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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Erste geklonte Katze verkauft


maybelline
23.12.2004, 23:43
Geklonte Katze zum ersten Mal verkauft

In den USA ist erstmals ein geklontes Haustier verkauft worden. "Little Nicky", ein neun Wochen alter Kater, wurde der Auftraggeberin in Texas überreicht. Das geklonte Kätzchen kostete 50.000 Dollar (37.400 Euro) und wurde aus der DNA der Katze "Nicky" geklont. Nicky war im vergangenen Jahr im Alter von 17 Jahren gestorben.

"Er ist identisch. Er hat denselben Charakter", sagte die Auftraggeberin, die ihren vollen Namen und ihren Wohnort, aus Furcht vor Gegnern des Klonens, nicht preisgeben möchte.

Das Unternehmen „Genetic Savings and Clone“ aus dem kalifornischen Sausalito, welches "Little Nicky" geschaffen hat, will bis Mai zum ersten Mal auch einen Hund klonen. Die Firma hofft auf einen noch größeren Markt für geklonte Hunde als für Katzen.

Die ethischen Aspekte des Klonens sind durchaus umstritten. David Magnus, Kodirektor des Zentrums für biomedizinische Ethik an der Stanford-Universität, spricht in diesem Zusammenhang von einer "moralisch problematischen und etwas verwerflichen" Verfahrensweise.

Kritiker verweisen außerdem darauf, dass Auftraggeber, die um ihr verstorbenes Haustier trauern, falsche Vorstellungen von der geklonten Kopie hätten. Die erste im Jahre 2001 geklonte Katze, hatte eine andere Fellzeichnung als die DNA-Spenderin. Dies wird als ein Hinweis darauf gesehen, dass Umwelteinflüsse und andere biologische Variablen es unmöglich machen, Tiere exakt zu kopieren. "Viele Menschen machen sich nicht klar, dass die geklonte Katze nicht dieselbe ist wie das Original", äußert sich hierzu Bonnie Beaver, Verhaltensforscherin an der Texas A&M University. "Sie hat einen anderen Charakter. Sie hat andere Erfahrungen gemacht. Die Leute wollen 'Fluffy', aber es ist nicht 'Fluffy'."

:roll: :roll: :roll: "schöne neue Welt" :( Irgendwann werden sie wohl merken, dass man das, was ein Lebewesen ausmacht, nicht klonen kann.

Sissi
24.12.2004, 10:02
Ich finde das furchtbar :(
Das Tier stirbt und schwups machen wir eben ein Neues,und das geht dann endlos weiter oder wie?
Später werden wir dann auch einfach geklont. :argh:

marmay
24.12.2004, 12:55
Traurige, arme Welt!

Hoffentlich kommen die Forscher und die Leute, die "Produkte" daraus erwerben bald zur Vernunft. Mir wird schlecht, wenn ich denke, wieviele Tiere wieder erbärmlichst darunter leiden mussten, bis so ein Ergebnis da war. :cry:

Sharana
27.12.2004, 23:36
Also abgesehen davon, dass ich es nicht richtig finde Gott zu spielen, finde ich auch die schlimmste Folter, die man sich vorstellen kann. Stellt Euch doch mal vor, das geliebte Tier ist tot und Du hast getrauert und dann kommt ein neues, das genauso aussieht, wie das das Du verloren hast. Das Dich tagtäglich an den Verlust erinnert. Das aber ja ein ganz neues Wesen ist. Weil der Charakter (also das was das Wesen des Tieres ausmacht) wird ja vorallem von den Umwelterfahrungen beeinflußt - und von der Seele (die ja mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit auch nicht die selbe ist). Du hast also täglich einen Schatten Deines geliebten Tieres um Dich und wirst daran erinnert, was Dir genommen wurde, obwohl Du trotz allem ein neues Tier hast. Und wie sollst Du dieses Tier dann lieben? Wo es doch Deine - ach so hohen - Erwartungen nicht erfüllen kann? Ich hab wie ich das gelesen habe, mal kurz darüber nachgedacht, wie es wohl wäre einen geklonten Gino hier zu haben, wenn er einmal gegangen ist und ich kann mir nichts Schlimmeres vorstellen.

Schön finde ich dagegen die Idee von Konrad Lorenz. Der hatte zeitlebens Nachkommen von seinem ersten Hund (und damit auch ein Stück von ihm) bei sich. Wobei natürlich auch diese Idee negative Folgen hat (viel zu viele kleine Hundebabys, wenn es jeder so machen würde). Außerdem könnte ich das jetzt nicht mehr machen, weil ich es ungerecht denen gegenüber fände, die schon gegangen sind und von denen ich keine Nachkommen mehr habe. Na ja und ich weiß ja, dass ich viele Seelen (die mir ja das Wichtige sind, nicht die körperliche Hülle) wiedertreffen werde und das an sich finde ich sehr tröstlich.

Liebe Grüße, Sabine

Brigitte
28.12.2004, 14:20
ich habe es immer so gemacht,dass ich mir zu meinem älteren Hund oder Pferd ein jüngeren Partner dazu geholt habe.So hat der Ältere immer dem Jüngeren was abgegeben,an Erfahrung,an Blödsinn,an Eigenschaften usw. so erinnert mich jedes Tier an das Tier davor,weil es irgendetwas genauso macht,wie sein Vorgänger,den er noch einige Jahre begleiten durfte."Adoptionsbabies" halt. :lol: