Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Julischka kastrieren?
Hallo zusammen.
Habe ein Problem und hätte gerne von euch Hilfestellung.
Am 04.09. habe ich Julischka aus dem Tierheim geholt - ein echter Sonnenschein!!!!!
Ich habe keine Ahnung (das Tierheim auch nicht), wie oft Julischka Babys bekommen hat. In einem TK-Gespräch, das aber nicht ich geführt hatte, sagte sie, das sie eine Bindung zu ihren Babys nie aufbauen konnte.
Julischka war - wie alle anderen Hündinnen der Züchterin auch - eine Gebärmaschine.
Bzgl. der Kastration hatte sich das Tierheim bei der Züchterin erkundigt, wann Julischka denn das letzte mal Läufig gewesen sei. Es hieß, Mitte Juli d.J.. Also machte ich mit dem TA einen OP-Termin für diesen Monat aus. Irgendetwas sagte mir aber, dass das nicht der richtige Zeitpunkt ist und ich sagte den Termin ab. Glücklicherweise, denn heute fand ich zwei kleine Blutflecken, die auch nur von Julischka stammen können, da Maira ja schon vor 6 Jahren kastriert wurde.
Heute Morgen rief ich beim TA an und gab diese Info durch. Die Sprechstundenhilfe wollte schon mit mir einen Termin für Januar zur Kastration fest machen, da kam mir der Gedanke, dass Julischka ja vielleicht auch alle 3 Monate Läufig wird. Kann ja sein, das war bei meiner verstorbenen Anuschka damals auch so (deshalb sollte sie auch kastriert werden und erlitt dabei einen Narkoseschock. Sie wachte nicht mehr auf).
Die Sprechstundenhilfe sagte dann, ich bräuchte Julischka ja auch gar nicht kastrieren lassen, wenn mich die Läufigkeit nicht störe. "Und was ist mit Gesäuge- und Gebärmutterkrebs?" habe ich gefragt. Das hatte Aquira schließlich auch bekommen. Da sagte die Frau, dass das Risiko des Gesäugekrebses so wie so bleibt. Das könnte man nur ausschließen, wenn direkt nach der ersten Läufigkeit kastriert wird.
Ist das wirklich so?
Könnt ihr vielleicht auf einer Skala von 1 bis 10 bewerten wie hoch das Risiko des Gesäugekrebses mit oder ohne Kastratation - nach vielen Trächtigkeiten - ist? Wie sinnvoll ist eine Kastrastion überhaupt? Julischka hatte meine Gedanken heute erfasst. Ich dachte, dass sie sich deshalb so viel putzt, damit keiner mitbekommt, dass sie läufig ist. Ich erhielt die Antwort: Ich will keine Babys mehr. Es tut weh, wenn ich sie nicht sehen, sie nicht lieben darf.
Das ging mir ganz gehörig ans Herz. :traurig:
Ich wäre sehr dankbar, könntet ihr mir bei der Entscheidungsfindung helfen.
Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende.
Liebe Grüße schickt Mecki
Sternchen
24.10.2009, 19:00
Wenn deine Hündin nicht unter extremer Scheinschwangerschaft leidet, dann würde ich sie nicht kastrieren lassen. Und unter extrem meine ich nicht leicht geschwollenes Gesäuge und ein bisschen Pienzen, sondern wirklich massive Milcheinschüsse und blau-rot geschwollenes Gesäuge. So ein bisschen Scheinschwanger ist nämlich von der Natur durchaus gewollt und absolut normal, damit Babies anderer hündinnen im Notfall von fremden Hündinnen aufgezogen werden. Vor Gesäugekrebs schützt eine Kastration wirklich nur wenn sie vor oder nach der ersten Läufigkeit vollzogen wurde. Allerdings würde ich auch hiervon abraten... aber das ist eine andere Diskussion :-)
In eurem Fall würde ich mir das mit der Läufigkeit wirklich überlegen. Deine Hündin hat erstmal keinen direkten nutzen dadurch. Allerdings verlangt es von uns Menschen viel Konsequenz und bedachtes Handeln, da wir ja alle keine Hunde "vermehren" wollen.
Meine Hündin ist nicht kastriert und ich passe während der Läufigkeit auf wie ein Schiesshund. Lasse sie nicht von der 10m leine und keine sekunde unbeaufsichtigt im Freien. Das Decken geht raz faz, innerhalb von Sekunden kann das passiert sein. Und die folgsamste Hündin stellt ihre Ohren auf durchzug wenn die Hormone mit ihr durchgehen :garf:
Monika S.
24.10.2009, 20:51
Wir haben Bonita im Alter von 6 Jahren kastrieren lassen.
Schwanger war sie bis dahin nie, nur scheinschwanger in einer recht harmlosen Art.
Ein paar Jahre später hatte sie dann einen Knoten an einer der Zitzen und wir haben den unteren Teil der linken Milchleiste entfernen lassen.
Bei der Gewebeuntersuchung hat sich dann GottseiDank herausgestellt, dass es sich um ein harmloses Geschwür gehandelt hat.
Die Entscheidung zur Kastration kam daher, weil unsere Schäferhündin im Alter von 13,5 Jahren eine Gebährmuttervereiterung bekommen hat und nach der OP an Nierenversagen gestorben ist.
Vielen Dank für eure Meinungen. Aber - richtig weiterhelfen tuts nicht. Ich weiß ja noch sehr genau, wie sehr Aquira mit dem Gesäuge- und Gebärmutterkrebs gelitten hat (so lange ist sie ja noch nicht tod!). Und sie hatte nur einmal Babys. Wie groß ist aber die Wahrscheinlichkeit Gebärmutterentzündung / -krebs bei einer Hündin, die - ich weiß nicht wie oft - gedeckt wurde? Gebärmutterentzündung bekommt ja evtl. noch mit, durch viel Wasser trinken. Aber Krebs u.U. erst, wenn es zu spät ist. Wir werden hier nicht in die Verlegenheit kommen, dass Julischka evtl. als Amme einspringt. Und ob und wie sie Scheinschwanger wird, weiß ich ja nun auch noch nicht. Was ich aber weiß ist, dass sie wirklich mächtig blutet. Heute Morgen war ganz viel Blut in der Küche. M.E. nach viel zu viel für so einen kleinen Hund. Aber das muß wohl der TA abchecken.
Vielleicht ist ja unter den Lesern eine Züchterin/ein Züchter. Ich hatte noch nie eine Hündin, die schon so viele Babys bekommen hat.
Und an der Aussage "wenn eine Hündin wenigstens einmal gedeckt wurde, reduziert sich die Wahrscheinlichkeit auf Gesäuge-/Gebärmutterkrebs auf ein Minimum", ist ja wohl auch nichts dran, denn sonst hätte Aquira das nicht bekommen dürfen (ihre Schwester, die auch nur einmal gedeckt wurde, bekam ebenfalls Gebärmutterkrebs, wurde aber rechtzeitig erkannt).
Vielleicht finden sich hier ja noch weitere Leser, die mir auch ihre Meinung und/oder ihre Erfahrungen mitteilen können.
Liebe Grüße schickt Mecki
Keine einfache Entscheidung.
Unsere Hündin werde ich nicht kastrieren lassen. Aus vielen Gründen.
Da wir aber auch im Tierschutz aktiv sind und sicher irgendwann einmal einer ausgebeuteten Zuchthündin ein Zuhause geben werden, hab ich mich mit der Thematik schon mal auseinander gesetzt.
Ich denke ich werde kastrieren lassen. Zum einen aus gesundheitlichen Gründen, denn oftmals spritzen die Vermehrer Hormone, damit die Hündinnen noch öfter gedeckt werden können. Und dadurch ist das Krebsrisiko schon erhöht. Die Gebärmutter einer Zuchthündin ist auch oft schon verändert. Zumindest haben das viele aus unserem Verein nach der Kastration gesagt.
Und zum anderen auch psychische Gründe. Die Läufigkeit ist für diese Hündinnen oft ziemlicher Stress, alte Erinnerungen tauchen auf, aufdringliche Rüden kommen, etc.
Also auch wenn ich prinzipiell gegen Kastration bin, würde ich eine langjährige Zuchthündin immer kastrieren lassen.
Windhund
30.10.2009, 05:53
Meine 5 Damen sind alle kastriert, eine schon kastriert von TS Verein aus Spanien gekommen, bei jüngeren Hündinnen ist man sogar verpflichtet, es zu tun.
Die Läufigkeit und die damit verbundenen Einschränkungen sind einfach Stress für die Hündinnen, außerdem können manche in dieser Zeit schon recht zickig sein, was wieder Unruhe ins Rudel bringt.
Ich bin ein absoluter Befürworter der Kastration und die aufdringlichen Rüden sind auch nicht lustig.
Liebe Grüße ingrid
Hallo,
:help: ich als Katzenbesitzerin hab eine Frage: "leiden" Hündinen während ihrer Läufigkeit, wenn sie nicht begattet werden? Bei Kätzinnen ist das immer sehr schlimm.
Ich wuchs mit einer Hündin auf, die auch nicht kastriert war. Die Blutungen haben uns auch nie gestört (also meine Mutter, die hatte ja die Arbeit ;-)). Unser Grundstück war zwar umzäunt, aber während der Läufigkeit haben es die Rüden immer wieder geschafft einzubrechen. Deshalb bekam sie dann die Antibabyspritze, von der sie später Unterleibskrebs bekam :traurig:. Damals wussten wir es nicht besser.
Kann mich aber nicht erinnern, ob sie daran gelitten hat, nicht gedeckt zu werden, war noch zu klein.
lg
Joelle
bei jüngeren Hündinnen ist man sogar verpflichtet, es zu tun.
Da kann man sich dagegen wehren, weil gemäss Tierschutzgesetz ist es verboten, gesunde Organe zu entfernen. Auch ein Schutzvertrag kann dies nicht durchsetzen.
Die Läufigkeit und die damit verbundenen Einschränkungen sind einfach Stress für die Hündinnen, außerdem können manche in dieser Zeit schon recht zickig sein, was wieder Unruhe ins Rudel bringt.
Das ist ein ganz natürlicher Ablauf und ich finde es oft ziemlich menschlich gedacht, dass Hündinnen "Stress" haben während der Läufigkeit. Die Fortpflanzungszeit ist ein "natürlicher" Stress im Gegensatz zu dem vielen sehr unnatürlichen Stress, den wir unseren Tieren in unserer Gesellschaft zumuten.
Ich bin ein absoluter Befürworter der Kastration und die aufdringlichen Rüden sind auch nicht lustig.
Liebe Grüße ingrid[/QUOTE]
"leiden" Hündinen während ihrer Läufigkeit, wenn sie nicht begattet werden?
Unsere Hündinnen haben nie in dem Sinne "gelitten", klar ist es ihr Trieb, dass sie sich in der Läufigkeit decken lassen möchten, dementsprechend flirten sie auch mit dem Rüden.
Unser Grundstück war zwar umzäunt, aber während der Läufigkeit haben es die Rüden immer wieder geschafft einzubrechen.
Heutzutage sollten Hunde ja nicht einfach mehr in der Gegend frei laufen dürfen ohne Aufsicht. Demzufolge sollte diese Gefahr nicht mehr allzu hoch sein.
Wir hatten 6 Jahre lang 2 Hündinnen und 1 Rüden, alle unkastriert. Die Läufigkeiten der Hündinnen haben wir immer ohne nennenswerte Probleme hinter uns gebracht.
Ich bin Gegnerin von Kastrationen ohne medizinischen Grund. Die Fortpflanzung, vorallem bei Hunden, kann anders sehr gut verhindert werden, ohne dafür Organe entfernen zu müssen und in den Hormonhaushalt und somit in das gesamte System einzugreifen.
Wie ich sehe, habe ich da ein ganz schön schwieriges Thema angesprochen. Ich persönlich respektiere alle hier genannten Argumente, die für oder gegen eine Kastration sprechen.
Marianne, wie soll man anders "verhüten" außer mit einer Spritze? Von den Spritzen habe ich auch nichts gutes gehört, davon bekommen die Hündinnen auch Gebärmutterkrebs. Bestimmt nicht alle Hündinnen, aber doch erschreckend viele.
Joelle, auch unser Grundstück ist komplett eingezäunt, mit einem recht hohen Maschendrahtzaun, da unsere Aschinah damals über alles rüber kam. 1 Meter 50 waren für sie ein Kinderspiel (sie sprang sehr hoch und konnte extrem gut klettern). Trotzdem schaffen es auch bei uns die Rüden, auf das eingezäunte Grundstück zu kommen. Ein Jack-Russel-Terrier hatte Aschinah damals bestiegen, hat - Gott sei Dank - nicht geklappt.
Jeder, der das TSG kennt, weiß, dass gesunde Organe nicht entfernt werden dürfen. Mal ganz ehrlich: Welcher TA hält sich daran? Hier jedenfalls keiner.
Aber darum geht es im Endeffekt auch nicht. Ich weiß nicht, ob die Gebärmutter von Julischka sich bereits verändert hat oder nicht. Im Moment macht Maira mir noch viel größere Sorgen wie Julischka. Maira ist ja kastriert. Sie hat aber zu viele männliche Hormone. Sie besteigt die läufigen Hündinnen. Für Maira ist es Streß pur. Sie kommt im Moment aus dem Herzhusten gar nicht mehr raus, vor lauter liebestoller Aufregung. Auf der einen Seite ist es ja ulkig, denn Maira "rammelt" auf Julischkas Kopf herum. Julischka will das aber nicht. Es ist Streß für beide. Außerdem können mein Mann oder ich gar nicht mehr Richtung Haustür gehen, ohne das Julischka sich die Seele aus dem Leib schreit, weil sie raus will, gucken, ob Rüden da sind. Und die sind da!!!
Außerdem, Marianne, wir wohnen hier auf dem Lande, 264 Einwohner. Da gibt es keinen Leinenzwang. Die Landwirte lassen ihre Tiere einfach laufen. Der ein oder andere Rüde schafft auch den Sprung über unseren Zaun. Es ist ja nicht nur, dass die Rüden alles markieren, nein, sie setzen auch ihre Haufen vor die Haustür. Wenn man das alles zusammen nimmt, so überwiegen - zumindest hier - doch die Nachteile für ein ungestörtes Zusammenleben. Jetzt, wo ich das schreibe, habe ich mich entschieden: Ich lasse sie kastrieren, wenn ich genau weiß, wie der Abstand von einer Hitze zur nächsten ist.
Ich danke euch aber für euer Interesse.
Liebe Grüße schickt Mecki
Marianne, wie soll man anders "verhüten" außer mit einer Spritze? Von den Spritzen habe ich auch nichts gutes gehört, davon bekommen die Hündinnen auch Gebärmutterkrebs. Bestimmt nicht alle Hündinnen, aber doch erschreckend viele.
Die Spritze würde ich auch überhaupt nicht empfehlen.
Außerdem, Marianne, wir wohnen hier auf dem Lande, 264 Einwohner. Da gibt es keinen Leinenzwang. Die Landwirte lassen ihre Tiere einfach laufen. Der ein oder andere Rüde schafft auch den Sprung über unseren Zaun. Es ist ja nicht nur, dass die Rüden alles markieren, nein, sie setzen auch ihre Haufen vor die Haustür. Wenn man das alles zusammen nimmt, so überwiegen - zumindest hier - doch die Nachteile für ein ungestörtes Zusammenleben. Jetzt, wo ich das schreibe, habe ich mich entschieden: Ich lasse sie kastrieren, wenn ich genau weiß, wie der Abstand von einer Hitze zur nächsten ist.
Es ist immer ein Frage, wieviel man als Hundebesitzer in Kauf nehmen will. Ich wohne auch auf dem Land und ich hab den Rüden sogar im Haus. In den Stehtagen lassen wir unsere Hündin auch nicht in den Garten. ;-)
Da Hündinnen ja i.d.R. nur 1 - 2x pro Jahr während 3 Wochen läufig sind, finde ich es das kleinere Übel, in dieser Zeit auf die Hündin aufzupassen als gesunde Organe zu entfernen. Das Kastrieren hat ja nicht nur einen Einfluss auf den Fortpflanzungstrieb, sondern auf den ganzen Körper, den ganzen Hormonhaushalt, Stoffwechsel etc., etc.
Dass Tierärzte immer eine Hintertür für sich haben, damit sie auch unbegründet kastrieren können, ist mir auch klar, es ging mir darum, bewusst zu machen, dass es im Grunde verboten ist.
Ich finde, dass man sich über die Hundehaltung halt grundsätzlich Gedanken machen sollte und sich nicht nachher die Tiere "zurechtschnippeln" soll. Aber selbstverständlich kann das jeder für sich selber entscheiden, weil er auch mit den entsprechenden Konsequenzen leben muss. :kiss:
Was ich noch sagen wollte (kann man eigentlich Beiträge nicht mehr ändern???), ich hab einen Shettyhengst, der im nächsten Frühjahr zu 2 Stuten und einem Wallach kommen soll. Ihn werde ich sterilisieren lassen (also nur unfruchtbar, unterbinden sagt man beim Menschen), da bei Pferden die Rossigkeit jeden Monat i.d.R. stattfindet und man die Pferde auch weniger unter Kontrolle hat in dieser Hinsicht als Hunde. Aber kastrieren wollte ich ihn nicht aus den genannten gesundheitlichen Überlegungen. Ev. wäre das auch eine Möglichkeit für Dich, anstatt zu kastrieren?
Hallo Marianne,
zum einen lasse ich meine Hunde nicht wahllos kastrieren, weil es einfach angenehmer ist. Ich weiß nicht ob Du im Laufe der Zeit, die ich nun hier im Forum bin mitbekommen hast, dass ich immer 3 Hündinnen hatte: Aquira, ihre Tochter Aschinah und Maira.
Maira war die einstigste, die ich kastrieren lassen MUSSTE, weil sie sehr bösartig war und Aquira fast totgebissen hat. Sie hatte Aquira öfter körperlich angegriffen und zum Teil wirklich so verletzt, dass sie genäht werden mußte. Ich denke, in so einem Fall würdest sogar Du einer Kastration zustimmen, oder?
Aquira und Aschinah waren NICHT kastriert. Heißt also, ich gehöre nicht zu denen, die ihre Hündinnen einfach mal so kastrieren lassen, damit es einfacher ist und die Rüden nicht mehr kommen. Ich mache es nicht wegen der Rüden!
Du hast den Absatz, in dem ich über Maira´s Herzprobleme geschrieben habe, anscheinend nicht gelesen. Oder würdest Du ohne weiteres in Kauf nehmen, dass die eine Hündin - weil sie zu viele männliche Hormone hat - an einem Herzinfarkt stirbt, nur damit der anderen ein - eventuell - gesundes Organ nicht entfernt wird? Und ob die Gebärmutter sich schon verändert hat oder nicht, kannst Du doch gar nicht wissen, denn ich weiß es auch nicht. Deshalb habe ich doch hier den Thread reingesetzt, weil ich nicht weiß, ob und wie schnell sich eine Gebärmutter (Krebs) nach vielen Trächtigkeiten verändern kann.
Unsere allererste Hündin, Anuschka, hatte ich schon bei dieser OP verloren, weil sie in einen Narkoseschock gefallen war. Sie wurde alle 3 Monate läufig. Ihr Hormonhaushalt war völlig durcheinander, ihr Fell wurde sehr dünn. Sie war erst 4 Jahre und 2 Monate alt.
Julischka hat ebenfalls so ein dünnes Fell am Körper (auf dem Rücken). Laut Aussage der Züchterin an das Tierheim, war sie aber erst im Juli läufig. So, und jetzt ist sie schon wieder läufig, 3 Monate später. Da sprichst Du davon, dass Hündinnen ja eigentlich nur 1 - 2mal pro Jahr läufig werden?
Vielleicht kannst Du die Sache ja jetzt etwas anders sehen, dann brauchst Du mich nicht mehr als verantwortungslos hinstellen, denn das bin ich weiß Gott nicht.
Liebe Grüße schickt Mecki
Sternchen
02.11.2009, 16:12
Hey Mädels, ganz ruhig :garf:
@Mecki: Ich kann nicht sehen, dass Marianna dich als unverantwortlich hingestellt hat. Vielleicht habe ich ja was überlesen. Aber du hast doch nach unseren Meinungen gefragt und Marianna hat dir ihre Meinung geschrieben. Das war völlig korrekt. Vielleicht kam es ja bei dir falsch rüber.
Das Thema ist ziemlich heiss, also ganz cool bleiben! :lol2:
Hallo Sternchen,
natürlich wollte ich eure Meinungen lesen, deshalb hatte ich diesen Thread eröffnet. Das es da unterschiedliche Meinungen gibt, ist mir völlig klar und ich hatte auch schon geschrieben, dass ich alle Meinungen akzeptiere. Ganz klar.
Es ist auch nicht, dass ich mich von Marianna angegriffen fühle, ganz und gar nicht. Es sind nur die letzten beiden Sätze, die mich etwas stören.
"Ich finde, dass man sich über die Hundehaltung halt grundsätzlich Gedanken machen sollte und sich nicht nachher die Tiere "zurechtschnippeln" sollte.
Aber selbstverständlich kann das jeder für sich selber entscheiden, weil er auch mit den entsprechenden Konsequenzen leben muß."
Wer sich eine Hündin zulegt, weiß, glaube ich, worauf er sich einläßt. Wobei es bei den Rüden nicht viel besser ist, die gehen dann eben "Fensterln", wenn sie eine läufige Hündin wittern.
Ich versuche ja auch nur jetzt klar zu machen, aus welchen Gründen (Maira) ich mich jetzt doch für die Kastration entschieden habe. Dabei habe ich noch einen wichtigen Grund heute Mittag vergessen zu schreiben, da ich in Eile war: Julischka ist, seit sie läufig ist, wieder unsauber geworden. Ich habe mit dem Tierarzt gesprochen und gefragt, wieso Julischka seit fast 14 Tagen wieder in die Wohnung macht, ausschließlich nachts und das, obwohl sie nochmals zwischen 23 und 23:30 Uhr raus gelassen wird. Als das Thema auf die Läufigkeit kam, erzählte mir der TA, dass seine Hündin genau das gleiche Problem hatte. Nach der Kastration hat sie nicht mehr in die Wohnung gemacht. Was würdet ihr sagen, wenn ihr morgens in die Küche kommt, und feststellt, dass eure Hündin auf den Küchentisch (!!!) gepinkelt hat? Also mir ist es heute Morgen wirklich vergangen, das könnt ihr mir glauben. Wenn das stimmt, was der TA mir erzählt hat, müßte sie nach der Läufigkeit wieder "sauber" sein.
Ich bin durchaus für den Tierschutz und auch dafür, dass nicht mehr ohne weiteres kastriert werden kann. Darunter fällt auch das Kupieren der Schwänze oder der Ohren, das Wegschneiden der Daumen- oder der Afterkrallen, nur, weil es die "Ausstellungsrichtlinien der Zuchtverbände" so vorschreiben. Bei meiner eigenen Zucht wurde gar nichts weggeschnitten, auch die Schwänze und Krallen nicht.
Ich möchte nur noch einmal damit klar machen, dass ich mir sehr wohl überlege, ob ich kastrieren lasse oder nicht. Wenn mir eure Meinung völlig egal wäre und ich mir der Kastration schon sicher gewesen wäre, hätte ich diesen Thread nicht eröffnet, dann hätte ich es ganz einfach gemacht. Aber eure Meinung war und ist mir wichtig. Vielleicht hätte ich hier noch Gesichtspunkte entdeckt, die ich so nicht wahr genommen hätte.
Nochmal an Marianna: Ich fühle mich von Dir nicht angegriffen und ich hoffe ich habe Dich auch nicht angegriffen. Wenn Du das doch so empfinden solltest, dann entschuldige ich mich natürlich in aller Form dafür. Sorry.
Liebe Grüße schickt Mecki
Sternchen
02.11.2009, 19:09
Alles klar! :kiss:
Das mit dem Pinkeln ist schon seltsam. Hab ich jetzt noch nie gehört.
Du weisst aber schon, dass das Risiko, dass Hündinnen nach einer Kastration inkontinent werden, recht hoch ist, oder? Besonders wenn es große, schwere hündinnen sind (weiss nicht, wie groß deine Hündin ist). Boxer sind ganz besonders oft betroffen. Dann hättest du nämlich nicht nur einen Hund, der 2x im Jahr für 2 Wochen pinkelt, sondern einen Hund, der das ganze Jahr über ausläuft. Glaub mir, DAS ist RICHTIG schlimm!!! :traurig:
Maira war die einstigste, die ich kastrieren lassen MUSSTE, weil sie sehr bösartig war und Aquira fast totgebissen hat. Sie hatte Aquira öfter körperlich angegriffen und zum Teil wirklich so verletzt, dass sie genäht werden mußte. Ich denke, in so einem Fall würdest sogar Du einer Kastration zustimmen, oder?
Hmm, nicht unbedingt. Bevor ich kastrieren lassen würde, sofern diese Bösartigkeit wirklich auf die Läufigkeit zurückzuführen wäre (ich kenn Deine Situation ja nicht im Detail und jeder Hundebesitzer beurteilt die Situation jeweils auch mit seinem eigenen Hintergrund), würde ich zuerst andere Möglichkeiten suchen wie z.B. eine klass. hom. Behandlung etc. Wenn diese Bösartigkeit nur in der Läufigkeit auftreten würde, würde ich in dieser Zeit die Hündinnen halt trennen, so wie wir jetzt Rüde und Hündin auch trennen müssen.
Du hast den Absatz, in dem ich über Maira´s Herzprobleme geschrieben habe, anscheinend nicht gelesen. Oder würdest Du ohne weiteres in Kauf nehmen, dass die eine Hündin - weil sie zu viele männliche Hormone hat - an einem Herzinfarkt stirbt, nur damit der anderen ein - eventuell - gesundes Organ nicht entfernt wird?
Ich würde wahrscheinlich grundsätzlich einen anderen Weg wählen. Wenn es wirklich daran liegen würde, dass die eine zuviele männliche Hormone hat (wenn ich das richtig gelesen hab, ist die ja kastriert und bei Frauen, die "kastriert" werden, ist meistens eine Hormongabe nötig), warum dann nicht der "kranken" Hündin, die nötigen weiblichen Hormone zuführen, anstatt einer gesunden (davon geh ich jetzt mal aus) Hündin Organe zu entfernen? Hatte sie schon vor der Kastration Herzprobleme oder erst danach?
Und ob die Gebärmutter sich schon verändert hat oder nicht, kannst Du doch gar nicht wissen, denn ich weiß es auch nicht. Deshalb habe ich doch hier den Thread reingesetzt, weil ich nicht weiß, ob und wie schnell sich eine Gebärmutter (Krebs) nach vielen Trächtigkeiten verändern kann.
Grundsätzlich liegt es in der Natur einer Hündin Welpen zu gebären, warum sollte sich die Gebärmutter nur deshalb verändern, weil sie häufige Trächtigkeiten hatte? Grundsätzlich hat von der Natur her jedes Organ seinen Sinn und meist ist es nicht des Problems Lösung, dieses wegzuschneiden. Dann tauchen die Probleme halt anderswo auf.
Unsere allererste Hündin, Anuschka, hatte ich schon bei dieser OP verloren, weil sie in einen Narkoseschock gefallen war. Sie wurde alle 3 Monate läufig. Ihr Hormonhaushalt war völlig durcheinander, ihr Fell wurde sehr dünn. Sie war erst 4 Jahre und 2 Monate alt.
Julischka hat ebenfalls so ein dünnes Fell am Körper (auf dem Rücken). Laut Aussage der Züchterin an das Tierheim, war sie aber erst im Juli läufig. So, und jetzt ist sie schon wieder läufig, 3 Monate später. Da sprichst Du davon, dass Hündinnen ja eigentlich nur 1 - 2mal pro Jahr läufig werden?
Wie ich oben schrieb, wäre für mich der Weg erstmal anders. Eine Hündin mit Hormonstörungen würde ich erst mit allen anderen Möglichkeiten behandeln bevor ich als letzte Möglichkeit die Kastration sehen würde.
Vielleicht kannst Du die Sache ja jetzt etwas anders sehen, dann brauchst Du mich nicht mehr als verantwortungslos hinstellen, denn das bin ich weiß Gott nicht.
Wie Sternchen schon schrieb, hab ich Dich nirgends als verantwortungslos hingestellt. Ich hab nur beschrieben, wie ich es handhabe. :kiss:
Ich hatte eine Hündin, die Mutter der zwei, die wir jetzt noch haben. Sie bekam durch meine damalige Unwissenheit wegen der Läufigkeitsunterdrückungsspritzen Gebärmutterentzündung, später auch 2 oder 3x eine Vereiterung. Wir haben es immer mit klass. Homöopathie wieder "hingekriegt" bis ins hohe Alter von 13 Jahren. Dann war ihre Lebenskraft wohl nicht mehr so stark, so dass wir sie kastrieren lassen mussten. Sie wurde dadurch inkontinent, wie Sternchen beschrieb, bekam Herzprobleme (Auswirkungen Narkose?) und starb schliesslich gut 1 Jahr später an einem Tumor im Brustraum bzw. liess ich sie einschläfern, damit sie nicht ersticken muss. Warum ich das erzähle? Weil ich auch der Meinung bin, dass wenn man ein "Ventil", das bei meiner Hündin die Gebärmutter war, wegschneidet, sich der Körper ein anderes Ventil sucht.
Für mich heisst das, kastriere ich eine Hündin, dann verhindere ich ganz sicher, dass sie Gebärmutterkrebs bekommt, weil sie keinen Krebs bekommen kann, wo nix mehr ist. Aber ich fördere dadurch andere Krebsarten oder Krankheiten und die dann befallenen Organe lassen sich ev. weniger gut wegschneiden. Das einfach meine Gedanken zu Deiner Frage wegen Verhinderung von Gebärmutterkrebs. :wink:
Hallo Sternchen,
nein, dass habe ich noch nicht gewußt, dass Hündinnen nach einer Kastration inkontinent werden können. Julischka ist eine Bolonka-Zwetna-Hündin, sie hat eine WR-Höhe von 28 cm.
Hallo Marianna,
das tut mir leid mit Deiner Hündin. Was für eine Rasse war das? Ich habe es nicht gefunden, denke, dass Du es auch nicht geschrieben hast. Für große Rassen finde ich 13 bzw. 14 Jahre ein hohes Alter.
Dem Kleinpudel (Aquira) sagt man nach, dass sie bis 20 Jahre alt werden können. Ich persönlich kannte einen, der ist im heroischen Alter von 19 Jahren friedlich eingeschlafen. Aquira wurde "nur" 13 Jahre. Dem Bolonka-Zwetna (Julischka) sagt man nach, dass sie bis 16 Jahre alt werden können.
Maira bekommt wegen ihres Herzens die Cralonin Herztropfen, die sind homöopathisch. Da sie aber nicht mehr langten und sich das Herz weiter vergrößert hatte und sie auch Wasser in der Lunge hatte (Herzhusten), bekommt sie nun außerdem Furosemid zum Entwässern und VetMedin 2,5 mg Kautabletten. Diese beiden Sachen bekommt sie nun schon seit ca. 2 1/2 Jahren. Maira hatte die Herzprobleme schon vor der Kastration. Die Aggressionen gegenüber Aquira hatte sie auch nicht nur während der Läufigkeit. Aber während der Läufigkeit waren sie besonders stark. Der damalige TA hatte auch gesagt, dass der Schuß eventuell nach hinten los gehen kann, eben wegen der vielen männlichen Hormone. Er riet mir damals zum Gespräch mit einer TK in der Schweiz (meine erste Begegnung mit TK). Ihr gegenüber hatte Maira gesagt, dass es nach der Kastration besser werden würde - und es wurde tatsächlich besser. Dieser TA jedenfalls war der einzige in meiner näheren Umgebung, der mit Bioresonanz und Homöopathie gearbeitet hatte. Er ist nur leider sehr früh und urplötzlich verstorben. Es gibt keinen entsprechenden Nachfolger für ihn. Und selbst mit der Homöopathie "rumdoktorn" will ich auf keinen Fall. Meine Freundin hatte sich zur THP ausbilden lassen. Aber auch sie ist ein Jahr später an Bauchspeicheldrüsenkrebs gestorben. Vielleicht soll es ja so sein, dass es hier keinen THP gibt.
Ich habe mich auch heute noch mit meiner Hundefrisöse (Aquira´s Züchterin) unterhalten, ob sie von ihren Kunden schon einmal gehört hat, dass eine Hündin während der Läufigkeit wieder unsauber wird. Ja, sagte sie, das habe sie schon öfter erzählt bekommen.
Marianna, weißt Du mir denn da auch einen Rat? Wie ich schrieb, hat Julischka vorletzte Nacht auf den Küchentisch gepinkelt. Letzte Nacht war es die Couch. Den Geruch bekomme ich doch gar nicht mehr weg. Glaube mir, im Moment bin ich recht verzweifelt. Wir haben Klick-Laminat. Leider war der Untergrund nicht 100%ig gerade, so daß die Linien deutlich zu sehen sind. Da, wo Urin eindringen konnte, weicht das Laminat und verfärbt sich. Ich mache mir die Entscheidung - kastrieren / nicht kastrieren - wirklich nicht leicht. Auch sehe ich immer wieder Anuschka vor mir, weil wir mit ihrem Tod nicht gerechnet hatten. Ich hatte auch bei Maira diese furchtbare Angst, dass sie nicht mehr aus der Narkose aufwachen könnte (Anuschka war Maira´s Tante).
Genau so ergeht es mir mit Julischka, wenn ich an eine Kastration denke. Trotzdem sehe ich bei Julischka mehr Vor- als Nachteile durch eine Kastration.
Nochmal zu den Trächtigkeiten. Die Züchterin, die Julischka - und auch ihre anderen Hündinnen - als Gebärmaschine benutzt hat, ist hier sehr bekannt, und zwar nicht gerade im positiven Sinn. Leider kann man der Frau nicht beikommen, sonst dürfte sie wahrscheinlich nicht mehr züchten. Es ist bekannt, dass sie die vorgegebenen Ruhezeiten der Hündinnen nicht einhält, nur, um mit den Welpen möglichst viel Geld damit zu verdienen. Es ist bekannt, dass sie bei jeder Läufigkeit deckt. Bei jeder!!! Deshalb stellt sich mir die Frage, ob Julischkas Gebärmutter sich eventuell schon verändert hat. So, jetzt will ich aber erst mal aufhören, sonst wird das hier megalang.
Liebe Grüße schickt Mecki
nein, dass habe ich noch nicht gewußt, dass Hündinnen nach einer Kastration inkontinent werden können. Julischka ist eine Bolonka-Zwetna-Hündin, sie hat eine WR-Höhe von 28 cm.
Ich habe mal in einem anderen Thread ziemlich ausführlich darüber geschrieben, hier http://www.tierkommunikation-forum.com/showthread.php?t=6919&highlight=Kastration+Schilddr%FCse&page=2 . Ich kopier es hier mal rein.
Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass man keine gesunden Organe entfernen soll und dass eine Kastration ein grosser Eingriff mit entsprechenden Risiken (Narkose, OP-Risiko etc.) ist. Kastration hat einen grossen Einfluss auf den Hormonhaushalt, welcher nicht nur für die Sexualität zuständig ist, sondern sehr, sehr viele Funktionen im Körper hat.
Östrogene
Östrogene werden während der Reifephase in den Follikeln (Eibläschen) der Eierstöcke und während einer Schwangerschaft in der Plazenta (Mutterkuchen) und in geringem Maße im Unterhautfettgewebe produziert. Sie haben im weiblichen Körper verschieden Aufgaben. Insgesamt sind die Östrogene diejenigen Hormone, die den größten Beitrag zur körperlichen und psychischen Entwicklung und Lebensgefühl jeder Frau leisten. Beginnend in der Pubertät mit der Brustentwicklung, über den monatlichen Zyklus bis hin zum Knochenaufbau, Fettstoffwechsel und der Kollagenbildung zur Erhaltung der Hautelastizität, sind Östrogene im Spiel. Sie schaffen die Voraussetzungen für eine Schwangerschaft und für Sex. Sie wirken stärkend auf Knochen und Herz und stabilisieren das seelische Gleichgewicht. Außerdem sorgen sie für das typische weibliche Erscheinungsbild in Figur, Haut und Behaarung.
Testosteron
Im männlichen Körper bewirkt Testosteron die Entwicklung der Geschlechtsorgane, die Ausbildung der Geschlechtsmerkmale (Behaarungs- und Fettverteilungsmuster, tiefe Stimme) und die Samenbildung. Im männlichen und im weiblichen Körper trägt Testosteron zum Wachstum der Knochen in der Entwicklungsphase bei, erhöht die Muskelmasse und senkt das Cholesterin im Blut.
Auswirkungen eines gestörten Testosteronspiegels
http://de.wikipedia.org/wiki/Testosteron#Funktion (http://de.wikipedia.org/wiki/Testosteron#Funktion)
Kastrierte Hündinnen haben ein:
-8 mal höheres Risiko für Inkontinenz
-2 mal höheres Risiko für Fettleibigkeit
-8 mal höheres Risiko für Herztumore
-höheres Risiko an Harnleitertumoren zu erkranken
-höheres Risiko an Schilddrüsen-Krebs zu erkranken
-höheres Risiko an akuter Pankreatitis zu erkranken
-höheres Risiko an chronischer Hornhautentzündung zu erkranken
-höheres Risiko an Muskelschwund und Bindegewebsschwäche zu erkranken
-höheres Risiko an Blutgefäß-Tumoren zu erkranken
-höheres Risiko an einer Unterfunktion der Schilddrüse zu erkranken und leiden dabei unter ständigem Hungergefühl
-Risiko der Babyfellentwicklung, vorallem bei langhaarigen Hunden (Verfilzung)
-Frühkastration beinhalten das Risiko, physisch und psychisch nicht Erwachsen zu werden, wobei das von vielen ja auch erwünscht ist, ein "ewiges Baby" zu behalten.
-Risiko nach der Kastration immer "gut" zu riechen
-hinzu kommt das OP-Risiko.
Intakte Hündinnen sind:
6 mal häufiger von "perianal fistula" betroffen und haben ein:
-höheres Risiko an vaginalen Tumoren zu erkranken
-höheres Risiko an Brustkrebs zu erkranken
-höheres Risiko an Gebärmuttervereiterung zu erkranken
Kastrierte Rüden haben ein:
-2 mal höheres Risiko für Fettleibigkeit
-leicht höheres Risiko an Prostatakrebs zu erkranken
-höheres Risiko an Harnleitertumoren zu erkranken
-höheres Risiko an Diabetes zu erkranken
-höheres Risiko an einer Unterfunktion der Schilddrüse zu erkranken
-höheres Risiko an Knochenkrebs zu erkranken und leiden dabei unter ständigem Hungergefühl
-Risiko der Babyfellentwicklung, vorallem bei langhaarigen Hunden (Verfilzung)
-Frühkastration beinhalten das Risiko, physisch und psychisch nicht Erwachsen zu werden, wobei das von vielen ja auch erwünscht ist, ein "ewiges Baby" zu behalten.
-Risiko nach der Kastration immer "gut" zu riechen (Bedrängnis durch andere Rüden)
-hinzu kommt das OP-Risiko
Intakte Rüden haben ein:
-höheres Risiko an Leukämie zu erkranken
-höheres Risiko an Hodenkrebs zu erkranken
-höheres Risiko an "perianal fistula" zu erkranken
-wenn sie von Lymphknotenschwellungen oder-tumoren betroffen sind, haben sie kürzere beschwerdefreie Zeiträume
Fördert die Kastration Prostata-Karzinome bei Rüden? (11.12.2002)
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Utrecht (aho) - Die Kastration von Rüden kann die Entwicklung von
Prostata-Karzinomen beschleunigen. Zu diesem Ergebnis kommen
Veterinärmediziner von der Universität Utrecht. Sie hatten die
Krankengeschichten von 15.363 Rüden ausgewertet, die zwischen 1993-1998 in der Klinik für Kleine Haustiere der Universität von ihren Besitzern vorgestellt wurden. Bei 225 Tieren wurde die Diagnose "Prostata-Karzinom"
> gestellt. Zusätzlich wurden die Daten weiterer 206 Rüden ausgewertet, deren Prostata-Gewebsproben von Tierärzten zur Diagnostik eingeschickt wurden.
Gutartige Prostata-Veränderungen wurden bei 246 Hunden (57.1 Prozent), eine Prostatistis (Entzündung) wurde bei 83 Hunden (19.3 Prozent) und ein Prostata-Karzinom wurde bei 56 Hunden (13 Prozent) diagnostiziert. Hunde,
die an einem Prostata-Karzinom litten, waren mit einem Durchschnittsalter
von 9,9 Jahren deutlich älter als Hunde mit anderen Prostata-Veränderungen(8,4 Jahre). Hunde der Rasse "Bouvier des Flandres" (Flandrische Treibhunde) hatten im Vergleich zu anderen Rassen ein erhöhtes Risiko für ein Prostata-Karzinom. Ebenso erhöhte sich durch eine Kastration das Risiko für ein Karzinom. Das Alter, in dem ein Karzinom diagnostiziert wurde, unterschied sich zwischen kastrierten und nicht kastrierten Rüden nicht wesentlich. Die Zeitspanne zwischen der Kastration eines Rüden und dem ersten Auftreten von "Problemen mit der Prostata" war höchst unterschiedlich. Die eterinärmediziner schließen aus den Daten, dass eine Kastr. ein Prostata-Karzinon zwar nicht auslöst, aber dessen Entwicklung
beschleunigt.
Teske E, Naan EC, van Dijk EM, Van Garderen E, Schalken JA.
Canine prostate carcinoma: epidemiological evidence of an increased risk in castrated dogs.
Mol Cell Endocrinol 2002 Nov 29;197(1-2):251-255
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Mein 2. Beitrag.
Dann abweichend zum Grundsatz folgende Erfahrungen und Gedanken:
Katzen
Katzen werden in kurzen Abständen rollig, es besteht bei Nichtdecken die Gefahr der Dauerrolligkeit (soll hom. behandelt werden können). Bei Freigängerkatzen ist es fast nicht zu kontrollieren, wann die Rolligkeit einsetzt, um dann die Katze für diese Zeit im Auge behalten zu können, zudem wäre es für Freigänger auch eine grosse, weil oft vorkommende Einschränkung ihrer Freiheit.
Ich bin zum Schluss gekommen, dass bei Katzen und Kater die Kastration die beste Lösung ist, weil alles andere sehr aufwändig und auch sehr einschränkend für die Katze, zudem haben mir Homöopathen bestätigt, dass Katzen die Kastration wohl besser "vertragen" als z.B. Hunde.
Hunde
Bei Hunden gibt es für mich keinen Grund "vorsorglich" zu kastrieren, wenn kein medizinischer Grund vorliegt (Krebs, Gebärmuttervereiterung etc.). Weitere Gründe könnten schwere Scheinschwangerschaften oder echte Hypersexualität sein, welche mit anderen, natürlichen und/oder hom. Mitteln nicht in den Griff zu bekommen sind.
Hündinnen werden i.d.R. 1 - 2x pro Jahr läufig für 3 Wochen, diese Zeit finde ich, kann man überbrücken und die Hündin gut im Auge behalten. Ich persönlich bin auch der Meinung, dass man nicht unbedingt gemischte Rudel halten muss und dafür kastriert.
Wir haben zwei Hündinnen und 1 Rüden, alle unkastriert! Bei Läufigkeit lässt sich der Rüde sehr gut kontrollieren (ist auch ein grosser Teil Erziehungssache, denn ICH bin Rudelchef und sage wer mit wem darf oder eben nicht). Kastration bei Rüden muss oft herhalten, weil man denkt, Rüden seien dann leichter zu lenken.
http://www.drc.de/gesund/kastratr.html (http://www.drc.de/gesund/kastratr.html)
http://www.lakelandterrier.de/kastration.html (http://www.lakelandterrier.de/kastration.html)
Ach ja, was oft nicht zur Sprache kommt, ist die Sterilisation bei Rüde und Hündin. Beides ist zwar auch eine OP, aber der Hormonhaushalt bleibt intakt, nur die Fortpflanzung wird verhindert.
das tut mir leid mit Deiner Hündin. Was für eine Rasse war das?
Sie war eine Colliehündin. http://www.tierkommunikation-forum.com/showthread.php?t=15114&highlight=Sheila
Ich habe es nicht gefunden, denke, dass Du es auch nicht geschrieben hast. Für große Rassen finde ich 13 bzw. 14 Jahre ein hohes Alter.
Klar ist es ein hohes Alter, aber ich bin heute der Meinung, hätte ich früher über die Folgen meines Tuns besser Bescheid gewusst (Läufigkeitsunterdrückungsspritzen z.B.), dann wäre das Problem mit der Gebärmutter nicht so früh, wenn überhaupt aufgetaucht und sie hätte länger eine bessere Lebensqualität gehabt.
Der damalige TA hatte auch gesagt, dass der Schuß eventuell nach hinten los gehen kann, eben wegen der vielen männlichen Hormone. Er riet mir damals zum Gespräch mit einer TK in der Schweiz (meine erste Begegnung mit TK). Ihr gegenüber hatte Maira gesagt, dass es nach der Kastration besser werden würde - und es wurde tatsächlich besser.
Ich persönlich bin inzwischen vorsichtig geworden bei solchen Aussagen bei Tieren. Es kommt meistens auch auf die Fragestellung an und Tiere wissen meistens auch nicht alles. Dass vielleicht ihr Verhalten damit besser wird, konnte sie beurteilen, aber was allenfalls die weiteren Folgen dieses Eingriffs für ihren Körper sind, können sie meist nicht oder ob ev. auch eine andere Methode/Behandlung den entsprechenden Erfolg bringen würde.
Vielleicht soll es ja so sein, dass es hier keinen THP gibt.
Ich kenn mich in der Region Deutschland nicht so aus, aber ich kenne zumindest ein paar gute Homöopathen in D, wofür ich auch einen weiteren Weg in Kauf nehmen würde. Einmal einige auf der Liste elabi punkt de (http://www.elabi.de)
oder claudia-grothus punkt de (http://www.claudia-grothus.de)
Marianna, weißt Du mir denn da auch einen Rat?
Es ist aus der Ferne leider sehr schwer zu beurteilen, dazu müsste man erstmal die Situation vor Ort anschauen, um ein Bild zu bekommen.
Ernährung, Krankengeschichte mit Impfungen, Spot-ons, Wurmmittel etc., Umgebung, Verhalten untereinander und gegenüber Menschen usw. spielen für mich alles eine Rolle. Darum wär für mich die erste Anlaufstelle ein guter klassischer Homöopath. Meistens ist ein einmaliger Besuch notwendig, danach kann viel über Telefon etc. gemacht werden, ausser bei ausserordentlichen Sachen. Meine Tierhomöopathin ist leider auch weggezogen und neu hätte ich über 2 Std. Fahrt zu ihr. Da sie aber meine Tiere und die Situation kennt, können wir eben praktisch alles über Telefon machen.
Ich kann Dich durchaus verstehen, dass man an Grenzen stösst und man dann denkt, Kastration wär die Lösung. Aber wie Dir Dein TA schon sagte, es kann auch nach hinten losgehen und es können dadurch andere, schwerwiegendere Probleme entstehen. Darum würde ich zuerst alle anderen Möglichkeiten in Betracht ziehen, bevor kastrieren, weil das ein endgültiger Eingriff ist, der nicht mehr rückgängig zu machen ist.:kiss:
Hallo Marianna,
ich danke Dir erst einmal für die Arbeit, die Du Dir da gemacht hast. Nein, dass wußte ich alles gar nicht. Auch die Statistik - die Zahlen habe ich so noch nicht gehört oder gelesen. Das liest sich ja recht schlimm und regt erneut zum Nachdenkan an.
Aber Du schreibst auch von der Sterilisation. Komisch, so etwas wird hier von den Tierärzten gar nicht vorgeschlagen. Da wird sofort von Kastration gesprochen. Aber bei der Sterilisation bleibt wahrscheinlich die Läufigkeit, nur die Empfängnisbereitschaft wird damit unterbunden, oder? Gut, ich werde mich darüber mit dem Tierheim und dem TA unterhalten. Mal sehen, was das Tierheim dazu sagt.
Danke für die Links, ich werde auf jeden Fall da reinsehen. Vielleicht gibt es ja tatsächlich einen THP in der näheren Umgebung und ich habe das nur noch nicht mitbekommen. In unserem Tel-Buch steht jedenfalls keiner.
Liebe Grüße schickt Mecki
Aber Du schreibst auch von der Sterilisation. Komisch, so etwas wird hier von den Tierärzten gar nicht vorgeschlagen. Da wird sofort von Kastration gesprochen.
Nein, Sterilisation wird von den Tierärzten nicht vorgeschlagen, weil die meisten Leute sich am bluten bei der Läufigkeit stören und einen einfacher zu führenden Hund wollen. Dann kommt natürlich auch das Argument zum Tragen, dass eine kastrierte Hündin keinen Gebärmutterkrebs bekommen kann. Was mir noch einfällt, es gibt auch noch eine andere "Kastration" und zwar, dass man nur die Gebärmutter rausnimmt und die Eierstöcke oder zumindest einen davon drinlässt, so dass der Hormonhaushalt weniger gestört wird. Aber auch das muss man speziell wünschen und wird meist nicht vom TA selber vorgeschlagen.
Aber bei der Sterilisation bleibt wahrscheinlich die Läufigkeit, nur die Empfängnisbereitschaft wird damit unterbunden, oder?
Ja, genau. Es bleibt alles erhalten, nur kann sie nicht mehr trächtig werden.
Danke für die Links, ich werde auf jeden Fall da reinsehen. Vielleicht gibt es ja tatsächlich einen THP in der näheren Umgebung und ich habe das nur noch nicht mitbekommen. In unserem Tel-Buch steht jedenfalls keiner.
Ich wünsche Dir viel Glück, auch für die Entscheidung. :kiss:
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