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maybelline
28.11.2004, 12:36
Hallo ihr Lieben,

nach dem Safaripark Gänserndorf jetzt die nächste Hiobsbotschaft vom Wiener Tierschutzverein - es sind ca 4000 Tiere in Gefahr. Bitte protestiert mit und sendet ganz viel Licht und Liebe, auf dass das Ganze ein gutes Ende nimmt!


DAVID GEGEN GOLIATH

Tiere im Wiener Tierschutzhaus in Gefahr

„feindliche Übernahme“ durch Stiftung geplant


Liebe Tierfreundin, lieber Tierfreund!

Die Schmutzkübelkampagne der Bank Austria Creditanstalt (BA CA) gegen den Wiener
Tierschutzverein ist in eine neue Runde gegangen. Die Brutalität der verbreiteten Verleumdungen,
Unwahrheiten und diskreditierenden Behauptungen ist kaum mehr zu überbieten.


Die wahren Hintergründe für all die haltlosen Vorwürfe, Unterstellungen und vernichtenden
Pressemeldungen sind im Bauskandal des Wiener Tierschutzhauses zu finden. Die BA CA möchte mit
aller Gewalt verhindern, dass es zu den vom Wiener Tierschutzverein angestrengten klärenden
Prozessen kommt. Dafür nimmt sie in Kauf, dass der Wiener Tierschutzverein, als zweitälteste
Tierschutzorganisation weltweit, in den Konkurs getrieben wird und die
Tierschutzarbeit unmöglich gemacht wird.

Am 9. November sollte im Ringturm am Schottenring um 17:00 Uhr eine Stiftung „Wiener Tierschutz“
gegründet werden.
Die Initiative dafür ging laut Medienberichten vom Altbürgermeister Helmut Zilk und von
Tiergartendirektor Helmut Pechlaner aus.

Bisherigen Aussagen in den Medien gemäß sollen Tiere nur mehr 14 Tage im Wiener
Tierschutzhaus behalten werden – „und dann raus“ - denn ein Tierheim soll, laut Aussage von
Tiergartendirektor Helmut Pechlaner „kein Sanatorium sein“. Nicht dazu gesagt wurde, wohin
Tiere, die nach 14 Tagen kein neues Zuhause gefunden haben, kommen sollen und was mit
alten, kranken und schwer vermittelbaren Tieren geschehen soll. Erfahrungsgemäß würde
dies für unzählige Tiere - wie in Tierheimen in südlichen und
östlichen Nachbarländer, aber auch wie in Tierasylen in den USA - den sicheren Tod
bedeuten.

Dies betrifft im Besonderen auch Wildtiere und Exoten, die von den Zoos und anderen
Institutionen nicht aufgenommen wurden und die im Wiener Tierschutzhaus ihre letzte
Zufluchtsstätte gefunden haben.


Wahrer Tierschutz und die obligatorische Tötung von nicht mehr gewollten Tieren lassen sich
nicht vereinbaren!

Inzwischen schreckt die BA CA nicht davor zurück, das Wiener Tierschutzhaus durch den von ihr
beauftragten „Sanierer“ Günther Havranek als Gefangenenlager zu bezeichnen, in dem Tiere misshandelt
werden. Damit soll Stimmung gegen den Wiener Tierschutzverein gemacht werden und die
Vereinsleitung zum Rücktritt gezwungen werden, damit die bevorstehenden klärenden Prozesse nicht
stattfinden. In Wahrheit geht es der Bank Austria Creditanstalt ums Geld und nicht um die
Tiere.

Altbürgermeister Helmut Zilk und Tiergartendirektor Helmut Pechlaner haben sich zu Sprachrohren der
Bank Austria Creditanstalt gemacht.

Auf Initiative des „Verbandes für Tierschutzvereine Österreichs“ haben Tierfreunde am Dienstag, 9.
November 2004, vor dem Ringturm am Schottenring gegen die Übernahme des Wiener
Tierschutzvereins durch Wirtschafttreibende protestiert. Nur ein unabhängiger Tierschutz kann eine
starke Lobby und eine durchschlagkräftige Interessensvertretung für die Tiere sein.

Die „feindliche Übernahme“ des Wiener Tierschutzvereines durch Politiker und
Interessensgruppen der Wirtschaft kann nicht im Sinne und zum Wohle der Tiere sein

NUR EIN UNABHÄNGIGER TIERSCHUTZ IST EIN STARKER TIERSCHUTZ

Bitte lassen Sie die Tiere im Wiener Tierschutzhaus nicht im Stich!



Protestschreiben an:

Prof. Dr. Helmut Zilk: ombudsmann@kronenzeitung.at
Ombudsmannmannredaktion der Kronenzeitung
Muthgasse 2
1190 Wien

Zoodirektor Prof. Dr. Helmut Pechlaner: office@zoovienna.at
Teirgarten ASchönbrunn
Maxingstrasse 13b
1130 Wien

Bank Austria Creditanstalt,
Generaldirektor Dr. Erich Hampel: erich.hampel@ba-ca.com
Am Hof 2
1010 Wien

Birgit
28.11.2004, 21:51
Liebe maybelline,

ich bin ganz betroffen - ich bin sonst immer sehr am Laufenden, doch das höre ich hier zum ersten Mal und es verschlägt mir die Sprache!
Ich bin doch in Wien zu Hause und die Tiere da sind mir daher auch ganz nah....
Weißt du Neues?!

Alles Liebe, Birgit

maybelline
28.11.2004, 22:39
Hallo Birgit,

die Kronenzeitung hat wohl auch noch eine Hetzkampagne gestartet und es wird im Moment versucht, den Ruf vom Wiener Tierschutzverein in den Dreck zu ziehen. Wir haben vor Jahren schon Unterstützung von dort bekommen und nur gute Erfahrungen gemacht, ein befreundeter Tierschützer war erst vor kurzem in Wien zu Besuch und bestätigt, dass dort alles bester Ordnung ist! Der Wiender Tierschutzverein nimmt sich vor allem immer wieder Tieren an, die niemand mehr will, die keine Chance mehr haben, auch viele Wildtiere und ehemalige Zoo- und Zirkustiere, die abgeschoben wurden, haben dort eine neue Heimat gefunden - sie wären sonst wohl längst tot. Und die Übernahme, dass jedes Tier nur noch 14 Tage bleiben dürfte dann - das wäre wohl das Todesurteil für die meisten Tiere dort - wie soll man für gut 4000 Tiere innerhalb von 2 Wochen ein neues Zuhause finden können? Das ist unmöglich! :(


Weitere Infos gibt es auch hier:

http://people.freenet.de/Der-Maulwurf/chronik-wtv-1.htm

und auf der homepage des Wiener TSV:

http://www.wr-tierschutzverein.org/

Hier ein Bericht über die Kronenzeitung:

Kronenzeitung unterstellt Tierquälerei
Haltlose Vorwürfe gegen Wiener Tierschutzverein

MitarbeiterInnen des Wiener Tierschutzvereins protestieren gegen Tierquälereivorwürfe der Kronenzeitung aufs Heftigste

Mit Horrormeldungen macht die Kronenzeitung Stimmung gegen den Wiener Tierschutzverein. In einem Artikel vom Freitag den 19.November unterstellen Maggie Entenfellner und Tom Klinger dem Wiener Tierschutzverein, Tiere zu quälen. Die MitarbeiterInnen des Wiener Tierschutzvereins protestieren aufs Heftigste gegen die böswillige und gehässige Behauptung, die darauf abzielt, das Ansehen des Wiener Tierschutzvereins zu beschädigen und Mitglieder zu verunsichern.

„Wir betreuen jährlich tausende kranke, verletzte und nicht mehr gewollte Tiere, die niemand sonst aufnimmt“, berichtet ein Tierpfleger im Wildtierhaus des Wiener Tierschutzhauses. „Jeder, der schon einmal ein krankes oder ein sehr junges Wildtier versorgt hat, weiß welch schwierige und verantwortungsvolle Aufgabe das ist. Wir bemühen uns, nach bestem Wissen und Gewissen, um jedes einzelne Tier. Gerade die Versorgung der unzähligen Tierbabys wie Eichhörnchen, Marder, Igel, kleine Singvögel, Krähen, Tauben, Enten und vieler andere Tierarten, verlangt uns äußerste Leistungen ab.

Uns zu unterstellen, wir würden Tiere quälen, ist gehässig und gemein. Wir verwahren uns dagegen. Frau Entenfellner soll konstruktive Vorschläge machen. Bis jetzt hat sie nur unsere Arbeit schlecht gemacht.“

Die wahren Hintergründe für die vernichtende Hetzkampagne gegen den Wiener Tierschutzverein und Präsidentin Lucie Loubé sind im Bauskandal des Wiener Tierschutzhauses zu finden. Die Bank Austria Creditanstalt möchte mit aller Gewalt verhindern, dass es zu den vom Wiener Tierschutzverein angestrengten klärenden Prozessen kommt. Dafür nimmt sie in Kauf, dass der Wiener Tierschutzverein, als zweitälteste Tierschutzorganisation weltweit, in den Konkurs getrieben wird und die Tierschutzarbeit unmöglich gemacht wird.

Aufgrund der katastrophalen Bauausführung durch die Bauaufsichtsgesellschaft WIEN SÜD hatten sich vor Jahren wildlebende Ratten in den Hohlräumen der Gipskartonwände und in der Thermoverschallung aus Styropor im Wildtierhaus angesiedelt. Überall wo viele Tiere betreut werden und Futter angeboten wird, auch in den Tiergärten, besteht das Problem, dass sich die intelligenten Nager anzusiedeln versuchen. Mit großem finanziellen Aufwand musste der Wiener Tierschutzverein durch technische Veränderungen dafür Sorge tragen, dass Ratten nicht in Volieren eindringen können. Das Problem ist längst beseitigt.

Die Pferde im Wiener Tierschutzhaus haben vier große schöne Graskoppeln und zwei so genannte „Gatschkoppeln“ für feuchte Witterung zur Verfügung. Pferdefachleute haben sich von der ausgezeichneten Unterbringung der alten und nicht mehr reittüchtigen Ponys und Pferde überzeugt.

Die Betreuung von zu schwachen Jungigeln im Wildtierhaus entspricht den Empfehlungen von Igel spezialisierten Fachleuten. Präsidentin Loubé hat vor Jahren einen Igelfachmann aus Salzburg konsultiert, um sicher zu stellen, dass eine fachkundige Unterbringung und Betreuung der Jungigel im Wiener Tierschutzhaus gewährleistet ist. Die Darstellung der Igelunterbringung des Wiener Tierschutzvereins in der Kronenzeitung entspricht nicht der tatsächlichen Situation. Die Behauptung, die Igel würden in „Laden“ gehalten werden, ist eine Fehldarstellung und soll Tierfreunde in Sorge versetzen.

Frau Entenfellner macht sich gemeinsam mit dem „Sanierer“ Günther Havranek, der den Auftrag hat, die klärenden Prozesse zu verhindern, zum Sprachrohr der Bank Austria Creditanstalt.



ES GEHT UM VIEL GELD, NICHT UM DIE TIERE!

Liebe Tierfreunde,

das Wiener Tierschutzhaus war immer ein„transparentes“ Haus das für alle Interessierten offenen steht.

Kommen Sie zu uns und machen Sie sich Ihr eigenes Bild von der täglichen Tierschutzarbeit und von der wahren Situation bei uns im Wiener Tierschutzhaus.

Besuchs- und Tiervergabezeiten:

Dienstag bis Sonntag 13:30 Uhr bis 17:00 Uhr


Und noch ein offener Breif der Mitarbeiter:

Offener Brief der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Wiener Tierschutzvereins

In einem offenen Brief reagieren die Angestellten des Wiener Tierschutzvereins auf die Vorwürfe von Maggie Entenfellner.

An Frau
Maggie Entenfellner
Tierecke der Kronenzeitung
Muthgasse 2
1190 Wien


Vösendorf, 22.11.04



Offener Brief der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Wiener Tierschutzvereins



Betrifft: Unterstellung der Tierquälerei im Wiener Tierschutzhaus



Sehr geehrte Frau Entenfellner!

Mit ihrem Artikel in der Kronenzeitung vom Freitag den 19 .November 2004 und bei der Livediskussion in Puls-TV am Donnerstag den 11. November 2004 haben Sie nicht nur dem Ansehen des Wiener Tierschutzhauses Schaden zugefügt, sondern auch uns Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Wiener Tierschutzverein s großes Unrecht getan.

Wir verwahren uns gegen Ihre gehässige Unterstellung, wir würden Tiere quälen.

Den Konflikt mit der Bank Austria Creditanstalt und der WIEN SÜD wegen des Bauskandals des Wiener Tierschutzhauses auf dem Rücken der Tiere und der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Wiener Tierschutzverein s auszutragen, ist nicht fair.

Wir haben dabei nicht den Eindruck gewonnen, dass es Ihnen, Frau Entenfellner, wirklich um das Wohl der Tiere geht.

Wir betreuen bei uns im Wiener Tierschutzhaus jährlich tausende kranke, verletzte und nicht mehr gewollte Tiere, die niemand sonst aufnimmt. Jeder, der schon einmal ein krankes oder ein sehr junges Wildtier versorgt hat, weiß, welch schwierige und verantwortungsvolle Aufgabe das ist. Wir bemühen uns, nach bestem Wissen und Gewissen, um jedes einzelne Tier. Gerade die Versorgung der unzähligen Tierbabys wie Eichhörnchen, Marder, Igel, kleine Singvögel, Krähen, Tauben, Enten und viele andere Tierarten verlangt uns äußerste Leistungen ab , wir tun dies aber gerne für die uns anvertrauten Tiere. Oft nehmen wir Jungtiere, die einer andauernden Betreuung bedürfen, mit nach Hause, um ihnen ihr Überleben zu garantieren.

Ihre Unterstellungen sind völlig haltlos:

Überall wo viele Tiere betreut werden und Futter angeboten wir, besteht das Problem, dass sich Ratten ansiedeln - selbstverständlich auch im Tiergarten Schönbrunn.

Die intelligenten Nager nutzen alle erdenklichen Hohlräume, um ihre Nester zu bauen.

Aufgrund der katastrophalen Bauausführung des Wiener Tierschutzhauses durch die Bauaufsichtsgesellschaft WIEN SÜD hatten sich vor Jahren wildlebende Ratten im Wildtierhaus in den Hohlräumen der Gipskartonwände und in der Thermoverschalung aus Styropor angesiedelt. Fachleute haben uns dazu geraten, alle Ritzen zu schließen, Hohlräume auszufüllen und die Wände mit Fliesen zu verkleiden. Die empfohlenen Maßnahmen sind sofortumgesetzt worden, damit die Ratten nicht in die Volieren eindringen können. Die Probleme sind damit beseitigt. Das alles hat sehr viel Kraft und sehr viel Geld gekostet.

Die Pferde bei uns im Wiener Tierschutzhaus haben vier große schöne Graskoppeln und zwei so genannte „Gatschkoppeln“ für feuchte Witterung zur Verfügung. Pferdefachleute haben sich von der ausgezeichneten Unterbringung der alten und nicht mehr „reittüchtigen“ und daher nicht mehr vergebbaren Ponys und Pferde überzeugt. Von einer „Steppensituation“ zu sprechen ist unfair und entspricht einfach nicht den wahren Gegebenheiten.

Die Betreuung von zu schwachen Jungigeln bei uns im Wildtierhaus entspricht den Empfehlungen von Igel spezialisierten Fachleuten. Wir hatten vor einem Jahr einen Igelfachmann aus Salzburg bei uns zu Besuch, um sicher zu stellen, dass eine fachkundige Unterbringung und Betreuung der Jungigel im Wiener Tierschutzhaus gewährleistet ist. Ihre Darstellung der Igelunterbringung im Wiener Tierschutzhaus in der Kronenzeitung entspricht nicht der tatsächlichen Situation. Die Behauptung, die Igel würden „in Laden“ gehalten werden, ist eine Fehldarstellung und soll Tierfreunde in Sorge versetzen. Wahr ist, dass wir für die Betreuung von Jungigeln eigens konstruierte Unterbringungen in mehreren Etagen haben, die eine optimale Durchlüftung der Igelbehausungen gewährleisten. Zur Reinigung mit Hochdruckreinigern besteht die Möglichkeit, die rund einen Quadratmeter großen Metalltassen herauszunehmen. Die von der Igelkennerin Frau Smetana gemachten Vorschläge zur Fütterung und Unterbringung sind umgesetzt worden, soweit dies bei der großen Zahl an Tieren, die wir betreuen, möglich ist.

Wir sind der Überzeugung, dass alle uns anvertrauten Igel gut und nach bestem Wissen und Gewissen von uns betreut werden. Wir fragen uns, Frau Entenfellner, wann waren Sie bei uns im Tierschutzhaus, haben Sie sich vor Ihrer Berichterstattung perönlich informiert, wie die „Laden“ aussehen, die Sie in Ihrem Artikel so vehement kritisiert haben?

Ihre Unterstellungen im Zuge der Fernsehdiskussion in Puls-TV waren ebenfalls unfair:

Die Hündin, von deren schlechten Zähnen Sie Fotos gezeigt haben, ohne dazuzusagen, um welchen Hund es sich handelte, war sehr alt und sehr krank, als sie zu uns kam. Trotz ihrer schweren Herzerkrankung, des extremen Zahnsteins und ihrer sehr schlechten Nierenwerte ist sie bei uns operiert worden. Ihre Tumoren wurden entfernt und ihre Abszesse sind ausgeheilt. Die Bullterrierhündin hieß „Lady“ und wurde von uns geliebt und verwöhnt.

Dies beweisen die Fotos, die ihre Betreuungspatin gemacht hat. Sie besuchte „Lady“ regelmäßig und gab ihr das Gefühl, bei uns im Tierschutzhaus ein zu Hause zu haben. Als sich jedoch die Möglichkeit für „Lady“ bot, ein schönes, neues Heim zu bekommen, wo sie ihre letzte Zeit verbringen konnte, waren wir sehr glücklich. Zur Zahnsanierung ist es bei uns nicht mehr gekommen, weil das Narkoserisiko für sie ein sehr hohes war. „Lady“ hat trotzdem mit großem Appetit gegessen uns war ein sehr fröhlicher Hund. Die Dame, bei der „Lady“ ihre letzten Monate verbracht hat, wurde von unseren Tierärzten nachweislich über die Zahnprobleme aufgeklärt und hat das Protokoll der Vergabeuntersuchung auch unterschrieben.

Ihr Vorschlag, die Hunde im Wiener Tierschutzhaus im Rudel zu halten, kann nur dadurch zu Stande kommen, dass Sie die Situation in einem so großen Tierheim wie dem unseren nicht kennen. Verträgliche Hunde werden bei uns automatisch zu zweit oder zu mehreren gehalten. Eine Gruppenhaltung wäre jedoch bei dem starken Wechsel und der Tatsache, dass wir als eines der größten Tierheime weltweit täglich rund 500 Hunde betreuen, verantwortungslos. Bitte informieren Sie sich bei international anerkannten Fachleuten über die Voraussetzungen für funktionierende Rudelhaltung von Hunden. Für viele Tierfreunde bedeutet Ihre Forderung eine Verunsicherung. Sie gewinnen den Eindruck, mit der Rudelhaltung könnte die Lebensqualität der Tierheimschützlinge gesteigert werden. In Wahrheit würde sie unter den Gegebenheiten zu schrecklichem Stress für die Tiere und schlimmsten Falls zu Auseinandersetzungen und gefährlichen Zwischenfällen führen.

Bitte nützen Sie Ihre Möglichkeiten in der Kronenzeitung, auf die großen Tierschutzprobleme hinzuweisen, die von verantwortungslosen Menschen durch Unvernunft und Ignoranz verursacht werden.

Wir sind über jedes Tier glücklich, das nicht in einem Tierheim betreut werden muss. Die Tiere die im Wiener Tierschutzhaus ihre letzte Zufluchtstätte finden, müssen aber auch weiterhin die Chance auf Überleben bekommen.

Wir sind Tierpfleger, Tierrettungsfahrer, Tierärzte und in anderen Funktionen im Wiener Tierschutzhaus, weil wir Tiere lieben und davon überzeugt sind, dass wir damit einen wichtigen Beitrag für den Tierschutz und unsere Gesellschaft leisten.

Bitte unterstützen Sie unsere harte Arbeit für die Tiere und geben Sie uns die Möglichkeit für die Ärmsten der Armen da zu sein, ohne zu Unrecht verdächtigt zu werden, ihnen Qualen zuzufügen.

Wir fordern Sie auf, Ihre menschenverachtenden, herabsetzenden und verletzenden Behauptungen zurückzunehmen und eine Richtigstellung in der Kronenzeitung zu veröffentlichen!



In Erwartung Ihrer geschätzten Antwort verbleiben wir

mit freundlichen Grüssen,



die Mitarbeiter des Wiener Tierschutzverein es





Dieser Brief wurde von a l l e n Mitarbeitern des Wiener Tierschutzverein es unterschrieben



Brief ergeht an:

Herausgeber der Kronenzeitung, Herrn Hans Dichand

Ombudsmann der Kronenzeitung, Herrn Prof. Dr. Helmut Zilk

Menschlich Betrachtet, Herrn Prof. Reinald Hübl,

Generaldirektorin des ORF, Dr. Monika Lindner

und an alle Medien.

Das schlimme ist doch, dass es auf Kosten der Tiere geht! Der Wiener TSV hat nie etwas heimlich gemacht, sie stehen seit jeher für Offenheit. Jeder, der möchte, kann sich dort umschauen, alles angucken, Fragen stellen. Ich finde es schlimm, was dort im Moment passiert und es müssen auch viel mehr Menschen erfahren. Wenn ich irgendwas höre, melde ich mich.

LG Kim

Birgit
29.11.2004, 10:30
Weißt du, was mich überrascht - dass Helmut Zilk da auch mitmacht! Ich habe ihn eigentlich immer geschätzt. Beim Zoodirektor Pechlaner wundert es mich ja weniger - dem traute ich nie so ganz über den Weg....naja, und die "Krone" ist wohl irgendwie "verbandelt" mit ihm - objektive Infos gibt es da ohnehin nicht.

Werde Helmut Zilk ein eMail schreiben und auch Lichtarbeit machen...

Alles Liebe, Birgit :herz6:

maybelline
29.11.2004, 10:49
Hallo Birgit,

den Helmut Zilk kenne ich persönlich nicht, kann dazu also nichts sagen, Pechlaner hat sich beim Safaripark Gänserndorf auch schon ziemlich schlecht gegen die Tiere dort gebärdet, er ist mir in sehr negativer Erinnerung (u.a. dass er dafür war die Tiere dort an Jäger "zum abknallen" zu verkaufen, weil man so schön viel Geld machen könne). Ich weiss halt nur, dass der Wiener TSV immer sehr viel für Tiere gemacht hat, die niemand mehr wollte, dass sie sich sehr oft eingesetzt haben, geholfn, wo sie nur konnten. Und sollte es wirklich zu solch einer 14-Tage-Klausel kommen - welcher TSV kann alle Tiere innerhalb 14 Tage vermitteln? Das ist unmöglich und das ist es, was mich am meisten betroffen macht. Es darf doch nicht sein, dass wieder die Tiere, die eh schon niemand mehr will, bestraft werden.

LG Kim