traurig! Selbst Schwerverbrecher haben ein schöneres leben im Knast und sogar die, die die Todesstrafe erhalten haben es meist noch besser als "Tiere"!
Liebe grüsse
Claudi
Also zuerst mal muss ich sagen, dass ich den Spruch von Peta, den Someday geschrieben hat (Animals are my friends - I don`t eat my friends) wunderschön finde. Ich kannte ihn zwar schon, aber danke, dass Du ihn mir noch mal in Erinnerung gebracht hast. Ich kann Deine Verwirrung auch nachvollziehen, wobei ich das was Katja macht sehr ehrlich finde. Sie hat sich wirklich damit auseinander gesetzt, was Fleisch bedeutet. Dass es eben tatsächlich Tod bedeutet und dass es nicht in den Supermarktregalen entsteht. Und für die Böckchen ist es auf jeden Fall schöner bei Katja zu leben, mit Ansprache und liebevoller Pflege und dann zu sterben, als irgendwo anders.
Aber ganz allgemein ist mir etwas aufgefallen. Also ich habe ja schon lange bevor ich mich mit TK beschäftigt habe, aufgehört Fleisch zu essen. Aber ich muss Someday recht geben und mir ist das auch erst im Laufe dieser Diskussion aufgefallen: Ist Fleischessen und TK nicht ein unglaublicher Widerspruch?? Also, versteht mich bitte nicht falsch, ich versuche da auch gerade erst meine Gedanken zu ordnen. Was ich meine ist nur, in der TK lernen wir doch so viel über unsere Tiere und darüber wie weise sie sind, dass sie eben wirklich genauso sind wie wir und in vielen Dingen sogar soo viel mehr wissen wie wir und uns so viel lehren können. Dadurch wird aber doch Tiere essen so wie Menschen essen, oder nicht? Natürlich sind viele Tiere bereit ihr Leben für uns zu geben, aber darum geht es ja gar nicht, oder? Auch wenn ein Mensch sich für uns opfern würde, würden wir ihn nicht essen, oder? Ich weiß, ich wage mich da jetzt an ein ziemlich heikles Thema, aber ich bin gespannt was ihr dazu sagt. Es sind einfach die Gedanken, die mir während dieser Diskussion gekommen sind.
@ Katja, klar kann ich verstehen, dass Du schon schlechte Erfahrungen gemacht hast, wer hat das nicht. Ich hatte ein einziges Mal junge Kaninchen, weil ich immer Stallkaninchen hatte, bekam ich die Jungen also nicht los. Jeder wollte die einfach zum Essen haben. Ich habe versucht gute Plätze zu finden und später stellte sich heraus, das vier Kaninchen wahrscheinlich als Versuchstiere geendet sind. Aber gerade deshalb ist doch das Vertrauen so wichtig. Das ist übrigens auch eine der fünf Lebensregeln beim Reiki. Du sollst vertrauen. Daran, dass das Göttliche (wie auch immer man es nennen mag) alles zum Besten wendet, auch wenn wir es nicht verstehen. Und wir haben eben nicht auf alles Einfluß. Ich will damit jetzt gar nicht Deine Entscheidung anzweifeln, Deine Böcke zum Schlachten zu bringen. Darum ging es mir gar nicht. Mir fiel nur auf, wie Du diesen Deinen Einfluß so betont hast. Um bei dem Beispiel der Ziegen zu bleiben: Klar, kann es sein, dass es den Tieren nicht mehr so gut geht, wenn Du sie weglässt, aber es könnte doch auch sein, dass sie noch ein langes wunderschönes Leben haben, oder? Oder sie könnten vielleicht irgendwo in ein Kind in einem Reitstall die Liebe zu Ziegen wecken. Oder, oder, oder. Wie gesagt, mir ging es aber gar nicht um die Ziegen, ich wollte das nur allgemein mal so gesagt haben. Ich habe damit nämlcih auch noch oft ein Problem und bin so ein kleiner Kontrollfreak, aber wenn man erst mal lernt zu vertrauen, dann wird ganz viel, ganz einfach ;). So, jetzt hoffe ich, dass ich diesmal ein bisschen besser ausdrücken konnte, was ich gemeint habe, ist beim Schreiben ja manchmal gar nicht so leicht :oops:
Ja, auch ich esse Fleisch ( nicht oft aber ich esse es) und ich fühle mich nicht schuldig.
Ich achte darauf, das die Tiere aus artgerechter Haltung kommen und keine langen Schlachtwege haben.
Ich achte die Tiere, bedanke mich für die Nahrung und kaufe nicht im Überfluss.
Ich kenne von ein Gespräch mit einer Schlachtkuh, die darin ihren Sinn im Leben sah, es war für sie ein Betrag, an einem natürlichen Kreislauf.
Und sind Tier nicht auch grausam: Löwe die kleine Antilopen
töten, Vögel die Würmer und Insekten töten, Fische die ihre eigene Nachzucht essen, Pferde die Bremsen erschlagen, eure Katzen die Mäuse töten, Hunde die Rehe zu Tote hetzen und und und.
Wo liegt der Unterschied, ich kenne ihn noch nicht.
Habe Pflanzen kein Leben, würden meine Wurzeln in meinen Garten nicht
auch lieber bleiben und nicht in meinem Magen enden.
Haben Pflanzen nicht auch eine Seele?
Auch Bäume können reden, sollte ich frieren, würde ich auf das Brennmaterial verzichten!
Und bin ich ein Mörder, weil ich beim Gehen kleine Tiere töten, die ich nicht gesehen habe. Und hat nicht schon jeder ein Tier getötet, vielleicht nicht bewust, aber sind eure Augen so gut, das ihr alles Lebendige wahrnehmt? Denkt an die toten Fliegen auf eurem Auto.
Leider kann ich es nicht so gut in Worte fassen wie ihr aber vielleicht könnt ihr mich doch verstehen.
Ich habe großen Rezepkt vor allem Leben und eine tiefe Dankbarkeit für alles, was die Natur mir als Nahrung zur Verfügung stellt.
Dorina
Silverlight
05.09.2004, 11:22
Hallo Zaltys,
willkommen hier, magst du ein bischen was von dir im NEUVORSTELLUNG-Forum erzählen?
Alles Liebe
Silverlight
Hallo!!
Die Aussage:"so weit sein" war gar nicht in Richtung Spiritualität gemeint, da ich mich mit diesem Thema eigentlich noch gar nicht sehr intensiv befasst habe. Mir ging es darum auszudrücken, dass Menschen, die vielleicht vegetarisch leben möchten, noch keinen richtigen Weg dazu gefunden haben. Über geistige Größenordnung wollte ich dabei nie diskutieren.
@ hathor: Vielleicht ist mein Post wirklich etwas zu agressiv herübergekommen - und dafür entschuldige ich mich, falls ich dich damit beleidigt haben sollte. Doch als ich deine Beiträge las, wurde mir irgendwie heiß und kalt.
Dann habe ich an das alte Forum und deinen Namen gedacht, "BloodyMary", war er das nicht (falls ich damit falsch liegen sollte, tut es mir leid)? Und dann spielten sich vor meinen Augen unglaubliche Bilder und Emotionen ab, ich überstze den Namen, denke an deinen Post zu diesem Thema und am liebsten würde ich meine Gedanken verbannen, da sie mich auch heute Nacht nicht losgelassen haben.
Und zu deinen Fragen: Nein, wir haben weder irgendwelche Lammfelldecken, Felle oder sonstiges, meine Schuhe sind aus irgendwlechen synthetischen Fasern hergestellt. Wir versuchen, auch in diesem Bereich noch bewusster zu leben. Und zu dem Futter: Katzen müssen nun einmal Fleisch zu sich nehmen. Unser Hund muss spezielles magenfreundliches Futter bekommen, da er sehr empfindlich ist.
Aber hier geht es doch darum, dass Menschen für sich entscheiden, dass sie nicht mehr für den Tod von Tieren verantwortlich sein wollen, oder nicht?
" ich denke mal, daß Du noch verdammt viel im Leben lernen mußt, denn es ist nicht alles so rosarot auf der Welt, wie Du es gerne hättest"
Nur, weil ich "erst" 16 bin? Ich denke nicht, dass ich alles rosarot sehe, ich versuche nur zu sagen, dass ich es nicht gut finde, seine eigenen Freunde zu töten. Rosarot ist für mich, wenn man gewisse Dinge übersieht und einfach alles als gegeben hinnimmt und nicht versucht Dinge von 2 Seiten zu sehen.
@Birgit
Der Tod beschäftigt mich sicherlich auch. Was mich an diesem Thema sehr emotional aufrührt, ist das absichtliche/bewusste Herbeiführen des Todes.
@ Zaltys
"Was ich allerdings als erstes los werden möchte ist; warum unterscheidet ihr noch zwischen Mensch und Tier? (oder tut ihr das gar nicht und ich hab es "falsch" verstanden) Denn eigentlich sind wir doch alle das Gleiche: Seelen die in Körpern mit unterschiedlichen Fähigkeiten stecken!"
schön gesagt ;-)
@ Sharana
"Auch wenn ein Mensch sich für uns opfern würde, würden wir ihn nicht essen, oder?"
Finde ich auch, dass dies eine sehr interessante Frage ist, wo wir doch Tiere als gleichwertig ansehen.
LG
Someday*
PS: Was ich nur ein bisschen "unfair" finde ist, dass es irgendwie ein bisschen auf mein Alter zurückgeht, was ich hier schreibe, dass vieles daran festgemacht wurde, ob ich nun 16 oder 67 bin. Ich denke das Argument Alter sollte doch wirklich keine Rolle spielen, wo viele doch auch an Wiedergeburt glauben. :idea:
Silverlight
05.09.2004, 13:57
Aber hier geht es doch darum, dass Menschen für sich entscheiden, dass sie nicht mehr für den Tod von Tieren verantwortlich sein wollen, oder nicht?
Liebe Someday,
das bist du aber bereits dann, wenn du deine FreundInnen an deine FreundInnen verfütterst....du kaufst das Futter, schaffst damit eine Nachfrage am Markt und zu diesem Zweck werden dann Tiere geschlachtet....damit du "deine" Tiere nähren kannst.
Und leider bei Tierfutter noch sehr wenig üblich - dass Tiere "artgerecht" gehalten werden, nur schonend zu Tode gebracht...würde das Futter viel zu teuer für die meisten Menschen machen.
Aber ich finde sehr gut dass du versucht sehr bewusst mit diesem Thema umzugehen und diese Erde IST voller Widersprüche - für jede/n von uns, in diesem Spannungsfeld der Polaritäten leben und wachsen und entwickeln wir uns...
Ich wusste noch nichts von Tierkommunikation, als ich bei einem Seminar das ich mal auf Kreta gab - mit Delfinen kommunizierte (für die ganze Gruppe - um Botschaften von ihnen zu empfangen).
Sie erzählten mir da von "einer Freude - die ihr Gegenteil nicht kennt".....
Dieser Satz hat mich sehr tief bewegt, da ich es manchmal als sehr schwierig und auch leidvoll finde IN der Polarität zu leben.
Mein Weg auch dahin führt, mehr und mehr diese Polaritäten anzunehmen und darin zu transzendieren....und eines Tages wird es diese Erde jenseits der Polarität geben, ich glaube dass all unsere Diskussionen hier auch ein Stück dazu beitragen...
Liebe Grüße
Silverlight :wink:
So, hiermit jetzt offizielle mein letztes Post zu dem Thema. Ihr habt mich wieder lebhaft daran erinnert, warum ich darüber eigentlich gar nicht mehr diskutieren wollte. Und dabei habe ich mich mit meiner Meinung noch sehr zurückgehalten :D Für mich gibt es einfach keinen Unterschied zwischen Menschen und Tieren und weder die einen noch die anderen möchte ich töten. Aber für mich gibt es - wie schon erwähnt - kein richtig und falsch, kein gut und böse. Außer für mich persönlich. Und ich kann für jeden Verständnis aufbringen und ich meine wirklich für JEDEN!
Nur zwei Sachen möchte ich noch sagen:
Klar, muss ich (noch) Pflanzen töten und auch das tut mir leid, aber ich töte dennoch weniger Pflanzen als die Fleischesser, weil für die Mast eines Rindes, Schweines usw. eine Unmenge an Pflanzen verwendet werden (ich sag nur Energiepyramide, was meiner Meinung nach übrigens der einzig vernünftige Grund gegen das Essen von Hunden, Katzen und anderen Fleischfressern ist).
Und ich möchte jetzt auch mal Someday in Schutz nehmen. Ich sehe nicht alles so wie sie, aber am Anfang wurde zu einer offenen Diskussion aufgefordert und sie hat sich offen zu ihrem Vegetarier sein bekannt. Klar gibt es da viel, was man sensibler ausdrücken hätte können und viel, was man nicht gerne hört, aber in vielen Punkten hat sie recht. In anderen Punkten war sie vielleicht persönlich und das möchte ich auch nicht in Schutz nehmen, aber ich finde es deswegen auch nicht in Ordnung jetzt gegen sie persönlich zu werden und in einigen der letzten Beiträge empfand ich das so. So, das jetzt nur von einem harmoniesüchtigen Menschen und damit verabschiede ich mich aus dieser Diskussion.
Liebe Grüße, Sharana
Wie gesagt, es gab auch unfreundliche Bemerkungen gegenüber Someday und Aasfresser hört sich nicht schön an, bedeutet aber übersetzt nur Totes (also Aas) zu essen. Biologisch wird es für Tiere verwendet, die zwar Fleisch essen, aber nicht selber töten, das dürfte so auf die meisten Fleischesser zutreffen. Verwenden würde ich den Begriff dennoch nicht, weil ich weiß, dass er nur für unnötigen Streit sorgt und sich Leute davon eben angegriffen fühlen, was ja nicht sein muss, gell ;)
StarFire
06.09.2004, 10:58
Ich kenne indianische SchamanInnen, die so eins sind mit allem Leben - dass, wenn sie jagen - vorher mit dem Geist des Tieres sprechen (TK ist da etwas völlig normales und alltägliches). Das Tier das bereit ist sich "zu geben" damit er/sie essen kann, kommt auf den Jäger zu......
Diese indianischen LehrerInnen haben ein unglaubliches Wissen, ein unglaubliche Weisheit und Liebe zu allem was lebt - und sie essen Fleisch.....
Da möchte ich mal ein persönliches Erlebnis loswerden.
Ich verbringe die Wochenenden meist alleine im Wald um meine Ruhe zu haben und um meine schamanischen Fähigkeiten zu üben.
Bei einer Übung im Pirschen (eine Art "spirituelle" Jagd) hat sich mir ein Reh gestellt. Es stand nur knapp 2 Meter entfernt. In einer blitzartigen Übertragung (bin leider nicht gerade fit in TK) bekam ich die Info, daß dieses Reh erwartete, von mir getötet zu werden um mich zu ernähren und es war sehr erstaunt und verwirrt, daß ich das nicht getan habe. Dieses Erlebnis hat mich einigermaßen erschüttert und ich habe immer wieder daran zu knabbern, obwohl das schon ein Jahr her ist.
Nach meiner spirituellen Auffassung braucht man sich über Nahrung nur soweit Gedanken zu machen, daß man der Natur, den Göttern, den Geistern und den Wesen die einen ernähren (ob tierisch oder pflanzlich) dankbar ist und diese Dankbarkeit auch zeigt bzw. ausdrückt. Das Leben, wie wir es kennen entspringt einer einzigen universellen Kraft/Energie, die sich nur in unterschiedlichen Formen äußert. Ich bestehe aus denselben Bestandteilen, wie die Tiere, Pflanzen und Steine. Ich habe denselben Geist wie Tiere, Pflanzen und Steine (nur daß der menschliche Intellekt meist glaubt, daß er was besseres wäre und alles besser wüsste, was einfach nur überheblich ist und absolut nicht stimmt).
Es kommt immer auf den persönlichen Standpunkt an, wie man zu anderem Leben steht. Wer unachtsam lebt, der vegetiert nur so für sich hin, wer achtsam lebt, denkt darüber nach was er/sie tut und wird anfangs in die Fallen des Verstandes, der Logik und der Emotion rennen. Sind der Verstand und die Emotionen geklärt, die Logik in die Schranken gewiesen, dann stellen sich die Fragen nicht mehr, den man ist eins mit seiner Umwelt - egal, wie gerecht/ungerecht diese Umwelt sein mag.
Am Anfang ist ein Stein ein Stein - dann ist der Stein göttlich - dann ist der Stein wieder nur ein Stein. Es gibt keinen Tod - das ist eine Illusion.
... mal sehen, ob das, was ich da geschrieben habe überhaupt jemand versteht ...
StarFire
-> ach ja ... das ist, wie üblich, nur meine eigene Sichtweise und Wahrnehmung und vermutlich nur Leuten verständlich, die schon ähnliche Erfahrungen gemacht haben :wink:
Silverlight
06.09.2004, 12:17
Hallo Ihr Lieben,
danke an Star-Fire für das teilen dieses sehr, sehr speziellen Erlebnisses, es wirft viele neue und alte Fragen auf......und bestätigt auch wiederum vieles was ich von indianischen LehrerInnen über die Einheit von allem was lebt - gelernt und gehört habe.....!
Wo immer wir grad stehen, welchen Stand-punkt wir auch grad einnehmen, so ist es glaub ich wichtig uns immer wieder bewusst zu machen dass wir nur einen kleinen Teil des Großen-Ganzen wahrnehmen und überblicken können. (Also, sehr spannend was wir in unseren Weiterentwicklungen noch alles werden erkennen dürfen:-)
So danke ich euch auch für die vielen unterschiedlichen Perspektiven, erst gemeinsam ergeben sie eine Sicht die ein bischen umfassender ist - als der Punkt an dem jede/r selbst steht.
Was aus meiner Sicht jedoch NIE stimmig sein kann, sind DOGMEN.
Wann immer Standpunkte zu etwas allgemein-gültigem erhoben werden, ist eigentlich schon klar dass da was falsch läuft......
In der Diskussion miteinander -auch zu heissren Themen - ist ein Schlüssel damit das ohne Verletzung ablaufen kann, ganz sicher eine Vermeidung von "du bist" - "du tust", "warum tust du", warum hast du nicht", "wie kannst du nur" etc.....
darin ist letzlich immer eine Grenzüberschreitung enthalten. Auch ich bin (natürlich) nicht gefeit dagegen, aber das wünsche ich mir zum Abschluss noch - dass wir das mehr weglassen und unsere eigenen Meinungen, Gefüle und Gedanken sichtbar werden lassen - ohne uns anzumaßen dass wir wissen, wer jemand ist, was jemand tut....etc.
Auch hier in diesem Forum wird nur sooooo ein kleines Stückchen des Menschen, der Seele sichtbar - die da schreibt!
Ein Urteil dieser Art (selbst bei kleinen, harmlosen Dingen) ist also immer fehl am Platze....
Ok, auf euren Wunsch hin (und auch ich bin der Meinung es ist ein guter Zeitpunkt dafür) - schließen wir diesen Therad nun.
Nochmal danke euch ALLEN, für eure Offenheit und dass ihr euch auch an ein heisses Thema gewagt habt!
Alles Liebe
Silverlight
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